SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Wie will Großbritannien seine Wirtschaft ankurbeln?

06. September 2012 von um 14:15 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline 1989 e.K..Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Wie will Großbritannien seine Wirtschaft ankurbeln? „Der britische Premierminister David Cameron hat das Ankurbeln der Wirtschaft zur Chefsache gemacht und es zur obersten Priorität aller seiner Ministerien bestimmt“, erklärt Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline 1989 e.K. aus Neuss-Korschenbroich, im aktuellen StandPunkt. „Alle seine Minister sollen in Zukunft auf ein einziges Ziel hinarbeiten: Wirtschaftswachstum. Zuvor hatte Cameron erstmals seit seinem Regierungsantritt das Kabinett umgebildet.“

Liebe FondsBlogger, Großbritanniens Premier David Cameron stellt die ökonomische Entwicklung des Landes über alles: „Ich will, dass es in jeder Abteilung um die Wirtschaft geht“, betonte er am Mittwoch in der ersten Parlamentssitzung nach Ende der Sommerpause. Dazu hat er für jedes einzelne Ministerium eine Aufgabenstellung parat: Das Verkehrsministerium solle Straßen bauen, das Kulturministerium für ein schnelleres Internet sorgen und das Agrarministerium dafür sorgen, dass britische Lebensmittel stärker nachgefragt werden.

Durch Camerons Kabinettsumbildung rückt seine Regierung etwas weiter nach rechts. Die Rezession in Großbritannien hatte zuletzt die Kritik an seinen Ministerien wachsen lassen. Camerons neues Team ist nun fest entschlossen, Großbritannien aus der Rezession und hin zu neuem Wirtschaftswachstum zu führen. In diesem Zusammenhang hat der Premier einen eigenen Ausschuss für Wirtschaftswachstum geschaffen, der sich unter anderem um Bürokratieabbau und die Förderung von Bauprojekten kümmern soll. Den besonders bei der britischen Opposition höchst unpopulären Schatzkanzler David Osborne hatte Cameron hingegen in seinem Kabinett belassen. Osborne hat mit seiner harten Sparpolitik den Zorn vieler Briten auf sich gezogen. Hier gab es Steuersenkungen für Wohlhabende, während Rentnern und älteren Menschen höhere Abgaben aufgebrummt wurden. Dies brachte Camerons Regierung die Kritik ein, in der Wirtschaftskrise die Probleme der sozial Schwachen zu ignorieren.

Der bislang nicht gestoppte Abwärtstrend der britischen Wirtschaft kostete Camerons konservative Regierung viel Popularität. Trotzdem hält der Premier an seinem strengen Sparkurs und Schatzkanzler Osborne fest. Medien berichten, Cameron hätte bei einer Entlassung Osbornes eine negative Reaktion an den Finanzmärkten gefürchtet. Dort überwiegt nun die Bewertung der Regierungsumbildung als rein politischer Schachzug. Denn eine wirkliche Wende in der Haushalts- und Finanzpolitik fand nicht statt. Die besorgniserregende Konjunkturentwicklung veranlasste Cameron jedoch dazu, sein Wirtschaftsteam personell zu verstärken. Eine Schlüsselrolle ist dabei dem bisherigen Justizminister Ken Clarke zugedacht, der sich als Staatssekretär ohne besonderen Aufgabenbereich vor allem um Wirtschaftsfragen kümmern soll. Der 72-jährige Clarke war früher selbst einmal Finanzminister.

SJB FondsSkyline. Fazit. Wie will Großbritannien seine Wirtschaft ankurbeln?

Wirklich überzeugende Maßnahmen, um die britische Wirtschaft aus der bereits über drei Quartale andauernden Rezession herauszuführen, hat Premier David Cameron nicht vorgelegt. Die Umbildung seines Kabinetts signalisiert zwar Aktivität, grundlegende Änderungen in der Politik bleiben jedoch aus. Damit ist klar: Den Widerspruch, einerseits einen strengen Sparkurs zu fahren und andererseits die konjunkturelle Entwicklung ankurbeln zu wollen, kann Cameron auch mit seinem neuen Kabinett nicht auflösen. Die Ankündigung, alles solle sich künftig dem Erzielen von Wirtschaftswachstum unterordnen, verkommt in diesem Zusammenhang zur Phrasendrescherei. Wahrscheinlicher ist vielmehr, dass die Abwärtsbewegung der britischen Ökonomie noch ein bis zwei Quartale weitergehen wird, bevor es endlich zu einer Stabilisierung kommt.

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