SJB-Fonds-Anleger-StandPunkte-Wachstum-Rückfragen: Wachstumspakt oder Sparpakt – Was rettet Europa?

02. Mai 2012 von um 17:35 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline 1989 e.K..Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-Fonds-Anleger-StandPunkte-Wachstum-Rückfragen: Wachstumspakt oder Sparpakt – Was rettet Europa? „Sparen um jeden Preis – dieses Motto steht vor dem Wechsel“, analysiert Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline 1989 e.K., im aktuellen StandPunkt. „Ein Wachstumspakt wird als neue Wunderwaffe im Kampf gegen die EU-Krise in Stellung gebracht. Die Euro-Staaten diskutieren über ein milliardenschweres Kreditprogramm und ein Universum anderer kreativer Maßnahmen. Vom Ihre Werbung. Hier?Sparpakt ist kaum noch die Rede.“

Liebe FondsBlogger, die Euro-Staaten wollen das Wirtschaftswachstum in der Währungsunion mit Hilfe eines Wachstumspakts, das heißt: eines milliardenschweren Kreditprogramms ankurbeln. Berliner Regierungskreisen ließen an FondsInvestoren, Privatanleger und Sparer durchsickern, das Eigenkapital der Europäischen Investitionsbank (EIB) um zehn Milliarden Euro aufzustocken. Die EIB könnte damit Darlehen in einer Größenordnung von 60 Milliarden Euro vergeben und Investitionen von rund 180 Milliarden Euro anstoßen. Mehrere Regierungen dringen auf einen EU-Wachstumspakt, um zu verhindern, dass der Fiskal- oder Sparpakt zur Sanierung der Haushalte die Konjunktur abwürgt und die Arbeitslosigkeit weiter erhöht.

Das Kalkül in Brüssel: Wenn die EIB in bestimmte Projekte investiert, kommen noch private Gelder dazu. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hat auch sogenannte Projektanleihen angeregt. Dabei soll die Europäische Union die Garantien für Anleihen übernehmen. Mit diesen Anleihen will Barroso große Infrastrukturmaßnahmen finanzieren. Es geht um Straßen, Energienetze und Telekommunikationsnetze. Das Geld für diese Projekte soll von privaten Investoren kommen, also von Versicherungskonzernen oder Banken, also indirekt durch FondsInvestoren, Privatanleger und Sparer. Die Kommission will die Investments durch die Garantien attraktiv machen. Der französische Präsidentschaftskandidat Hollande findet den Wachstumspakt richtig. Bundeskanzlerin Merkel will vermeiden, dass der Wachstumspakt ihren Sparpakt gefährdet. Schützenhilfe bekommt sie aus Österreich: „Die EIB ist gut ausgestattet“, sagt die österreichische Finanzministerin Maria Fekter. „Ich gehe davon aus, dass sie mit ihrem Geld effizient wirtschaftet. Wir können nicht in den Nationalstaaten Sparpakete schnüren und dann auf der anderen Seite wieder nach mehr Geld rufen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel pflichtet dem Wechsel bedingt bei: „Wichtig ist, dass wir uns von der Vorstellung lösen, Wachstum koste immer viel Geld und müsse das Ergebnis teurer Konjunkturprogramme sein.“ Sinnvoller und wirksamer seien Maßnahmen, „für die man eher politischen Mut und Kreativität braucht als Milliarden Euro“. In Regierungskreisen wurde Behauptungen widersprochen, die Kanzlerin habe grundsätzlich ihren Kurs geändert. Deutschland habe bei allen Hilfsprogrammen für angeschlagene Euro-Länder nie nur den Sparpakt, sondern immer auch einen Wachstumspakt gefördert, hieß es.

Merkel plädierte vor allem für die Öffnung der Arbeitsmärkte, damit Barrieren für die Einstellung junger Menschen sinken. Zudem müsse das Geld aus den Regional- und Strukturfonds der EU flexibler und zielgerichteter eingesetzt werden.

Gerade hat die EU-Kommission den EU-Haushalt 2013 vorgestellt, der 138 Milliarden Euro umfasst. Die Mitgliedsländer verhandeln bereits über den nächsten Haushaltsplan für die Jahre nach 2014. Es geht um insgesamt eine Billion Euro für sieben Jahre. Bis zu 45 Prozent stehen für Strukturfonds zur Verfügung. Dieses Geld fließt in Regionen mit Entwicklungsrückstand.

Luxemburgs Premierminister Jean-Claude Juncker trägt den Kurs von Merkel mit. Doch auch er übte Kritik an Deutschland. Juncker verwies darauf, dass von den 17 Euro-Ländern sieben weniger Schulden hätten als die Bundesrepublik. Dennoch werde in Deutschland nur darüber debattiert, dass man angeblich für ganz Europa die Zeche zahle. „Das ist Teil des Problems, so zu tun als ob Deutschland das einzige tugendhafte Land der Welt sei. Das ist in hohem Maße beleidigend für die anderen„, sagte Juncker.

SJB FondsSkyline. Fazit. Wachstumspakt oder Sparpakt – Was rettet Europa? Vor genau zwei Jahren hat Griechenland seinen Staatsbankrott publik gemacht und die europäischen Partner um Hilfe gebeten. Seitdem sind die Euro-Länder konzeptionell nicht einen Schritt weitergekommen: Auch wer bei den Zahlen schummelt, kann weiterhin EU-Mitglied sein. Die kleinen Länder haben politisch mehr Gewicht, als ihnen ökonomisch zukommt. Die vorhandenen Institutionen –Kommission, Zentralbank, Rettungsfonds – wirtschaften munter aneinander vorbei. Eine Bündelung der Kräfte ist nicht zu erkennen, statt Bazooka kommt die Erbsenpistole zum Einsatz. Die tut niemandem weh, und so wurstelt man weiter. FondsInvestoren, Privatanleger und Sparer haben davon die Nase voll: Wachstum bekommt man besser in den Schwellenländern, ganz ohne Wachstumspakt. Und  ein Sparpakt, der sich in Stabilität und Substanz ausdrückt, ist mittlerweile ebenfalls dort eher zu finden. Aktuelle Beispiele aus der SJB Fonds Beratung sind ein Value und ein Growth Fund, die in Schwellenländer investieren: Global Advantage Funds Emerging Markets High Value (WKN 972996, ISIN LU0047906267) mit Domizil in Luxemburg und Comgest Growth Emerging Markets (WKN A0M1ZM, ISIN IE00B240WN62) mit Domizil in Dublin.

Fragen Sie nach! Rufen Sie an. Ihr persönlicher SJB FondsBerater ist ein Freund Europas. Aber nicht zu jedem Preis. Sie erreichen uns unter der Rufnummer +49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

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