SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Kommt ein zweiter Schuldenschnitt für Griechenland?

21. September 2012 von um 14:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline 1989 e.K..Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Kommt ein zweiter Schuldenschnitt für Griechenland? „In den letzten Tagen haben sich die Gerüchte verstärkt, es werde zu einem weiteren, zweiten Schuldenschnitt für Griechenland kommen“ berichtet Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline 1989 e.K. aus Neuss-Korschenbroich, im aktuellen StandPunkt. „Anders seien die im Zuge des Sparprogramms vereinbarten Ziele für die Entwicklung der Staatsverschuldung Griechenlands nicht mehr zu erreichen, heißt es hierzu aus Kreisen der Eurozone. Kommt der zweite Schuldenerlass, und wer wäre hauptsächlich davon betroffen? Alle wichtigen Details dazu gibt es hier.“

Liebe FondsBlogger, offensichtlich denken die internationalen Geldgeber aus EZB, IWF und EU-Kommission darüber nach, das erste Paket an Hilfsgeldern für Griechenland komplett abzuschreiben. Damit würde ein weiterer Schuldenschnitt zugunsten des hochverschuldeten Landes vollzogen, das weiter nicht auf die Beine kommt. Im Mittelpunkt der Überlegungen stehen dabei nach Informationen der Financial Times Deutschland (FTD) die bilateralen Kredite an Griechenland aus dem ersten Hilfsprogramm, das im Mai 2010 begonnen hatte und bis Ende 2011 lief. Damals stellten die Euro-Länder für die sogenannte „Greek Loan Facility“ rund 53 Milliarden Euro bereit. Würden Hellas diese Kredite vollständig erlassen, wäre dies ein wichtiger Schritt, um die Tragfähigkeit der Schulden wieder herzustellen.

Commerzbank-Chef Martin Blessing sagte bereits in einem Interview am Donnerstag einen neuen allgemeinen Schuldenschnitt für Griechenland voraus. „Wir werden am Schluss nochmal einen Schuldenschnitt für Griechenland sehen, an dem sich alle Gläubiger werden beteiligen müssen“, betonte Blessing. Klar ist: Abgesandte von EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds verhandeln derzeit in Griechenland über neue Einsparungen und wollen Anfang Oktober einen aktualisierten Bericht zur Finanzlage des Landes vorlegen. Doch bereits jetzt zeichnet sich ab: Selbst wenn die von Griechenland angebotenen Sparmaßnahmen in Höhe von 11,7 Milliarden Euro für 2012 und 2013 vollständig umgesetzt würden, existiert weiter eine Finanzlücke. Zudem sind die neuen griechischen Sparvorschläge von der Troika noch gar nicht alle akzeptiert worden.

Deshalb bietet sich als Teil einer neuen Griechenland-Lösung ein zweiter Schuldenschnitt an. Würden hingegen weitere Kredite gewährt, ist es praktisch unmöglich, dass die Gesamtverschuldung Griechenlands wie geplant im Jahre 2020 auf etwa 120 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) sinken kann. Hierauf besteht jedoch der IWF als einer der wichtigsten Geldgeber. Der Währungsfonds drängt seit längerem auf einen Schuldenschnitt der öffentlichen Kreditgeber, die inzwischen über zwei Drittel der griechischen Gesamtverschuldung von rund 330 Milliarden Euro abdecken.

Der Haken an der Sache: Weder der IWF noch die EZB würden sich selbst an einem solchen Schuldenschnitt beteiligen. Der IWF besteht auf der Rückzahlung der von ihm gewährten Kredite, und die EZB argumentiert, dass ein Schuldenerlass die ihr verbotene direkte Staatsfinanzierung sei. Deshalb konzentrieren sich die Überlegungen auf die von den Euro-Staaten selbst gewährten Kredite. Nicht betroffen wäre hingegen der Euro-Rettungsfonds EFSF.

SJB FondsSkyline. Fazit. Kommt ein zweiter Schuldenschnitt für Griechenland? Prekär an den Überlegungen zu einem zweiten Schuldenschnitt für Griechenland ist vor allem die Tatsache, dass der deutsche Bundestag gar nicht zustimmen müsste. Deutschland hatte damals im Mai 2010 für Griechenland 22,4 Milliarden Euro an Gewährleistungen zur Verfügung gestellt, einen Großteil davon über Kredite der KfW. Sollten diese nun abgeschrieben werden müssen, wäre der Bund verpflichtet, der KfW den Schaden zu ersetzen. Hierzu muss jedoch lediglich der Haushaltsausschuss des Bundestages informiert werden. Und gerade diese Tatsache, dass eine Erweiterung des Schuldenerlasses ohne neue Gesetze und Bundestagsdebatten möglich ist, macht den zweiten Schuldenschnitt für Griechenland wahrscheinlicher.

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