SJB-Fonds-StandPunkte: Tricky Dick. Lassen Sie sich etwa einlullen?

15. August 2011 von um 22:46 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?
Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB FondsSkyline–täglicher Tricky Dick: Hat Ihnen Little Joe jemals beim FondsKauf geholfen? Konnte Ihnen Hoss bei der Auswahl von Funds und Trusts beiseite stehen? Lassen Sie Ben Cartwright mit über Ihre Asset Allocation entscheiden? Wenn Sie ein älteres Semester sind, lautet die Antwort dreimal „ja“. Wenn nicht, lohnt sich die SJB Lektüre trotzdem. Liebe FondsBlogger zu besseren Zeiten stand auf der Rückseite einer Zehn-Dollar-Note: In Gold coin payable to the bearer on demand. Bei Bedarf dem Inhaber in Goldmünzen auszuzahlen. Heute steht da: In God we trust. Auf Gott setzen wir unser Vertrauen. Auf den Tag genau vor 40 Jahren beendete US-Präsident Richard Nixon in einer Fernsehansprache den Goldstandard und das Bretton-Woods-System.
Tricky Dick hatte den Zeitpunkt gut gewählt: Der 15. August 1971 war ein Sonntag, und die Nation freute sich auf eine neue Folge der Westernserie „Bonanza“. So bekamen die USA nur mit einem Ohr mit, was ihr Präsident da bekannt gab: „Ich habe Finanzminister Connally angewiesen, die Konvertibilität des Dollars in Gold temporär auszusetzen”, erklärte Nixon. John Connally tat, wie ihm befohlen.
Als dann endlich Adam und Little Joe wieder über den Bildschirm galoppierten, endete eine Jahrhunderte lang währende Tradition des Geldwesens, Geld mit Gold abzusichern und auf diese Weise wertstabil zu halten. Nach dem Bretton-Woods-System von 1944 war jeder US-Dollar mit einem fixen Wechselkurs durch Gold gedeckt. Jederzeit konnte man 35 US-Dollar in eine Feinunze Gold konvertieren.
Die USA hatten 1971 wegen des Vietnamkriegs mit einem Doppeldefizit (twin deficit) in der Handels- und Haushaltsbilanz zu kämpfen. Die Inflation stieg auf mehr als 5,0 Prozent, worauf die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) ihre Geldpolitik merklich lockerte. Nach dem „Nixon-Schock“ vor 40 Jahren zog die Inflationsrate weltweit an, in Deutschland von 3,6 Prozent 1970 auf 7,1 Prozent 1973.
Zum Vergleich: Während des klassischen Goldstandards zwischen 1880 und 1914, als die meisten großen Volkswirtschaften ihre Währungen an Gold gebunden hatten, erhöhten sich die Konsumentenpreise in den USA durchschnittlich um 0,1 Prozent pro Jahr. In den Jahren nach dem Fall des Goldstandards waren es im Durchschnitt 3,9 Prozent pro Jahr.
Und das Gold der Amerikaner? Offiziell besitzen die USA mit 8.134 Tonnen die größten Goldreserven der Welt. Inoffiziell gaben Mitte Juni zwei Rechtsanwälte der Fed, Scott Alvarez und Thomas Baxter, vor dem Kongress zu Protokoll, die US-Notenbank verfüge seit 1934 über kein Gold mehr. Auf den entgeisterten Hinweis des Ausschussvorsitzenden Ron Paul, aber in der Bilanz der Fed sei doch Gold verzeichnet, entgegnete Alvarez:
„Was in unserer Bilanz auftaucht, sind Goldzertifikate. Vor 1934 besaß das Federal Reserve System Gold. Wir haben es per Gesetz an das Finanzministerium übergeben. Im Gegenzug dafür haben wir Goldzertifikate erhalten.“ Die Fed verfüge lediglich über einen Buchhaltungsbeleg, der Goldzertifikate genannt werde.

„Es ist nicht alles Gold, was glänzt“, denken Sie gerade? Es gilt auch der Umkehrschluss: Es muss nicht alles Gold sein, was glänzt.

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