SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Treiben Politiker die Märkte in den Wahnsinn?

30. Juli 2012 von um 11:15 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline 1989 e.K..Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Treiben Politiker die Märkte in den Wahnsinn? „Informationen sind der Treibstoff der Kapitalmärkte“, erinnert Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline 1989 e.K. aus Neuss-Korschenbroich, im aktuellen StandPunkt. „Was Europas Politiker aus ihren Sommerresidenzen gerade an Informationsflut loslassen, kann nur einen Zweck haben: Das größtmögliche Maß an Verwirrung zu stiften, damit Spekulanten wie Hedge Fonds oder Währungsakrobaten jegliches Interesse verlieren, weiter gegen den Euro zu wetten. Für FondsInvestoren, Privatanleger und Sparer ist es umso entscheidender, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen.“

Liebe FondsBlogger, „Juncker warnt vor dem Ende der Eurozone“, „Krisentermin mit Schäuble: Geithner eilt nach Sylt“, „Tony Blair ruft Deutschland zur Rettung des Euro auf“, „Lettland fordert Griechenland zum Euroaustritt auf“, „FDP droht mit Klage gegen EZB“. Diese Sammlung von Schlagzeilen stammt allein vom Montagmorgen. Was will FondsInvestoren diese Kakophonie an Meldungen und Informationen sagen?

Zunächst, dass es die politisch Verantwortlichen der Welt erfolgreich geschafft haben, sämtliche Finanzexperten, Top-Ökonomen, Starinvestoren und Krisenpropheten aus den Nachrichten zu verdrängen. Damit ist ein wichtiges Ziel der Übung erreicht, denn sofern es die Politik schaffen will, die Kapitalmärkte stärker zu regulieren, ist es unerlässlich, die Deutungshoheit über das Geschehen der Schuldenkrise wieder in die Hand zu bekommen.

Je nach Zeitrechnung – Subprimekrise oder Eurokrise – sind Politiker wie Bundeskanzlerin Angela Merkel, Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker oder US-Finanzminister Timothey Geithner seit fünf bzw. zweieinhalb Jahren Getriebene der Finanzmärkte. Das für langfristig orientierte Sparer und Anleger schädliche Spiel lief so: Wenn ihr Politiker uns Spekulanten nicht die Informationen und Liquidität liefert, die wir wollen, dann lassen wir eure Steuerzahler mit unseren Finanzwetten bluten.

Jetzt haben die Staatslenker in Europa und den USA offensichtlich beschlossen, die Richtung zu ändern. Schritt eins: Wir verweigern euch, den Spekulanten, klare Informationen zu liefern, wohin die Reise geht und wo unsere Schmerzgrenze liegt. Zum Beispiel, ob oder ob wir nicht bereit sind, die Eurozone um jeden Preis am Leben zu erhalten, oder ob oder ob wir nicht bereit sind für eine neue Legislaturperiode im Amt.

Da die Politiker aber genau wissen, dass Schweigen an den hypersensiblen Kapitalmärkten weder Gold, noch Silber oder Bronze wert ist, lassen sie so viel „Blech“ vom Stapel wie nur möglich. Was dabei völlig fehlt, ist eine Linie, die FondsInvestoren eine klare Orientierung geben könnte.

Ein Beispiel aus der Krisenpraxis: Der frisch im Amt bestätigte Eurogruppenchef Juncker wirft Deutschland ein Luxusproblem vor: „Wieso eigentlich erlaubt sich Deutschland den Luxus, andauernd Innenpolitik in Sachen Eurofragen zu machen? Warum behandelt Deutschland die Euro-Zone wie eine Filiale?“, so der Luxemburger Ministerpräsident.

US-Finanzminister Geithner, der in den vergangenen Monaten zu den schärfsten Kritikern der deutschen Europolitik gehörte, hat für das Treffen mit Amtskollegen Schäuble am „Roten Kliff“ bei Kampen auf Sylt jede Menge Verständnis im Gepäck. Seit Moody’s in der vergangenen Woche bestätigt hat, dass auch Deutschlands Kräfte nicht unbegrenzt seien, gehen die Medien in den USA auf Kuschelkurs mit der Kanzlerin. Galt Merkel bisher in den USA als „Frau Nein“, gibt es jetzt Schlagzeilen wie diese: „Merkel macht die Wall Street zu ihrem Fan“ oder „Jede erfolgreiche Lösung in Europa muss von den Deutschen abgesegnet werden.“

SJB FondsSkyline. Fazit. Treiben Politiker die Märkte in den Wahnsinn?

Für Anleger und FondsSparer wird angesichts solcher vielschichtigen Drehungen und Wendungen nur eines klar: Die Schuldenkrise in Europa und den USA ist eine wahnsinnig komplexe Problematik. Aber diese Irrungen und Wirrungen haben Methode. Die politischen Entscheidungsträger Europas haben beschlossen, unberechenbar zu werden. Informationen aus ihren Mündern sollen eine derartige Dichte, Komplexität und Widersprüchlichkeit annehmen, dass sie für kein Analysesystem der Welt mehr kalkulierbar sind. In der Folge steigt das Risiko jeder Spekulation gegen den europäischen Währungsraum. Merkel, Hollande, Juncker und Co gehen davon aus, dass die Finanzmarktakteure daraufhin nicht mehr bereit sind, untereinander diese Risiken zu tragen. Eine wahnsinnig anstrengende und kräftezehrende Strategie, deren Erfolg nicht ausgeschlossen ist.

Für Anleger und FondsInvestoren heißt das, möglichst Positionen zu beziehen, die unabhängig von Staatspapieren und dem Euroraum sind. Zum Beispiel im Bereich der Aktienfonds mit Schwerpunkt Asien. Produkte dazu sind der Fidelity Funds – Singapore Fund A (USD) (WKN 973273, ISIN LU0048588163) oder der Invesco Asia Consumer Demand Fund A thes. (WKN A0NJXK, ISIN LU0334857355), beide mit Domizil in Luxemburg.

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