SJB-Fonds-Investoren-StandPunkte-Computer-Virus: Was haben Investoren vom Computerhandel?

30. Mai 2012 von um 09:30 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-Fonds-Investoren-StandPunkte-Computer-Virus: Was haben Investoren vom Computerhandel?Russen enttarnen Spionagevirus – vor 25 Jahren hätten wir auf diese Nachricht hin im Atombunker gesessen“, erklärt Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989, im aktuellen StandPunkt. Ihre Werbung. Hier?„Heute sind FondsInvestoren, Privatanleger und Sparer weltweit froh, dass das russische Unternehmen Kaspersky Lab vor ,Flame‘ gewarnt hat, eine Schadsoftware mit ungeahntem Zerstörungspotenzial, auch für den Computerhandel an den Börsen.“

Liebe FondsBlogger, „Flame“ habe tausende Rechner vorwiegend im Nahen Osten befallen und sei seit rund fünf Jahren aktiv, teilten die auf Anti-Viren-Programme spezialisierten Manager von Kaspersky Lab mit. Sollten sich die Angaben des russischen Unternehmens bestätigen, wäre Flame nach Duqu und Stuxnet die dritte enttarnte Cyber-Waffe, die im großen Stil verbreitet wurde. Mit dem Virus Stuxnet wurden iranische Anlagen zur Urananreicherung angegriffen und Zentrifugen zerstört. Flame habe, so die vorläufige Analyse von Kaspersky, im Vergleich zu Stuxnet den zwanzigfachen Code-Umfang. Flame könne Daten sammeln, die Einstellungen des befallenen Computers verändern, das Mikrofon einschalten, um Gespräche mitzuschneiden, Screen-Shots machen und Chat-Konversationen aufzeichnen. FondsInvestoren, Privatanleger und Sparer sorgen sich, dass Flame wie geschaffen sein könnte für die Finanzmärkte.

Obwohl dem Computerhandel an den Finanzmärkten derzeit keine feindlichen Absichten unterstellt werden, ist die Skepsis bereits groß. Hochfrequenzhandel oder Algotrading platzieren innerhalb von Nanosekunden Kauf- und Verkaufsaufträge und stören damit Kritikern zufolge den Börsenhandel. Jetzt wehren sich immer mehr Aufsichtsbehörden und Börsenbetreiber gegen die Hochfrequenzhändler. Ziel ist es, Kursschwankungen einzudämmen, die Hochfrequenzhändlern angelastet werden. Seit von Algorithmen gesteuerte Computersysteme für den „Flash Crash“ im Mai 2010 verantwortlich gemacht werden, reißen die Forderungen nach einer härteren Regulierung nicht ab. 2010 war der Dow-Jones-Aktienindex innerhalb weniger Minuten um 1.000 Punkte eingebrochen und ebenso schnell zurückgeschnellt.

Die Computersysteme sind darauf programmiert, Wertpapierkurse zu durchforsten und kleinste Kursdifferenzen zu finden. Diese Differenzen nutzen die Programme aus, indem sie das entsprechende Wertpapier innerhalb von Sekundenbruchteilen kaufen oder verkaufen und damit Gewinne einfahren. Die Handelsentscheidungen fallen per Autopilot, die Computer müssen dazu nicht einmal bedient werden. Laut einer Studie über den Flash Crash 2010 halten die Systeme keine Position länger als zehn Sekunden. Die Dauer einer Auftragsübermittlung wird in Nanosekunden gemessen.

Was eine Spionagesoftware wie Flame hier anrichten könnte, haben FondsInvestoren, Privatanleger und Sparer klar vor Augen. Im März 2012 hatte ein einziger Handelscomputer an der US-Börse Nyse Amex, wo Optionen und börsennotierte Fonds gehandelt werden, innerhalb eines Tages 30.000 fehlerhafte Optionshandel in das System eingespeist. Das fällt lange nicht auf, weil Hochfrequenzhändler anders als Börsenmakler keine An- und Verkaufskurse für Wertpapiere stellen müssen. Sie müssen nicht eingreifen, wenn zum Beispiel die Spanne zwischen An- und Verkaufspreis zu groß ist. Ein Börsenmakler müsste dann Papiere aufnehmen oder abstoßen, damit sich die Kurse wieder annähern. Hochfrequenzhändler dagegen können Aufträge aufgeben, sie aber noch vor der Umsetzung zurückziehen, wenn sich der Handel für sie nicht mehr lohnen würde. Der Markt scheint in solchen Momenten liquide, ist er aber nicht. Es ist Aufgabe des Portfoliomanagements, eine solche Scheinliquidität zu „wittern“ und sich gegebenenfalls bei den Börsen rückzuversichern.

SJB FondsSkyline. Fazit. Was haben Investoren vom Computerhandel?

Experten glauben, dass der Computerhandel in Europa rund 40 Prozent des Handelsvolumens ausmacht. Deutschland hat jetzt bekannt gegeben, dass es bei der Regulierung allein vorangehen will. Berlin will Aufsichtsbehörden und Börsenbetreibern ermöglichen, einfacher den Handel auszusetzen. Die Aufsichtsbehörden sollen auch Zugang zu den benutzten Algorithmen bekommen. Ob sich ein deutscher Alleingang lohnt ist fraglich. Den Computerhandel kostet es eine Nanosekunde, eine Alternative zu finden. Und vielleicht sitzt ja Flame am Steuerknüppel. In jedem Fall ist für FondsInvestoren, Privatanleger und Sparer sinnvoll, auf ausreichend Liquidität mit Perspektive zu achten, zum Beispiel mit dem Allianz RCM Renminbi Currency (WKN A1JEEA, ISIN LU0665630819), domiziliert in Luxemburg. Und für FondsInvestoren, Privatanleger und Sparer, die sich Sorgen um Flame machen, kommt der Invesco Balanced-Risk Allocation Fund (WKN A1CV2R, ISIN LU0482498176) in Frage, ebenfalls mit Domizil in Luxemburg. Dessen Algorithmen sind darauf spezialisiert, fremde Algorithmen zu erkennen. Flammen bekämpft man schließlich mit Flammen.

Fragen Sie nach! Rufen Sie an. Ihr persönlicher SJB FondsBerater kann mit Computern umgehen: Ein strenger Blick zum Stecker reicht. Sie erreichen uns unter der Rufnummer +49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

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