SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Wohin führt die Flucht in den Schweizer Franken?

09. Juli 2012 von um 09:30 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline 1989 e.K..Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Wohin führt die Flucht in den Schweizer Franken? „Die IWF-Chefin hat sich einen Tag Zeit gelassen“, definiert Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline 1989 e.K. aus Neuss-Korschenbroich, im aktuellen StandPunkt, „um die neuen Informationen aus Notenbanken und Industrie zu interpretieren. Ihre Werbung. Hier?Die Analyse von Christine Lagarde ist unmissverständlich: ,In den vergangenen Monaten hat sich der Ausblick für Europa, die USA und große Schwellenländer verschlechtert‘, sagte Lagarde. ,Die IWF-Prognosen werden wahrscheinlich gesenkt.‘ Für ängstliche Investoren ist das ein erneuter Impuls zur Flucht in den Franken.“

Liebe FondsBlogger, die Angst vor dem Euro-Crash treibt Investoren in die Schweiz. Auf dem Schweizer Immobilienmarkt registrieren die Händler Panikkäufe. Ausländer bieten für Büro-Immobilien astronomische Summen, selbst wenn sie keine Renditen abwerfen. „“Ein Kaufinteressent aus der Schweiz steigt in der AAA-Kategorie in der Regel bei einer Mindestrendite von 3,5 Prozent aus“, erklärt ein Schweizer Makler. „Die Family Offices gehen massiv unter diese Marke und nehmen beinahe eine Null-Rendite in Kauf, nur um eine Top-Geschäftsliegenschaft in der Schweiz zu erstehen.“ Der Erhalt der Kapitalanlage durch Sachwerte hat für diese Investoren absolute Priorität. Das Motto lautet: Reagieren Sie, bevor der plötzliche Tod eintritt – des Euro, nicht des Investors.

Die Flucht in den Schweizer Franken bringt die Schweizer zunehmend in Schwierigkeiten. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat auch im Juni massiv gegen eine Aufwertung des begehrten Franken interveniert. Durch Devisenkäufe sind die Schweizer Währungsreserven allein im Juni um 59,7 Milliarden Franken gestiegen. Im Mai waren es sogar 68,4 Milliarden Franken. Die Währungsreserven der SNB dürfte im Juni die Marke von 365 Milliarden Franken weit überschritten haben. Das entspricht rund 62 Prozent des Bruttoinlandprodukts. Eine weitere Aufwertung des nach SNB-Urteil bereits deutlich überbewerteten Frankens würde die Schweizer Exporte in die Euro-Zone verteuern. Die Schweizer müssten mit einer Rezession und noch mehr Druck auf die Preise rechnen. Beides könnte zu einem Problem mit der Deflation führen. Wenn die Euro-Zone auseinanderbrechen und eine noch intensivere Flucht in den Schweizer Franken einsetzen würde, schließt die SNB Kapitalverkehrskontrollen oder Negativzinsen auf Guthaben von Ausländern nicht aus.

Die SNB legt ihre Devisen zu einem großen Teil in ausländischen Staatsanleihen an. Rund die Hälfte hält sie in Euro, gut ein Viertel entfällt auf den US-Dollar und der Rest verteilt sich auf Yen, Pfund und andere Währungen, zu denen sei kurzem auch der südkoreanische Won zählt. Auf den Leserbriefseiten für FondsInvestoren, Privatanleger und Sparer in der Neuen Zürcher Zeitung wird erbittert debattiert. „Ein absoluter Wahnsinn“, schreibt Beat. „Ende des Jahres werden wir 100 Prozent des Bruttoinlandprodukts überschreiten! Würde dieses Geld in die Wirtschaft fliessen, könnten alle Schweizer ein Jahr Ferien machen.“ Paul: „Ein extrem hohes Risiko für die Schweiz! Nicht auszudenken, was bei einer durchaus möglichen Währungsreform geschehen könnte: Verluste von 100-300 Milliarden! Daher muss die SNB diese Papierschnitzel (Staatsanleihen in Euros und USD u.a.m.) sofort in reale Werte wie Gold oder Anteile an erstklassigen Firmen umgetauscht werden.“

SJB FondsSkyline. Fazit. Wohin führt die Flucht in den Schweizer Franken?

Die Reaktionen zeigen: Die FondsInvestoren, Privatanleger und Sparer decken die gesamte Bandbreite zwischen Laissez-faire und Panik ab. Sachlich lässt sich feststellen, dass die Aktienmärkte eine schmerzhafte Korrektur hinter sich haben und die Anleihenmärkte auf ein Rekordtief gefallen sind (10-jährige US-Anleihen: 1,45 Prozent). Sinkende Anleihenrenditen und schwach bewertete Aktien sprechen eher für die Aktienmärkte. Die Basisszenarien – Erholung oder Abwärtsbewegung – mahnen Investoren zur Flexibilität. Beispiele für Fonds mit antizyklischem Aufwärtspotenzial sind der der Threadneedle (Lux) American Fund (WKN 974980, ISIN LU0061475181), The Alger American Asset Growth Fund (WKN 986333, ISIN LU0070176184) und der Pioneer Funds – U.S. Fundamental Growth (WKN A0Q602, ISIN LU0353248106). Alle drei Investmentfonds haben ihr Domizil in Luxemburg.

Fragen Sie nach! Rufen Sie an.  Ihr persönlicher SJB FondsBerater schätzt den Schweizer Franken. Aber nicht die Flucht. Sie erreichen uns unter der Rufnummer +49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

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