SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Soll man Griechenland Zahlungsaufschub gewähren?

17. September 2012 von um 14:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline 1989 e.K..Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Soll man Griechenland Zahlungsaufschub gewähren? „Nachdem die Bemühungen von Griechenland gescheitert sind, im Zuge seiner Sparbemühungen eine Erhöhung der Hilfszahlungen des Euro-Rettungsfonds zu erhalten, sind nun zumindest die Diskussionen um einen möglichen Zahlungsaufschub wieder aufgeflammt, berichtet Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline 1989 e.K. aus Neuss-Korschenbroich, im aktuellen StandPunkt. „Wie realistisch ist die Einschätzung, Griechenland werde zumindest mehr Zeit zur Rückzahlung seiner Schulden erhalten? Details gibt es hier.“

Liebe FondsBlogger, Österreichs Finanzministerin Maria Fekter deutete in einem Zeitungsinterview an, das weiter vom Staatsbankrott bedrohte Griechenland könne darauf hoffen, mehr Zeit für die Rückzahlung seiner Schulden an die internationalen Geldgeber zu bekommen. Höhere Hilfszahlungen und eine Aufstockung der bewilligten Gelder sind zwar außerhalb der Diskussion, einen Zahlungsaufschub für das schulden- und rezessionsgeplagte Land könnte es aber durchaus geben. Fekter betonte in diesem Zusammenhang, erst einmal den Troika-Bericht abwarten zu wollen, sich danach aber für einen „kostenneutralen Aufschub“ bei den Rückzahlungsverpflichtungen einzusetzen.

Details über den Kostenrahmen dieser Planungen waren von Fekter hingegen nicht zu erhalten. Griechenland ist derzeit ohnehin in der Bredouille, da die Freigabe der nächsten Kredittranche in Höhe von 31 Milliarden Dollar durch die EU-Kommission, die Europäische Zentralbank (EZB) und den Internationalen Währungsfonds (IWF) ins Stocken geraten ist. Die Kreditgeber der Troika bestehen darauf, dass Athen im Staatshaushalt in den nächsten beiden Jahren noch einmal über 11,5 Milliarden Euro einspart.

Aktuell überprüfen die Gläubiger aus IWF, EZB und EU-Kommission bei ihrem Besuch in Athen die Spar- und Reformschritte des Landes. Der griechische Finanzminister Yiannis Stournaras ließ in diesem Kontext verlauten, die Prüfer würden ihren Bericht in der zweiten Oktoberhälfte vorlegen. Wie dessen Einschätzung ausfällt, ist für Griechenland ein existenzielles Problem: Ohne Zahlungen der Troika der internationalen Geldgeber ist Hellas unmittelbar vom Staatsbankrott bedroht.

Zuletzt war durchgesickert, dass es Griechenland wohl doch nicht möglich sei, wie erhofft bis 2020 seine Schuldentragfähigkeit wiederherzustellen. So berichtete das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Informationen aus Kreisen der Troika, der Plan, die griechische Staatsverschuldung bis zu diesem Datum auf 120,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) zu drücken, sei kaum noch zu realisieren. Zudem werde Griechenland nicht wie geplant bis 2014 einen jährlichen Primärüberschuss von 4,5 Prozent des BIP ausweisen können. Als frühest möglicher Termin wurde vielmehr 2016 genannt.

SJB FondsSkyline. Fazit. Soll man Griechenland Zahlungsaufschub gewähren? Betrachtet man diese Zahlen, so scheint eine zeitliche Streckung bei der Rückzahlung der griechischen Schulden unvermeidlich. Wenn dieser Zahlungsaufschub tatsächlich ausreicht, dem Land wieder auf die Beine zu helfen und einen wirtschaftlichen Aufschwung einzuleiten, so sollte dieser gewährt werden. Denn auch Portugal gegenüber zeigte sich die Troika zuletzt kompromissbereit. Andererseits sollte genau so klar sein: Eine erneute Aufstockung der Hilfszahlungen kann und darf es nicht geben. Hier ist endgültig das Ende der Fahnenstange und auch der finanziellen Belastbarkeit der Hilfsgeber erreicht. Sollte Griechenland wieder nur mit neuen Hilfsgeldern überleben können, so wäre es besser, endlich einen klaren Schlussstrich zu ziehen und den Staatsbankrott zu erklären.

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