SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Ist die Schuldenkrise nun gelöst?

20. September 2012 von um 14:20 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline 1989 e.K..Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Ist die Schuldenkrise nun gelöst? „Die Ankündigung der Europäischen Zentralbank zum „unbegrenzten“ Ankauf kurzlaufender Staatsanleihen der EU-Krisenstaaten hat an den Finanzmärkten für ein überaus positives Echo gesorgt“ resümiert Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline 1989 e.K. aus Neuss-Korschenbroich, im aktuellen StandPunkt. „Kurz darauf kam die Ankündigung der US-Notenbank Fed, ihr drittes Quantitative-Easing-Programm (QE3) aufzulegen. Die Börsen reagierten erleichtert, von Krisenstimmung ist angesichts eines DAX-Standes um 7.400 Punkte kaum noch etwas zu spüren. Ist die Schuldenkrise also vorbei?“

Liebe FondsBlogger, auf den ersten Blick merkt man an den Börsen tatsächlich nur noch wenig von der Staatsschuldenkrise in der Eurozone. Der DAX hat vor wenigen Tagen ein neues Jahreshoch markiert, und der US-amerikanische Dow Jones liegt nur rund 500 Punkte von seinem Allzeithoch entfernt. Ist die Schuldenkrise also durch die massive Bereitstellung von Liquidität durch die Notenbanken nun gelöst? Man könnte es fast glauben, doch Ökonomen wie Commerzbank-Chef Martin Blessing sind hier deutlich weniger optimistisch. Blessing ist überzeugt, dass die Krise die Märkte noch lange in Atem halten wird. Die Staatsschuldenkrise sei auch durch die Entscheidungen der letzten Wochen längst nicht überwunden, betonte er, die Phase der Unsicherheit werde andauern. Aussagen wie die, der Euro werde jetzt die nächsten 25 Jahre überdauern, seien deshalb fehlplatziert.

Die durch die Liquiditätsmaßnahmen der großen Notenbanken gewonnene Zeit müssten die europäischen Regierungen jetzt nutzen, mahnte Blessing weiter, um auch eine politische Einheit herzustellen, die der Eurozone bislang fehlte. Politische Ungleichgewichte könne am Ende nur die Politik beseitigen, nicht die Zentralbank, betonte er, denn: „Am Schluss muss Europa mehr sein als eine gemeinsame Währung.“ Der Commerzbank-Chef forderte weiter „eine klare Fiskalunion, klare Budgetregeln, klare Sanktionsmechanismen“. Der mittlerweile funktionierende Euro-Rettungsfonds ESM und die Ankündigung der Europäischen Zentralbank (EZB) zu notfalls unbegrenzten Anleihekäufen würden den Staaten die nötige Luft verschaffen.

Und wie sieht es mit Griechenland aus, ist hier möglicherweise ein weiterer Schuldenschnitt erforderlich? Hier spricht sich Blessing entschieden gegen eine volle Vergemeinschaftung von Haftung und Schulden aus. Diese könnte bestenfalls am Ende eines Integrationsprozesses stehen, aber keinesfalls am Anfang, betonte der Commerzbank-Chef. Trotzdem werden seiner Meinung nach Griechenlands Gläubiger noch einmal zur Kasse gebeten. Blessing erwartet einen weiteren Schuldenschnitt in Griechenland, an dem sich alle Gläubiger werden beteiligen müssen. Zugleich verweist er darauf, dass Banken wie die Commerzbank ihr Engagement in Griechenland längst drastisch zurückgefahren haben. Dafür hätten schon die hohen Abschreibungen gesorgt, die die Institute zuvor hinnehmen mussten.

SJB FondsSkyline. Fazit. Ist die Schuldenkrise nun gelöst? Beendet ist die Staatsschuldenkrise also noch längst nicht, vielmehr muss die Zeit, die durch die Zentralbankmaßnahmen gewonnen wurde, nun zu ernsthaften politischen wie wirtschaftlichen Reformen genutzt werden. Der künstlich niedrig gehaltene Zinssatz, zu dem sich EU-Krisenstaaten wie Italien, Spanien oder Portugal derzeit an den Märkten refinanzieren können, könnte sehr schnell wieder steigen, wenn klar wird, dass sich an den fundamentalen Problemen nichts geändert hat. Von den in allzu luftige Höhen gekletterten Börsenkursen sollte sich dabei kein Anleger blenden lassen. Wird die übermäßige Liquidität irgendwann wieder den Aktienmärkten entzogen, kann es hier ein böses Erwachen geben.

Fragen Sie nach! Rufen Sie an. Ihr persönlicher SJB FondsBerater nutzt die durch die EZB-Maßnahmen gewonnene Zeit zum Handeln und richtet ihr Depot optimal aus. Sie erreichen uns unter der Rufnummer +49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

[top]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere die Datenschutzerklärung der SJB FondsSkyline OHG 1989.


*

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Ihren Besuch stimmen Sie dem zu.