SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Warum droht Moody’s Deutschland mit dem Verlust des „AAA“?

24. Juli 2012 von um 09:30 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline 1989 e.K..Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Warum droht Moody’s Deutschland mit dem Verlust des „AAA“? „Moody’s hat am Montagabend den Ausblick auf die Kreditwürdigkeit Deutschlands auf ‚negativ’ gesenkt. Damit droht der größten Volkswirtschaft Europas der Verlust der besten Bonität ‚AAA’“, Fortlaufende Nachrichten zur Schulden und Staatskrise.berichtet Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline 1989 e.K. aus Neuss-Korschenbroich, im aktuellen StandPunkt. „Noch gehört die Bundesrepublik zum exklusiven Kreis von sechs Nationen in Europa mit besten Bonitätsnoten. Aber schon Kanzlerin Angela Merkel erinnerte daran, dass auch Deutschlands Kräfte nicht unbegrenzt seien. Moody’s hat ihr jetzt die Gründe für ihre Meinung geliefert.“

Liebe FondsBlogger, am Ende des gestrigen Börsentages stand beim deutschen Aktienindex DAX ein Minus von 3,2 Prozent. FDP Parteichef Philip Rösler bezieht im Bemühen um mehr Image diese „Leistung“ auf sich: Nur er habe mit Blick auf Griechenland endlich Klartext geredet. Ein Austritt Griechenlands habe für ihn den Schrecken verloren. Die Finanzmärkte in Deutschland und der Welt haben dem ersten Liberalen im Land gezeigt, dass sie noch einige Schrecken für Deutschland parat halten.

Die US-Ratingagentur Moody’s meldete, die Kreditwürdigkeit Deutschland mit einem „negativen Ausblick“ zu versehen. Im Klartext: Die Bestnote des „AAA“ für Staatspapiere der Bundesrepublik ist in Gefahr. Es droht die Herabstufung.

Als Gründe für die Überprüfung des deutschen Ratings gab Moody’s einen möglichen Ausstieg Griechenlands aus der Eurozone und dessen voraussichtliche Auswirkungen auf die ebenfalls stark verschuldeten Länder Spanien und Italien an. Ebenfalls sei der deutsche Bankensektor sehr anfällig, sollte sich die Schuldenkrise in Europa verschärfen, schreiben die Ratinganalysten. Die deutschen Banken seien stark in Spanien und Italien engagiert, was das Risiko zusätzlich vergrößere. Das Rating für die deutsche Bad Bank FMS Wertmanagement wurde ebenfalls von stabil auf negativ gesenkt. Das Aaa-Rating der Anstalt wurde jedoch bestätigt.

Natürlich konnte die so gescholtene Bundesrepublik dieses Urteil der Rater nicht auf sich sitzen lassen. Die Replik kam vom Bundesfinanzministerium. Mit der Einstufung der Aussichten des deutschen Spitzenratings als negativ habe Moody’s vor allem die kurzfristigen Risiken in den Vordergrund gestellt, langfristige Stabilisierungsaussichten dagegen seien unerwähnt geblieben. Anders gesagt: Nach Ansicht des Bundesfinanzministeriums sind die Analysten von Moody’s schlicht und einfach kurzsichtig. Besser machten es die Vertreter von Standard & Poor’s (S&P). Die versahen die deutsche Kreditwürdigkeit mit einem „stabilen“ Ausblick. Auch S&P hatte Deutschlands Topbonität zwischenzeitlich auf den Prüfstand gestellt, die Note letztlich aber nicht angetastet.

Gerade S&P ist bekannt dafür, weiter zu denken. So habe die Ratingagentur bereits 2007 ein Szenario entworfen, wie es auf der Welt weitergeht, wenn die Staaten ihre ständig steigende Verschuldung nicht in den Griff kriegen würden. Ohne eine einschneidende Umkehr besäßen 2040 nur noch Kanada, Dänemark und Österreich ein Rating im Investment-Grade-Bereich.

Aber daran will derzeit niemand denken. Kurzfristiges Denken beherrscht die Agenda von Politik und Spekulanten in Sachen Schuldenkrise. Mit einem Staatsbankrott Griechenlands wird im September gerechnet, sollte die Troika aus IWF, EZB und EU zu dem Schluss kommen, dass die Hellenen ihren vertraglichen Verpflichtungen in Sachen Sparauflagen und Reformen nicht nachgekommen seien. Diese Rechnung macht auch Starspekulant George Soros auf, der der Eurozone noch zwei bis drei Monate des Überlebens gibt.

SJB FondsSkyline. Fazit. Warum droht Moody’s Deutschland mit dem Verlust des „AAA“? Die politischen Entscheidungsträger in der Eurozone bekommen in diesem Sommer keine Atempause. Dabei scheinen die schlechten Nachrichten, die zum Handeln zwingen, dieses Mal nicht von den Märkten diktiert, sondern selbst produziert zu sein. So erleben FondsInvestoren, Sparer und Wähler unter brütend heißer Sonne ein Lehrstück in politischer Kommunikation. Mit einer Mischung aus „Wir haben es doch schon immer gesagt“ und „Hinterher ist man immer schlauer“ versuchen Europas Spitzenpolitiker die Deutungshoheit über die Nachrichtenagenturen und Stammtische wieder zu bekommen. Im Endeffekt sorgt diese Strategie für eine Flucht der Anleger und FondsInvestoren aus Europa in die USA. Zum Beispiel in den Threadneedle (Lux) American Fund (WKN 974980, ISIN LU0061475181), den The Alger American Asset Growth Fund (WKN 986333, ISIN LU0070176184) oder den Pioneer Funds – U.S. Fundamental Growth (WKN A0Q602, ISIN LU0353248106). Alle drei Investmentfonds haben ihr Domizil in Luxemburg.

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