SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Ist die Energiewende am Ende?

29. August 2012 von um 15:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline 1989 e.K..Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Ist die Energiewende am Ende? „Bundesumweltminister Peter Altmaier hat es nicht eilig“, erklärt Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline 1989 e.K. aus Neuss-Korschenbroich, im aktuellen StandPunkt. „Der Nachfolger von Norbert Röttgen will das Tempo des Ökostromausbaus drosseln. ,Wenn wir das jetzige Tempo beibehalten‘, sagt Altmaier, ,hätten wir schon bald einen Stromüberfluss, der abgeregelt werden müsste.‘ Der Energiewirtschaft geht das nicht weit genug. Sie will das Ende der Energiewende.“

Liebe FondsBlogger, für die allermeisten FondsInvestoren, Privatanleger und Sparer kommt der Strom aus der Steckdose. Wie er jedoch hinein kommt und vor allem, zu welchen Kosten, ist ein politisches Streitobjekt erster Güte. Als die Regierung Merkel 2011 nach Fukushima Ernst macht mit der Energiewende, erklärten auch viele FondsManager, Deutschland setze sich an die Spitze eines globalen Megatrends – den Ausbau regenerativer Energien. Das Problem heute sind die rasant steigenden Strompreise, die vor allem durch den raschen Ausbau der erneuerbaren Energien in die Höhe getrieben wurden.

Ökostrom wird in Deutschland stark gefördert – durch die sogenannte EEG-Umlage. Betreiber von Wind-, Solar- und Biogasanlagen bekommen einen Fixpreis für den von ihnen produzierten Strom garantiert – über einen Zeitraum von vielen Jahren hinweg. Der Fixpreis liegt deutlich über dem tatsächlichen Preis, zu dem Strom verkauft wird. Die Differenz zahlen die Verbraucher über ihre Stromrechnung. Mit der absehbaren Steigerung der EEG-Umlage von 3,5 auf über 5 Cent pro Kilowattstunde 2013 wird sich die jährliche Belastung eines durchschnittlichen Haushalts seit 2003 auf 175 Euro mehr als verzehnfacht haben.

Die Regierung hatte sich vorgenommen, bis 2020 insgesamt 35 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien zu erzeugen. Momentan liegt der Anteil mit 25 Prozent allerdings deutlich über Plan.Teile der Industrie fordern bereits eine Abschaffung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), das den Ökostromausbau mit garantierten Vergütungen fördert. Ihr Argument: Statt viele kleine Anbieter überteuert zu fördern sei es besser, die großen Energieversorger zu verpflichten, einen festgelegten Anteil aus Erneuerbaren Energien zu liefern. Versorger die ihre Quote übererfüllen, könnten ihre überschüssigen „Grünstromzertifikate“ an Versorger weiterverkaufen, die ihre Ziele nicht erreichen.

In den kommenden acht Jahren bis zum Zieljahr 2020 kämen Mehrkosten von weiteren 59 Milliarden Euro für die Subventionierung von Ökostrom  auf die Verbraucher zu. Durch das vorgeschlagene Wettbewerbsmodell Erneuerbare Energie (WEE) würden lediglich Kosten von 6,8 Milliarden Euro anfallen. Grund: Die Energieversorger würden sich bei der Ökostrom-Produktion an der Nachfrage orientieren im und im Interesse der Investoren die jeweils günstigste Technologie an den jeweils am besten geeigneten Standorten einzusetzen. Das bedeutet im Wesentlichen: Offshore-Windparks im Meer. Doch dieser Strom muss – anders als bei dezentralen Lösungen – über weite Strecken in den Süden transportiert werden.

SJB FondsSkyline. Fazit. Ist die Energiewende am Ende? Die eine Lösung gibt es in der Energiewende nicht. Die großen Energieversorger haben ökologische Investitionen auf die lange Bank geschoben, die kleinen können nicht damit rechnen, dass die Verbraucher ihnen die Fotovoltaik-Anlagen bezahlen. Ein Anfang wäre, über eine solide Finanzierung nachzudenken. Der Ende 2010 eingerichtete Energie- und Klimafonds der Bundeskanzlerin hat nämlich auf ganzer Linie versagt. Sowohl die Einnahmen als auch Ausgaben blieben erheblich hinter den Planungen zurück. Der Fonds hat nur ein Viertel der geplanten 300 Millionen Euro eingenommen und davon nur 46,6 Millionen Euro verteilt. Auch 2012 rechnet die Bundesregierung mit einer leeren Klimakasse: Die Einnahmen aus dem Emissionshandel, die den Fonds künftig speisen sollen, fielen erheblich geringer aus als gedacht, da die Kohlendioxid-Zertifikate derzeit statt der kalkulierten 17 Euro nur 7,50 Euro wert seien. Das Finanzministerium erwägt nun, dem Fonds mit einem Darlehen aus dem Bundeshaushalt mehr Geld zu verschaffen. Auch hier: Wursteln auf Steuerkosten statt klare Konzepte. Es bleibt gerade viel liegen zu Hause. Wo es dynamischer zugeht? In Italien! Zum Beispiel mit diesen Fonds: Fidelity Funds – Italy Fund (WKN 973262, ISIN LU0048584766), AXA WF – Framlington Italy (WKN 988185, ISIN LU0087656426) und Schroder ISF Italian Equity (WKN 933393, ISIN LU0106238719). Alle drei Fonds sind domiziliert in Luxemburg.

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