SJB-Fonds-Anleger-StandPunkte-Gipfel-G8-Nato: Was bringen die Gipfel für Deutschland?

21. Mai 2012 von um 17:35 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline 1989 e.K..Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-Fonds-Anleger-StandPunkte-Gipfel-G8-Nato: Was bringen die Gipfel für Deutschland? „Die Gipfeltournee der Kanzlerin zur G8 in Camp David, zur Nato in Chicago und zur EU in Brüssel steht unter zwei Vorzeichen: Sehr viel Geld und sehr harter Wahlkampf“, analysiert Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline 1989 e.K., im aktuellen StandPunkt. „Auf dem G8-Gipfel brachten der französische Sozialist François Hollande, der italienische Technokrat Mario Monti und der britische Konservative David Cameron Ihre Werbung. Hier?in Anwesenheit einer Dame das schlimme E-Wort wieder auf den Tisch. Eurobonds.“

Liebe FondsBlogger, das haben sie sich fein ausgedacht, die Herren Hollande, Monti und Cameron. Kaum war Angela Merkel auf dem G8 Gipfel durch das Champions League Finale abgelenkt, da präsentierten sie von der großen Bühne des US-Präsidenten herunter erneut ihre Eurobonds. Auch Barack Obama hat im Wahlkampf großes Interesse daran, dass sich die Europäer in der Schuldenkrise selbst helfen, warum also nicht durch eine Vergemeinschaftung der Risiken in der Euro-Zone? Für Deutschland sind Eurobonds nach wie vor tabu – unter anderem, weil das Bundesverfassungsgericht es für verfassungswidrig hält, dass Staaten der Währungsunion unbegrenzt ins Risiko gehen. Merkel musste Obama in der Halbzeitpause erklären, dass Griechenland ihretwegen in der Euro-Zone verbleiben könne, aber nur unter Einhaltung aller Verpflichtungen. Wenn wegen der Eurobonds der Zins in Deutschland um nur ein Prozent stiege, kostete dies den deutschen Steuerzahler in Krisenjahren rund 13 Milliarden Euro. Unbegrenzt könne Deutschland nicht für die verfehlte Finanzpolitik einiger Euro-Länder verantwortlich gemacht werden.

Obama strahlte. Genau die gleiche Idee habe er auch gehabt, nur für den Nato-Gipfel in seiner Heimatstadt Chicago. Weil Europa seine Verteidigungsausgaben Jahr für Jahr reduziert habe, liege der Kostenanteil der USA an der Nato aktuell bei 75 Prozent. Was tun? Sparen! Obama will die US-Verteidigungsausgaben für die kommenden zehn Jahre insgesamt um gut 500 Milliarden US-Dollar reduzieren. Können sich Demokraten und Republikaner im Kongress nicht einigen, tritt im Januar 2013 zusätzlich eine automatische Kürzung in Kraft –  für das Militär bedeutet das weitere 500 Milliarden US-Dollar über zehn Jahre. Die Botschaft des US-Präsidenten:In diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten müssen wir unsere Ressourcen zusammenbringen.“

Was er meint: Die USA wollen nicht mehr allein Waffen und Systeme vorhalten, sondern die Kosten unter den 28 Nato-Partnern teilen. Dazu braucht es neue, gemeinsam genutzte Militärsysteme und Rüstungsprodukte, die im Nato-Jargon „Smart Defense“ heißen. Ein Beispiel ist eine Bodenüberwachung aus der Luft durch fünf unbemannte Flugzeuge. Die Drohnen sollen von 2016 auf Sizilien stationiert werden. Die Anschaffung durch 13 Staaten, darunter Deutschland, kostet eine Milliarde Euro, der Betrieb weitere zwei Milliarden Euro.

Ebenfalls auf dem Nato-Gipfel arbeitet François Hollande weiter daran, direkt hinter Norbert Röttgen Merkels Liebling zu werden. Der französische Präsident will die 3.400 Soldaten schon Ende 2012 nach Hause holen – zwei Jahre früher als in der Nato vereinbart. Merkel antwortete kurz und bündig: „Wir sind gemeinsam nach Afghanistan gegangen, und wir wollen auch gemeinsam aus Afghanistan wieder abziehen.“ Gastgeber Obama beschwor die Verbündeten, den Einsatz gemeinsam fortzusetzen, und er hat gute Argumente: Die USA stellen rund 90.000 der 130.000 Isaf-Soldaten in Afghanistan. In den zehn Jahren in Afghanistan sind mehr als 1.900 US-Soldaten gefallen. Die Kosten in Geld belaufen sich auf 100 Milliarden Dollar pro Jahr.

SJB FondsSkyline. Fazit. Was bringen die Gipfel für Deutschland? Sie bringen neue finanzielle Belastungen. Denn seit Europa sich bevorzugt mit sich selbst beschäftigt, hat die Welt sich weiter gedreht. Die USA kämpfen ebenfalls gegen Schulden, die Russen fürchten um ihre militärische Abschreckung, die Japaner stecken alles in ihre Konjunktur. Das wichtigste Signal, das die Euro-Länder vor dem EU-Gipfel aussenden könnten, wäre die Entschlossenheit, die Krise allein zu meistern. Davon können wir leider nicht ausgehen. Und darum rät die SJB zu Fonds, die in der Krise Substanz bieten. Zum Beispiel der Craton Capital Precious Metal (WKN 964907, ISIN LI0016742681) mit Domizil in Liechtenstein, und der Earth Exploration Fund UI (WKN A0J3UF, ISIN DE000A0J3UF6) mit Domizil in Frankfurt.

Fragen Sie nach! Rufen Sie an. Ihr persönlicher SJB FondsBerater wertet die Gipfel ganzheitlich aus. Auch das Gerangel unter dem Tisch. Sie erreichen uns unter der Rufnummer +49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

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