SJB-Fonds-Anleger-StandPunkte-Euro-Sarrazin: Braucht Europa den Euro?

23. Mai 2012 von um 09:30 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline 1989 e.K..Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-Fonds-Anleger-StandPunkte-Euro-Sarrazin: Braucht Europa den Euro? Man kann wirklich nicht sagen, dass Thilo Sarrazin Konflikte scheut. „Bevor Anleger ihn jedoch nur als öffentlichen Menschen wahrnehmen, sollten sie den Finanzexperten kennenlernen“, analysiert Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline 1989 e.K., im aktuellen StandPunkt. „Dr. rer. pol. Thilo Sarrazin war Referent des Bundesfinanzministers in Washington und beim IWF, bereitete mit Horst Köhler die Ihre Werbung. Hier?deutsch-deutsche Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion vor, war bei der Deutschen Bahn der Dauerfeind von Hartmut Mehdorn, Finanzsenator in Berlin und Vorstand der Bundesbank. Das ist nicht gerade eine Durchschnittsbiographie. Und es lohnt sich, Thilo Sarrazin in Finanzfragen zuzuhören.“

Liebe FondsBlogger, Thilo Sarrazin ist Volkswirt. Er befasst sich mit dem Volk, also verfügt er über verblüffend zutreffende Informationen. Zum Beispiel: „650.000 regen sich über mich auf und 50.000 kaufen mein Buch.“ Also bricht Sarrazin, der aufgrund eines gutartigen Tumors auf dem rechten Auge nicht gut sieht, die deutschesten aller Tabus: Die schlimme Nazi-Zeit und das liebe Geld. In seinem aktuellen Buch „Europa braucht den Euro nicht“, für das ihm Günter Jauch die gleiche Bühne gewährte wie Helmut Schmidt (nämlich über Peer Steinbrück), fällt denn auch der Satz, auf den das Publikum gewartet habt: Die Befürworter der Euro-Hilfen seien „getrieben von jenem sehr deutschen Reflex, wonach die Buße für Holocaust und Weltkrieg erst endgültig getan ist, wenn wir alle unsere Belange, auch unser Geld, in europäische Hände gelegt haben.“ Vergessen wir nicht, dass der deutsche „Gutmensch“, bei dem das Gleiche gemeint ist, schon lange im Duden steht, und zwar als „naiver Mensch, der sich nervtötend im Sinne der Political Correctnes verhält“. Welcher Anleger wäre einem solchen Menschen bei der Kapitalanlage oder im Portfoliomanagement noch nicht begegnet? Thilo Sarrazin jedenfalls hat ihnen den Kampf angesagt.

Aber was ist mit dem Euro? Brauchen Sparer, Anleger und Investoren in Europa und Deutschland den Euro? Thilo Sarrazin wirft der deutschen Politik schwere Versäumnisse bei der Einführung des Euro vor. Eine Währungsunion ohne politische Union habe niemals Bestand. Dieser Anstrengung habe sich die Politik aber nicht unterzogen. Der Volkswirt fordert, dass Länder, die dauerhaft gegen den Stabilitätspakt verstoßen, den Euro-Raum verlassen. Griechenland hält er für einen hoffnungslosen Fall. Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank hat das Buch rezensiert. Er stimmt Sarrazin in großen Teilen zu. So habe der Euro Deutschland keine bedeutenden finanziellen Vorteile gebracht, sondern lediglich einen zweistelligen Milliardenbetrag eingebracht. Auch Euro-Bonds hält er nicht für sinnvoll, sie verletzten demokratische Grundsätze. Fazit (mit Ausnahme der Holocaust-These):  „Es ist eine durchaus saubere Analyse.“

Wichtige Informationen für Anleger und Investoren bietet auch der „mittlere“ Sarrazin der Bundesbank. In einem Vortrag von 2010 referiert Sarrazin über die Konsolidierung der Haushalte und stellt fest: „Die Beschränkung struktureller Neuverschuldung des Bundes ist als grundgesetzliche Norm eine Tatsache. Es fehlen allerdings die konkreten Maßnahmen, wie die Neuverschuldung abgesenkt wird.“ Sarrazin sprach nicht über Griechenland, das zu diesem Zeitpunkt schon die Anleger in Panik versetzte. Er sprach über Anleger in Deutschland. Und während Merkel mit dem französischen Sozialisten Hollande fremdelt, zitiert Sarrazin – mit einem dicken, roten Ausrufezeichen – den französischen Sozialisten Jacques Delors von 1989: „Funktionieren könnte eine Wirtschafts- und Währungsunion nur dann, wenn das Verhalten der Regierungen in allen Mitgliedsländern konsistent und vernünftig wäre.“

SJB FondsSkyline. Fazit. Braucht Europa den Euro? Wenn wir Anleger das alles schon wussten oder zumindest hätten nachlesen können, wie ist es dann überhaupt zur Euro-Krise gekommen? Es wird viel mit unserer Realitätswahrnehmung zu tun haben, die vielleicht sogar typisch deutsch ist, was auch immer das im Einzelnen heißen mag. Fest steht, mit Sarrazin 1998 gesprochen: „Es gibt nur zwei wirksame Sanktionsmechanismen für Ausgabensünder: Die Verpflichtung, Schulden in wertstabilem Geld verzinsen und zurückzahlen zu müssen. Und den Ausschluss des Sünders von finanziellen Hilfen aus dem EU-Haushalt.“ Ist das nicht ein guter Anlass für Anleger, sich mit SJB Substanz mit wertstabilem Geld zu versorgen? Zum Beispiel mit dem Craton Capital Precious Metal (WKN 964907, ISIN LI0016742681) mit Domizil in Liechtenstein und dem Earth Exploration Fund UI (WKN A0J3UF, ISIN DE000A0J3UF6) mit Domizil in Frankfurt.

Fragen Sie nach! Rufen Sie an. Ihr persönlicher SJB FondsBerater sieht nicht die Person, sondern ihre Handlungen. Sie erreichen uns unter der Rufnummer +49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

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