SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Wie ist der aktuelle ifo Index einzuschätzen?

24. September 2012 von um 14:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline 1989 e.K..Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Wie ist der aktuelle ifo Index einzuschätzen? „Die Stimmung an den Börsen ist im Umfeld der Liquiditätsmaßnahmen von EZB und Fed weiter gut, doch kommt dieser Stimmungsumschwung auch bei den deutschen Unternehmen an?“ fragt Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline 1989 e.K. aus Neuss-Korschenbroich, im aktuellen StandPunkt. „Offensichtlich nicht, denn der deutsche Ifo-Index, eines der wichtigsten Konjunkturbarometer, ist im September zum fünften Mal in Folge gefallen. Alle wichtigen Details dazu gibt es hier.“

Liebe FondsBlogger, die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im September den fünften Monat in Folge eingetrübt. Für viele Analysten überraschend fiel der ifo Geschäftsklimaindex um 0,9 auf 101,4 Punkte, anstatt sich endlich zu stabilisieren. Die Umfrage unter 7.000 deutschen Unternehmen förderte damit den schlechtesten Wert seit Februar 2010 zutage. Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn sprach davon, dass die bremsenden Einflüsse auf die Konjunktur weiterhin dominieren würden. Viele Ökonomen zeigten sich von den Zahlen enttäuscht, hatten sie doch im Konsens mit einem Anstieg auf 102,5 Zähler gerechnet.

Ist damit für die deutsche Wirtschaft schwarz zu sehen? So einfach ist die Sache glücklicherweise nicht, denn die Signale für die deutsche Konjunktur sind durchaus widersprüchlich. In der Vorwoche hatte der ZEW-Index zulegen können, auch der Einkaufsmanagerindex für die deutsche Industrie war deutlich gestiegen. Auch die deutsche Bundesbank verbreitete Optimismus und wies in ihrem jüngsten Monatsbericht alle Erwartungen einer Rezession von sich: Die robuste Industrieproduktion und der anhaltende Bauboom würden vielmehr dafür sprechen, dass die Konjunktur in Deutschland ihren „aufwärtsgerichteten Kurs fortsetzt“, heißt es dort.

Dass die gute Stimmung an den Finanzmärkten offenbar noch nicht zu den Unternehmen vorgedrungen ist, zeigt hingegen der aktuelle ifo Index. Die befragten Manager deutscher Firmen schätzten dort sowohl die Aussichten für die kommenden sechs Monate als auch die aktuelle Lage schlechter als im Vormonat ein. Der Subindex für die Geschäftserwartungen fiel um 1,0 auf 93,2 Zähler, während der Index für die aktuelle Lage um 0,8 auf 110,3 Punkte nachgab. Andreas Scheuerle von der DekaBank kommentierte, dass die Notenbankaktionen offensichtlich nur die Stimmungslage der Finanzmarktanalysten beeinflusst hätten. Die schwache Auftragslage würde die Unternehmen stärker beeindrucken als die Aktionen der Notenbanken, so der Marktexperte weiter. Scheuerles Resümee: Die Geschäftserwartungen würden auf eine schrumpfende Wirtschaftsleistung hindeuten.

Berücksichtigen muss man bei der Interpretation des ifo Index aber in jedem Fall die sehr unterschiedliche Lage der einzelnen Branchen. So kühlte sich das Geschäftsklima in der exportabhängigen Industrie besonders deutlich ab, der negative Trend vom Vormonat setzte sich hier fort. Im stärker auf den Binnenmarkt fokussierten Groß- und Einzelhandel hellte sich die Stimmung hingegen genau wie im Dienstleistungssektor auf.

SJB FondsSkyline. Fazit. Wie ist der aktuelle ifo Index einzuschätzen? Trotz nicht ganz einheitlicher Signale zeigt der ifo Index für September vor allem eins: Deutschland muss sich wegen der Rezession in der Euro-Zone und der schwächelnden Weltwirtschaft auf eine Konjunkturabkühlung einstellen. Ob es wirklich zu einer Rezession kommen wird, ist hingegen noch offen. Die OECD prognostiziert bereits für das zweite Halbjahr 2012 eine leichte Rezession in Deutschland, die Bundesbank zeigt sich hier optimistischer. Nicht wegzuleugnen ist eine abnehmende Wachstumsdynamik in Deutschland: War das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal noch um 0,5 Prozent gewachsen, blieb im zweiten Vierteljahr nur noch ein Plus von 0,3 Prozent.

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