SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Kann der Goldpreis seine Aufwärtstendenz fortsetzen?

04. Mai 2016 von um 14:30 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline 1989 e.K..Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

individualitaet SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Kann der Goldpreis seine Aufwärtstendenz fortsetzen? „In dieser Woche hat der Goldpreis zum ersten Mal im laufenden Jahr die Kursmarke von 1.300 US-Dollar übersprungen und damit seinen Ausbruch aus dem langfristigen Abwärtstrend bestätigt. Kursfördernd für das gelbe Edelmetall haben sich ein schwächerer US-Dollar sowie die sinkende Erwartung an künftige US-Zinsanhebungen ausgewirkt“, fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline 1989 e.K. aus Neuss-Korschenbroich, die jüngsten Geschehnisse rund um den Goldpreis zusammen. „Kann das gelbe Edelmetall seinen Kursausbruch auf der Oberseite bestätigen und neue Jahreshochs in Angriff nehmen, oder ist das Aufwärtspotenzial von Gold erst einmal ausgereizt?“ Wichtige Hintergrundinformationen zu dieser spannenden Frage finden sich hier!

Liebe FondsBlogger, gar nicht so lange ist es her, da wurde dem Goldpreis ein Absturz noch unter die 1.000-US-Dollar-Marke prophezeit. Doch die Crashpropheten bei Gold wurden eines besseren belehrt, gerade erst hat die Notierung des gelben Edelmetalls ein neues Jahreshoch von 1.303,80 USD verzeichnet. Das fehlende Vertrauen der Investoren in den US-Dollar und die Zweifel an der Fortsetzung der US-Zinswende haben zu einem Wendepunkt in der Kursentwicklung geführt. Geht der Anstieg nun weiter, oder fällt der Goldpreis unter die psychologisch wichtige Kursschwelle von 1.300 USD zurück?

Für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends bei Gold, der das gelbe Edelmetall auf den höchsten Stand seit fünfzehn Monaten katapultierte, spricht der neue Höhenflug des Euro. Angesichts der Tatsache, dass die bereits antizipierten US-Zinsanhebungen aus dem Kurs des Greenback ausgepreist werden, hat der Kurs von EUR/USD die 1,16er-Marke übersprungen. Die gegenläufige Kursentwicklung von Gold und US-Dollar hat damit wieder eine Bestätigung erhalten, der nächste Widerstand für das gelbe Edelmetall liegt nun bei 1.306,50 US-Dollar. Goldhändler wie Heraeus berichten von einer weiter guten Marktstimmung für Gold und schließen weitere Kursgewinne nicht aus. Der freundliche Ausblick gilt ungeachtet der Tatsache, dass auf dem inzwischen erreichten Niveau Rückschläge durch Gewinnmitnahmen auftreten können.

Doch an dem übergeordnet positiven Kursausblick für das gelbe Edelmetall ändert diese Einschätzung nichts. Gegen den US-Dollar und zugleich für Gold spricht die Tatsache, dass sich das Wirtschaftswachstum in den USA zuletzt verlangsamt hat. In der auf ein Jahr hochgerechneten Rate ist das US-Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal lediglich um 0,5 Prozent gewachsen. Im Vorquartal hatte das das BIP-Plus noch bei 1,4 Prozent gelegen. Thorsten Polleit, Chefökonom des Degussa Goldhandels, sieht auch aus anderen Gründen eine zunehmende Attraktivität von Gold: Polleit nennt das Umfeld, in dem die Probleme eines ungedeckten Papiergeldsystems immer deutlicher würden, und die fehlende Hoffnung auf sich wieder normalisierende Zinsen. Dabei hat der Goldpreis mit 1.300 US-Dollar je Feinunze bereits das Jahresziel von Degussa erreicht. Steigende Notierungen erwarten die Edelmetall-Experten bis zum ersten Quartal 2017, wo sie den Goldpreis schon bei 1.370 US-Dollar sehen.

Etwas skeptischer zeigt sich die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Ihren Analysen zufolge sei es noch „völlig offen“, wie nachhaltig die jüngste Bewegung der Edelmetallpreise sei. Die von langfristig orientierten Anlegern favorisierten Gold-ETCs zögen aktuell kaum Kaufinteresse auf sich, der Preisanstieg von Gold, dem auch Silber und Platin gefolgt seien, sei vor allem spekulativ bedingt.

SJB FondsSkyline. Fazit. Kann der Goldpreis seine Aufwärtstendenz fortsetzen? Auch wenn ich von einer zwischenzeitlichen Korrektur innerhalb des neu gestarteten Aufwärtstrends bei Gold ausgehe, sehe ich längerfristig deutlich höhere Kurse. Eine Vielzahl von Faktoren trägt dazu bei, dass das gelbe Edelmetall seine Kursavancen fortsetzen und mittelfristig wieder in Richtung der 1.500-USD-Marke laufen sollte: Die sinkenden Erwartungen bezüglich weiterer US-Zinsanhebungen in diesem Jahr, ein schwaches US-Wirtschaftswachstum, die anhaltende Abwertung des US-Dollar an den Devisenmärkten sowie negative Anleiherenditen. In einem Umfeld, wo mit Zinspapieren guter Qualität keine positiven Erträge zu erzielen sind und auch die internationalen Aktienmärkte nach einer über sechsjährigen Hausse kaum Kursfantasie aufweisen, sind Investments in den „sicheren Hafen“ Gold, das als Sachwert wie auch als Krisenanlage gefragt ist, erfolgversprechend. Das antizyklische Aufholpotenzial des Edelmetalls bleibt immens, nachdem es zu Beginn des Jahres nach oben ausgebrochen ist und sich der Preisanstieg zuletzt noch beschleunigt hat. Während zuerst spekulativ eingestellte Finanzanleger den Goldpreis nach oben getrieben haben, erwarte ich nun in einer zweiten Anlagewelle die Käufe institutioneller Investoren sowie von Anlegern, die physische Bestände bei dem Edelmetall aufbauen wollen. Nicht umsonst erfreuen sich Goldmünzen zurzeit großer Beliebtheit: Im April 2016 wurden von der US-Münzprägeanstalt dreieinhalb Mal so viele Goldmünzen wie im Vorjahr verkauft.

Fragen Sie nach! Rufen Sie an. Ihr persönlicher SJB FondsBerater sagt Ihnen, wie Sie Ihr Depot am besten gegenüber neuen Marktturbulenzen absichern und sich für neue antizyklische Einstiegschancen positionieren. Sie erreichen uns unter der Rufnummer +49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

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