SJB-Fonds-Investor-StandPunkte-Kunst-Munch: Ist „Der Schrei“ von Munch ein Investment?

03. Mai 2012 von um 17:35 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline 1989 e.K..Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?
Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-Fonds-Investor-StandPunkte-Kunst-Munch: Ist „Der Schrei“ von Munch ein Investment? Ein anonymer Bieter ersteigerte das von Sotheby’s angebotene Bild per Telefon für den Preis von 119.922.500 US-Dollar. „Der Startpreis lag bei 50 Millionen US-Dollar. Verkäufer war der Geschäftsmann Petter Olsen, der vom Erlös ein Munch-Museum Ihre Werbung. Hier?in Norwegen realisieren will“, analysiert Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline 1989 e.K., im aktuellen StandPunkt. Den bisherigen Auktionsrekord hielt das Bild „Akt mit grünen Blättern und Büste“ von Pablo Picasso. Es war vor zwei Jahren für 106,5 Millionen US-Dollar verkauft worden.
Liebe FondsBlogger, was macht Kunst wie „Der Schrei“ zu einem Investment? Vor allem ist es die Popularität des Künstlers und die Verbreitung seines Werkes bei den wichtigsten Akteuren im Kunst-Markt. Hinzu kommt seine Vorbewertung im Preis, denn je teurer das Werk, desto sicherer ist die Anlage. Die meisten Kunst-Investoren wollen nicht nur kleine Summen parken. Dazu kommt die Qualität des einzelnen Werkes. Der Kunst-Investor muss sich fragen, wie gut das Bild in das Œuvre des Malers passt, eventuell eine Materialanalyse erstellen lassen, um die Echtheit zu prüfen und Dokumentationen zum Bild fordern. „Der Schrei“ zum Beispiel ist nicht nur das bekannteste Werk von Munch, sondern nach Auffassung der Kunst-Investoren neben Leonardo da Vincis „Mona Lisa“ auch das berühmteste Bild der Welt. Munch schuf vier fast identische Versionen, zwei in Öl, zwei in Pastell. Drei hängen in norwegischen Museen, eines befindet sich jetzt mutmaßlich wieder in Privatbesitz.
Das jetzt verkaufte Bild von 1895 ist für viele das beste, weil die schreiende Figur mit den meisten Konturen gezeichnet ist und zudem der Gegensatz zwischen dem Entsetzen des Schreienden und der Idylle der Umgebung am deutlichsten ist. Um den Preis in die Höhe zu treiben, hat Sotheby’s den „Schrei“ vorab auf Welttournee geschickt. Allein die wurde zur Sensation: Abgesehen von einer Kurzvisite in Washington Anfang der neunziger Jahre war das Bild weder in den USA noch in Großbritannien je ausgestellt worden. Top-Klienten in Asien, Europa und Amerika durften den „Schrei“ nach Informationen des „Wall Street Journals“ in ihren eigenen vier Wänden begutachten, um zu prüfen, ob das Bild mit dem Rest ihrer Kunstsammlungen harmoniere. Für einen Liebhaber flog Sotheby’s das Gemälde für 48 Stunden nach Hongkong.

Die Nebenkosten darf der Kunst-Investor keinesfalls vernachlässigen. Bei Auktionen gilt: Bis zu 30 Prozent des Wertes gehen sowohl beim Kauf als auch beim Verkauf an die Auktionshäuser. Dazu kommen Kosten für Verkaufsversuche und für den Erhalt des Werkes. Eine Versicherung kostet beispielsweise für ein Bild im Wert von 100.000 Euro rund 500 Euro im Jahr. Eine Änderung bei der steuerlichen Behandlung von Kunst könnte schon bald das Investment in Galerien verteuern. Die EU-Kommission fordert den regulären Steuersatz von 19 Prozent für den deutschen Kunsthandel: Künftig soll für Kunst der bisher reduzierte Steuersatz von sieben Prozent daher nicht mehr gelten.

Unter den Akteuren im Kunst-Markt sind aktuell auch viele Spekulaten. „Die Wertanlage steht bei vielen Interessenten im Vordergrund“, sagt eine Galeristin. „Vor ein paar Jahren wurde oft nur gekauft, was gefällt, heute wird öfters die Frage gestellt, ob der Künstler ein Investitionsobjekt ist.“ Das Marktvolumen der Kunst betrug 2011 weltweit rund elf Milliarden Dollar. Chinas Anteil daran stieg von 33 auf 39 Prozent. Auf Platz zwei folgten die USA mit 25 Prozent. Seit 1997 hatte bisher fast immer Picasso Rekorderlöse auf den Auktionen erzielt. Lediglich im Jahr 2007 war Andy Warhol erfolgreicher gewesen. 2011 belegte Warhol mit 325 Millionen US-Dollar Platz drei, Picasso erreichte mit 312 Millionen US-Dollar Platz vier.

Nach wie vor stehen große und immer größere Summen gerade für das Investment in die bekanntesten Künstlermarken bereit. Weltweit suchen sehr wohlhabende Sammler die seltenen Werke, was einen Preisverfall in dieser Klasse von Kunstwerken wenig wahrscheinlich macht. Untermauert wird diese Aussage auch durch ein Blick auf die weltweiten Vermögen: Die Liste „Forbes“-Liste umfasst inzwischen 1.210 Milliardäre, also 200 mehr als im Jahr zuvor. Ihr Vermögen ist in diesem Zeitraum um 20 Prozent gestiegen.

SJB FondsSkyline. Fazit. Ist „Der Schrei“ von Munch ein Investment?

Ja, eindeutig. Allerdings sollte die Kapitalanlage groß genug sein. Während hochpreisige Kunst sehr gefragte ist, läuft der Verkauf von Bildern zwischen 10.000 bis 30.000 Euro schleppend. Erfolgreich können auch Werke bis zu 5.000 Euro sein, weil hier das Risiko geringer ist. Nach ihrem zeitlichen Universum ist Kunst eindeutig ein langfristiges Investment. Die durchschnittliche Haltedauer für Kunst liegt Studien zufolge bei 40 Jahren. Zum Vergleich: Bei Aktien werden innerhalb eines Jahres durchschnittlich 75 Prozent des Bestandes gedreht. Wer sich für geschlossene Kunstfonds interessiert, sollte auf Kostenkontrolle, Liquidität und Transparenz achten. Die Berenberg Bank will im Herbst einen solchen Kunst-Fonds anbieten. Direktinvestitionen in Kunst leben von der Expertise von Investor und Fachberater. Dafür sind gute Beziehungen zu Expertennetzwerken unerlässlich. Und wer verdient am besten? Unter den 450.000 Künstlern, die Artprice beobachtet, erzielten jetzt erstmals zwei chinesische Landschaftsmaler für jeweils mehrere ihrer Bilder mit 507 und 445 Millionen US-Dollar die höchsten Preise. Wenn das kein Argument ist, sich das nötige Kleingeld für Kunst mit einem verwandten Investment verbindet: Mit dem Fidelity China Consumer (WKN A1JH3J, ISIN LU0594300252) mit Domizil in Luxemburg.Fragen Sie nach! Rufen Sie an. Ihr persönlicher SJB FondsBerater xxx Sie erreichen uns unter der Rufnummer +49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

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