SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Was erwartet Angela Merkel in China?

30. August 2012 von um 13:30 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline 1989 e.K..Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Was erwartet Angela Merkel in China? „China und Deutschland pflegen ganz besondere Beziehungen“, erklärt Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline 1989 e.K. aus Neuss-Korschenbroich, im aktuellen StandPunkt. „Deutschland ist das einzige Land auf der Welt, mit dem China bilaterale Regierungskonsultationen unterhält. China will seine US-Lastigkeit abbauen und in Europa investieren. Angela Merkel weiß das und versucht es zu nutzen. “

Liebe FondsBlogger, zum dritten Mal in diesem Jahr und zum sechsten Mal in ihrer Amtszeit trifft Angela Merkel auf die Regierungsspitzen in China. China sieht. in Deutschland unverborgen die Leitnation in der EU. Diese gegenseitige Wertschätzung beiden Exportnationen basiert vor allem auf den boomenden Wirtschaftsbeziehungen. Das Handelsvolumen zwischen China mit Deutschland lag 2011 mit 144 Milliarden Euro so hoch wie mit keinem anderen nicht-europäischen Land. China will die Handelsbeziehungen weiter vertiefen. Deshalb reist eine Delegation von 20 Unternehmern mit Merkel nach China, darunter Vorstandschefs von Dax-Unternehmen ebenso wie Mittelständler. Zum Erstaunen vieler FondsInvestoren, Privatanleger und SparerKonkret erwartet zum Beispiel Airbus Folgeaufträge über 100 weitere A320-Flugzeuge aus China. Zelebriern werden Jiabao dies in Tianjin, dem einzigen Endmontagewerk von Airbus außerhalb Europas.

Die deutschen Direktinvestitionen in China belaufen sich mittlerweile auf 26 Milliarden Euro, in umgekehrter Richtung sind es 1,2 Milliarden – mit stark steigender Tendenz. Mit Devisenreserven von rund 3,2 Billionen Dollar und dem Staatsfonds CIC mit einem Anlagevolumen 460 Milliarden Dollar verfügt China nicht nur über ausreichende Mittel, um zu Hause mit Konjunkturprogrammen die Wirtschaft, sondern auch erhebliche Substanz für weitere Investitionen. Ein Teil des Geldes in Chinasoll in Europa und Deutschland aktiv werden. Angela Merkel wird dafür dafür werben, die Euro-Zone trotz der politischen und wirtschaftlichen Krise als sicheren Hafen für Geldanlagen zu sehen. „China möchte Geld vor allem sicher anlegen“, heißt es in Regierungskreisen mit Blick auf Griechenland. „Potenzielle Schuldenschnitte sind da nicht attraktiv.“ China interessiert sich beispielsweise für den direkten Kauf von Staatsanleihen von Italien und Spanien, aber nicht nur aus edlen Motiven, sondern schlicht wegen der gestiegenen Zinsen, heißt es. Merkel werde mit hohen Vertretern der chinesischen Finanzwirtschaft zu einem Abendessen zusammenkommen.

Merkel gehört dem Vernehmen nach zu den wenigen europäischen Politikern, die in China überhaupt noch Reputation besitzen. „Die meisten Chinesen“, so Song Xinning, Europaexperte an der Renmin-Universität in Peking, „stimmen Deutschlands Vorgehen in der Krise in der Euro-Zone zu.“ So steht also Angela Merkel der bekannte Spagat bevor, die Menschenrechtsverstöße ansprechen und gleichzeitig um Milliardenhilfe in der Euro-Krise zu werben. Genug Erfahrung darin hat sie.

SJB FondsSkyline. Fazit. Was erwartet Angela Merkel in China? Merkel und Wen vertrauen einander – zumindest was man so nennt. Verbürgt ist ein Frühstück, bei dem Wen die Frage stellte, welchen Beitrag beide Exportnationen leisten können, um aus der 2008 begonnenen Schuldenkrise herauszukommen. Im ersten Quartal 2009 fiel das Wachstum in China auf 6,5 Prozent; mehr als 20 Millionen Wanderarbeiter verloren ihre Jobs. „Wir können diese Krise gemeinsam bewältigen“, sagte Wen damals. Monate später berichtete er, wie sie beide aus dem Fenster des Kanzleramts auf das Schneetreiben in Berlin gestarrt hatten und nicht wussten, was noch auf sie zukommen wird. Diese Lage hat sich für beide noch nicht substanziell verändert. Die bilateralen Regierungskonsultationen sind also kein Selbstzweck. Sondern Notwendigkeit. Und wer profitiert nun von den Annäherungen auf höchstem Parkett? Zum Beispiel Italien: Dort sind wegen guter Renditeaussichten nicht nur die Staatsanleihen für Staatsfonds  interessant, sondern auch Aktienfonds.für private Investoren. Zum Beispiel der Fidelity Funds – Italy Fund (WKN 973262, ISIN LU0048584766), der AXA WF – Framlington Italy (WKN 988185, ISIN LU0087656426), und der Schroder ISF Italian Equity (WKN 933393, ISIN LU0106238719). Alle drei Fonds sind domiziliert in Luxemburg.

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