SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Machen Deutschlands Kommunen jetzt Luftbuchungen?

31. Juli 2012 von um 09:30 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline 1989 e.K..Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Machen Deutschlands Kommunen jetzt Luftbuchungen? „Die Städte und Gemeinden in Deutschland haben 2011 rund 29 Milliarden Euro aus Gewerbesteuern vereinnahmt, acht Prozent mehr als im Vorjahr“, streicht Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline 1989 e.K. aus Neuss-Korschenbroich, SJB FondsSkyline 1989 e.K.. PortfolioManagement. Antizyklisch.im aktuellen StandPunkt heraus. „Nach dieser fetten Ausbeute rechnen die Kämmerer aber wieder mit mageren Jahren und schauen sich nach zusätzlichen Ertragsquellen um. Zum Beispiel bei Google Maps oder aus dem Kleinflugzeug. Hier erfahren Anleger und FondsSparer, wie deutsche Kommunen zum Höhenflug ansetzen.“

Liebe FondsBlogger, auch wenn viele Unternehmer und Führungskräfte mit einem Abschwung der Konjunktur in Deutschland und Europa rechnen, noch sorgen die guten Geschäfte der Betriebe an ihren Standorten für sprudelnde Gewerbesteuern. 2011 sind nach Angaben des Deutschen Städtetags 29,1 Milliarden Euro in die Stadtkassen der Kämmerer geflossen. Ein Plus von 8,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Nach Angaben des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) soll diese Summe 2012 noch einmal um 7,0 Prozent auf 31,3 Milliarden Euro steigen. Mit 9,9 Milliarden Euro haben die deutschen Kommunen bereits im 1. Quartal dieses Jahres ein knappes Drittel davon vereinnahmt.

Und diese Einnahmen sind nötig. Nach Informationen des FAZ Instituts konnten die Städte und Gemeinden durch die steigenden Gewerbesteuern die Aufnahme neuer Schulden von 9,8 Milliarden Euro im Jahr 2010 auf weniger als zwei Milliarden Euro 2011 reduzieren. Gleichwohl pfeifen viele Kommunen buchstäblich aus dem letzten Loch und hangeln sich von Monat zu Monat. So liegt der Umfang der Kassenkredite mit einer Laufzeit von maximal einem Jahr mit 44 Milliarden Euro auf Rekordstand. Nur das historisch niedrige Zinsniveau bewahrt einige Städte davor, dass ihnen finanziell endgültig die Puste ausgeht.

Gleichwohl scheinen einige der kommunalen Dopisten erfolgreich die „zweite Luft“ zu bekommen – und das buchstäblich. Wenn sich Anleger und FondsSparer angesichts der angeregten Debatte um Datenschutz und Google Street View gewundert haben, warum sich die Vertreter der deutschen Kommunen 2010 so auffallend wenig zu dem Thema geäußert hatten, hier ist die Antwort: Baubehörden der Städte und Gemeinden in Deutschland nutzen Dienste wie Google Street View oder Google Maps dazu, „Schwarzbauten“ in ihren Kommunen aufzuspüren.

Das Verfahren ist denkbar einfach. Eine aktuelle Katasterkarte hier, ein aktueller Ausdruck aus der Vogelperspektive der Kartenansicht von Google Maps dort und schon tauchen alle Swimmingpools, Carports und Wintergärten auf, die da nicht hingehören. Was folgt, ist ein freundliches Schreiben „vom Amt“, die nicht genehmigten Bauten abzureißen oder den Bauantrag nachträglich zu stellen, ein erhöhtes Bearbeitungsentgelt inklusive.

Und das Verfahren zeigt Wirkung. So kündigte die Stadt Iserlohn im September 2010 die Schaffung eines „Schwarzbautenkatasters“ an. Betroffenen soll Straffreiheit gewährt werden, wenn sie sich selbst anzeigen. 400mal kamen Bürger dem nach.

Dabei ist der Kreativität der Datengewinnung, mit der die Städte „von oben herab“ ihren Bürgern über den dunklen Bauzaun schauen, sehr ausgeprägt. Manche lassen Kleinflugzeuge starten unter dem Vorwand Wasserläufe zu analysieren, die nächste Bombenräumung zu ermitteln und bessere Empfehlungen für die Wärmedämmung ihrer Bürger abzugeben. Es soll sogar schon Verantwortliche gegeben haben, die den Einsatz von Drohnen über deutschen Dächern einer ernsthaften rechtlichen Prüfung unterzogen haben.

Sie als Anleger und FondsSparer glauben, diese Beispiele seien „aus der Luft gegriffen“? Leider nein, denn die finanziellen Erwartungen der Kämmerer sind groß. Im Frühjahr 2012 ging das krisengeschüttelte Italien zum Luftkampf gegen Schwarzbauten über. Rund 470 Millionen Euro an Steuern konnten auf Basis der Auswertung nachgefordert werden.

SJB FondsSkyline. Fazit. Machen Deutschlands Kommunen jetzt Luftbuchungen?

Es gibt noch Hoffnung. Statt dem Pleitegeier kreist über Städten und Gemeinden in Deutschland bald Vater Staat mit dem wachsamen Adlerauge. Ein beruhigendes Gefühl, das dem „geflügelten Wort“ von „Hilfe kam aus der Luft“ ganz neuen Tenor verleiht. Die öffentliche Hand muss angesichts der sich weiter zuspitzenden Schuldenkrise wirklich zum letzten Mittel greifen, um finanziell am Leben zu bleiben. Es ist tragisch, dass außer dem Ausspähen dem Staat kaum andere Mittel einfallen, die Bürger davon zu überzeugen, ihren Beitrag für das Gemeinwohl zu leisten.

Anleger und FondsInvestoren, die die Lufthoheit über ihre Vermögensplanung behalten wollen, brauchen Unabhängigkeit. Zum Beispiel durch internationale Aktienfonds wie den M&G Global Basics Fund A USD (WKN A0MLUU, ISIN GB00B1RXYT55) oder den Carmignac Investissement A EUR acc (WKN A0DP5W; ISIN FR0010148981), mit Domizil in Großbritannien bzw. Frankreich.

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