SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Warum machen die Banken ihr Testament?

05. Juli 2012 von um 09:30 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline 1989 e.K..Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Warum machen die Banken ihr Testament? „Am Unabhängigkeitstag erklären die USA ihre Unabhängigkeit von den Banken“, analysiert Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline 1989 e.K. aus Neuss-Korschenbroich, im aktuellen StandPunkt. Ihre Werbung. Hier?„Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) und der US-Einlagensicherungsfonds (FDIC) hatten 125 Banken aufgefordert, ihre Testamente (Living Wills) zu machen. Darin sollen die Banken darlegen, wie sie im Fall ihres Versagens schnell und verträglich abgewickelt werden können. Den Anfang machen neun Großbanken.“

Liebe FondsBlogger, am Unabhängigkeitstag veröffentlichten Fed und die US-Einlagensicherung FDIC Auszüge aus den eingereichten Insolvenz-Szenarien der Deutschen Bank, der britischen Barclays, der schweizerischen Credit Suisse und UBS sowie der amerikanischen Bank of America, Citigroup, Goldman Sachs, Morgan Stanley und JP Morgan Chase. Ziel der Fed ist, eine endgültige Regelung zur Abwicklung systemrelevanter Finanzinstitute in einem Notfall zu erhalten. In einer Art Testament (Resolution Plan) müssen die Banken bei den Behörden hinterlegen, wie sie im Fall einer Insolvenz zügig entflochten werden können. Mit der Regelung will die US-Regierung die Konsequenzen aus dem Zusammenbruch der Traditionsbank Lehman Brothers im September 2008 und der daraus folgenden weltweiten Krise ziehen. Die großen Banken stehen im Verdacht, zu große Risiken auf sich genommen zu haben, weil sie darauf spekulierten, im Notfall ohnehin vom Staat gerettet zu werden (too big to fail). Die Aufsichtsbehörden wollen nicht noch einmal in die Zwangslage geraten, Banken mit Steuermilliarden retten zu müssen. Das Testament der Banken ist ein zentraler Bestandteil der von US-Präsident Barack Obama vorangetriebenen Finanzmarktreform, dem „Dodd-Frank Act“.

Die US-Einlagensicherung FDIC veröffentlichte jetzt das Testament der neun Großbanken, allerdings nur in Auszügen. Sensible Informationen aus den Banken bleiben der Aufsicht von FDIC und Fed vorbehalten.

Im Testament muss jede Bank Klarheit über den inneren Aufbau und die Geschäftsbeziehungen der Banken schaffen. Es muss eindeutig daraus hervorgehen, welche Personen und Gremien im Insolvenzfall die Entscheidungen treffen und ausführen. Der für FondsInvestoren, Privatanleger und Sparer öffentlich zugängliche Teil der Testamente (www.fdic.gov/regulations/reform/resplans) beinhaltet nur schwache Andeutungen, wie die Abwicklung tatsächlich ablaufen wird. Die Auswahlwahlkriterien für Fed und FDIC sind Größe und Marktmacht. Ein Großteil der Banken ist intern derart verschachtelt, dass Außenstehende kaum noch durchschauen. Die Abwicklung der insolventen Bank Lehman Brothers dauert bis heute an. Die Aufsichtsbehörden haben nun 60 Tage Zeit, die Unterlagen durchzuschauen und zu prüfen, ob sie den Vorgaben entsprechen. Sie können sonst nötigenfalls weitere Informationen anfordern. Insgesamt sind 125 Banken verpflichtet, bis Ende 2013 einen Notfallplan vorzulegen.

SJB FondsSkyline. Fazit. Warum machen die Banken ihr Testament? Einen zweiten Fall Lehman will die US-Regierung unter allen Umständen vermeiden. Als größte Gefahr für FondsInvestoren, Privatanleger und Sparer erwies sich nicht die Insolvenz als solche, sondern die undurchschaubare Vernetzung der Banken. Insofern ist das Testament eine Anti-Zombi-Versicherung. Wie nötig die Regulierung ist, zeigt der aktuelle Skandal um mögliche Zinsmanipulationen in britischen Großbanken. Aber Barclays hat ja schon sein Testament gemacht. Und wohin sollen FondsInvestoren, Privatanleger und Sparer sich wenden? Wo ein starkes Risikomanagement herrscht. Zum Beispiel beim Invesco Balanced-Risk Allocation Fund (WKN A1CV2R, ISIN LU0482498176).

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Ihr persönlicher SJB FondsBerater ist bekannt für ausgeprägten Living Will. Sie erreichen uns unter der Rufnummer +49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

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