SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Gibt es Kritik an der Geldpolitik der US-Notenbank Fed?

27. September 2012 von um 14:16 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline 1989 e.K..Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Gibt es Kritik an der Geldpolitik der US-Notenbank Fed? „Die amerikanische Notenbank Fed mit ihrem Präsidenten Ben Bernanke hat ein neues Quantitative Easing Programm (QE3) aufgelegt und damit eine weitere Phase der Niedrigzinspolitik in den USA eingeläutet“ berichtet Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der Fortlaufende Nachrichten zur Schulden und Staatskrise.SJB FondsSkyline 1989 e.K. aus Neuss-Korschenbroich, im aktuellen StandPunkt. „Die Finanzmärkte sind hocherfreut ob der neuen Liquiditätsschwemme, doch aus den eigenen Reihen der US-Notenbank melden sich die ersten Kritiker. Alle wichtigen Details dazu gibt es hier.“

Liebe FondsBlogger, der geldpolitische Ausschuss der US-Notenbank Fed (FOMC) hat jüngst beschlossen, ein drittes Programm zum Aufkauf von Staatsanleihen und hypothekenbesicherten Papieren (MBS) aufzulegen, das die Zinsen am US-Kapitalmarkt weiter auf einem Niedrigstniveau halten soll. Zugleich wurde bekannt gegeben, dass der auf ein Rekordtief von 0,00 bis 0,25 Prozent abgesenkte Leitzins noch bis Mitte 2015 auf diesem Niveau verharren wird. Die Mehrheit der Fed-Mitglieder sieht darin eine geeignete Maßnahme, um die Arbeitslosigkeit zu senken, die in den USA weiterhin über der Acht-Prozent-Marke liegt.

Doch es gibt auch erste Kritiker aus den Reihen der Fed an dieser ultralockeren Geldpolitik, die über einen derart langen Zeitraum in den USA historisch ohne Vorbild ist. US-Notenbanker Charles Plosser, selbst Mitglied des FOMC, hat sich ausdrücklich von der Geldpolitik von Fed-Chef Ben Bernanke distanziert und die neuerlichen Gelddruckaktionen der USA als „zu risikoreich“ kritisiert. Mit deutlichen Worten verurteilte Plosser die jüngsten liquiditätsstiftenden Maßnahmen der Fed.

„Wenn die Konjunktur nicht besser wird, wie lange wollen wir das Zeug dann kaufen?“ meldete Plosser bei einer Rede in der Fed-Niederlassung in Philadelphia seine Zweifel an der fortgesetzten Gelddruckpolitik der US-Notenbank an. Die Fed riskiere ihren Ruf und den Glauben der Märkte an ihre Einflussmöglichkeiten in so einer Situation, so Plosser weiter. Gemessen an den eher mageren positiven Effekten der Maßnahmen für die Konjunktur sei dies ein zu großes Risiko. Die Fed riskiere ihre „hart erkämpfte Reputation“, wenn sie ihre eigentlich als Nothilfen gedachten Maßnahmen nun über Jahre ausdehne, gab er zu bedenken.

Plosser bezweifelt, dass die neuerlichen Maßnahmen eine wirkliche Stütze der US-Ökonomie sein können. „Wir werden wohl kaum positive Effekte für Wachstum und Beschäftigung sehen“, prognostizierte er. Stattdessen lade sich die Fed hohe Risiken für den Zeitpunkt auf, an dem sie ihre Anleihenbestände, die mittlerweile auf rund drei Billionen Dollar angewachsen sind, wieder abbauen müsse. Plossers Kritik an die Adresse von Bernanke: Die Fed könnte gezwungen sein, Verluste beim Verkauf der Papiere zu realisieren. „Dies könnte die Fed über Jahre daran hindern, Gewinne an die US-Regierung auszuschütten“, betonte Plosser. Noch im vergangenen Jahr hatte sie einen Rekordgewinn von rund 80 Milliarden Dollar verzeichnet und fast komplett an den US-Fiskus überwiesen.

SJB FondsSkyline. Fazit. Gibt es Kritik an der Geldpolitik der US-Notenbank Fed? Die Mahnungen von Charles Plosser sind berechtigt und sehr ernst zu nehmen. Denn die Fed führt bereits seit mehreren Jahren Anleihenkäufe im großen Stil durch und hält den Leitzins auf einem ultraniedrigen Niveau. Die US-Wirtschaft wie auch die Finanzmärkte werden immer stärker von dieser Liquiditätsschwemme abhängig, die eigentlich als vorübergehende, kurzfristige Notmaßnahme gedacht war. Was aber soll passieren, wenn dieser geldpolitische Stimulus wieder einmal den Märkten entzogen werden muss? Dies könnte für die US-Konjunktur, aber auch für die dortigen Banken und Finanzinstitute ein ganz böses Erwachen geben.

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