SJB-Fonds-Sparer-StandPunkte-Banken-Basel: Wahlen in Europa – Euro unter Druck?

04. Mai 2012 von um 17:35 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline 1989 e.K..Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-Fonds-Sparer-StandPunkte-Banken-Basel: Wahlen in Europa – Euro unter Druck? „In Frankreich liegt Favorit Hollande auch in der letzten Umfrage vorn, doch der Vorsprung ist zuletzt zusammengeschmolzen“, analysiert Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline 1989 e.K., im aktuellen StandPunkt. „François Hollande kann nach dem letzten Fernsehduell laut Hochrechnungen auf 52,5 bis 53,5 Prozent der Stimmen hoffen, Amtsinhaber Nicolas Sarkozy auf nur 46,6 bis 47,5 Prozent.“

Liebe FondsBlogger, mit einem Präsidenten Hollande in Frankreich dürfte sich die Debatte in Europa vom Sparpakt zum Wachstumspakt verschieben. Und das bedeutet: Mehr Ausgaben, weniger Schuldenabbau. Das muss bezahlt werden, so dass die Euro-Bonds wieder auf den Tisch kommen werden. Eine Verlängerung des politischen Chaos in Griechenland setzt den Euro vollends unter Druck. Weder sparen noch in Wachstum investieren: Das hält die stärkste Volkswirtschaft in Europa nicht aus – und gefährdet den Zusammenhalt der ganzen Gemeinschaft in Europa. Beginnen wir mit Frankreich: In Paris könnte mit Hollande bald jemand regieren, der die deutsche Dominanz in Europa brechen will. Der Sozialist rüttelt seit Wochen am Fiskal- bzw. Sparpakt, den Bundeskanzlerin Merkel in den Euro-Ländern durchgesetzt hat. Hollande will die harte Sparpolitik lockern, er plädiert für gemeinsame europäische Anleihen, so genannte Euro-Bonds.  Hollande weiß, dass Merkel strikt gegen beides ist. Auch Sarkozy ist nach diesem Wahlkampf für Europa unkalkulierbarer. Er braucht die Stimmen der nationalen Rechten. Und er wird sich zu revanchieren haben.

Die größte unmittelbare Gefahr für Europa und den Euro geht nach wie vor von Griechenland aus. Weil sich die internationale Aufmerksamkeit auf Spanien verlagert und das griechische Rating ein kleines Upgrade erfahren hat, hatte es für FondsInvestoren, Privatanleger und Sparer den Anschein, die Zeitbombe Griechenland für den Euro und Europa sei entschärft. Die Wahlen zeigen, dass das nicht so ist. Angesichts der hitzigen Debatten in Athen ist für Europa kaum vorhersehbar, Rechts- und Linksaußen schüren seit Monaten anti-europäische Ressentiments. Sinkende Steuern, höhere Löhne, keine Rückzahlungen mehr an die Retter-Banken: Die Versprechen der Parteien vor den Wahlen in Griechenland wirken lebensfremd. Seit 1974 gibt es in Griechenland eine parlamentarische Demokratie moderner Prägung, und seitdem war die Ausgangslage nie so unklar wie jetzt. Rechts wie links finden sich viele Parteien, die gegen die aktuellen Sparverträge polemisieren. Sie giften gegen den zweiten Rettungspakt, jenes „Memorandum 2“, das Griechenland unter Druck setzen soll, um es vor dem finanziellen Aus bewahren soll.

Insgesamt 32 Listen sind zu den Wahlen zugelassen. Was die einzelnen Gruppen wirklich vorhaben, bleibt oft im Dunkeln – genauso wie die Mehrheitsverhältnisse vor der Wahl. Bis zu zehn Parteien haben berechtigte Hoffnungen auf einen Einzug ins Parlament, sechs werden bei der Regierungsbildung das ein oder andere Wort mitreden. Im Fernsehen laufen auf allen Kanälen ständig Talkshows und Pressekonferenzen mit Politikern, berichtet der Focus. Die Frontfiguren der größeren Parteien, zum Beispiel Antonis Samaras von der Nea Dimokratia, hoffen auf eine absolute Mehrheit. Er peilt in Rekordzeit neun Prozent Wirtschaftswachstum an, außerdem eine Halbierung der Arbeitslosenquote, Steuererleichterungen für Unternehmer und Bürger, Lohnerhöhungen für bestimmte Bevölkerungsgruppen sowie allerlei weitere Wohltaten. So verspricht Samaras sowohl den Unternehmenssteuersatz von 20 auf 15 Prozent zu senken, als auch den Spitzeneinkommenssteuersatz von 45 auf 32 Prozent zu drücken. Die Mehrwertsteuer soll fallen, und Kopfsteuern gehören gemäß Samaras weitgehend abgeschafft. Finanziert werden soll das Ganze mit Einsparungen im öffentlichen Dienst, Privatisierungen, einer fiskalischen Amnestie für die Rückführung von Schwarzgeldern, sowie einer Erhöhung der Glücksspielsteuer. Die Kreditverträge möchte er neu verhandeln. Er will die absolute Mehrheit haben. Oder so lange Neuwahlen ausschreiben lassen, bis es klappt.

Für den Euro und für die internationalen Kapitalmärkte sind die Signale der Wahlen in Europa überwiegend negativ. Wenn FondsInvestoren, Privatanleger und Sparer das wachsende Risiko nicht mehr eingehen, werden neben den Kursen für Staatsanleihen auch die Kurse von Unternehmensanleihen und Aktien fallen. Wie stark, hängt von der Substanz der Unternehmen im jeweiligen Aktien-Universum ab.

SJB FondsSkyline. Fazit. Wahlen in Europa – Euro unter Druck?

Pacta servanda sunt. Als die Römer die Vorformen des heutigen Europa und auch des Euro schufen, gab es keinen Zweifel, dass liquide Mittel nur dann gewinnbringend als Geldanlage genutzt werden können, wenn Rechtssicherheit herrscht. Das Ergebnis der Wahlen in Frankreich wird daran in keiner Weise rühren. Ob Hollande oder Sarkozy: Beide werden sich in die Räson von Europa fügen. Bei den Griechen sieht das anders aus. Zwei Drittel der Bevölkerung leben an der Armutsgrenze, sie haben nichts zu verlieren. Es droht ein Misstrauen in die Vertragstreue, das Europa und den Euro in seiner Substanz trifft. FondsInvestoren, Privatanleger und Sparer suchen in solchen Situationen instinktiv „sichere Häfen“ und meinen ihn in Staatsanleihen mit Top-Bonität zu finden, doch fast ohne Rendite. Auch Gold verzinst sich nicht, und der Goldpreis schwankt stark. Eine positive Alternative für FondsInvestoren, Privatanleger und Sparer sind Sachwerte, die selten oder begehrt oder beides sind: Rohstoffe in ihren unterschiedlichen Ausprägungen und Wertschöpfungsprozessen wie zum Beispiel Aktien für die Exploration und Ausbeutung von Minen. Die Fonds dazu sind der Craton Capital Precious Metal Fund (WKN 964907, ISIN LI0016742681) mit Domizil in Liechtenstein und der Earth Exploration Fund UI (WKN A0J3UF, ISIN DE000A0J3UF6) mit Domizil in Frankfurt.

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