SJB-Fonds-Anleger-StandPunkte-Studie-2052: Club of Rome – Stammtisch für Zukunftsprognosen?

11. Mai 2012 von um 17:35 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline 1989 e.K..Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-Fonds-Anleger-StandPunkte-Studie-2052: Club of Rome – Stammtisch für Zukunftsprognosen? Die Ölkrise 1973 verankerte im Bewusstsein der Industrieländer, dass man mit den Ressourcen und der Natur bewusster umgehen sollte. Der Club of Rome hatte mit seinen Zukunftsprognosen daran maßgeblichen Anteil, insbesondere mit dem 1972 erschienen Titel „Die Grenzen des Wachstums“. „Zum Jubiläum hat der Club of Rome jetzt ,2052‘ herausgebracht“, erklärt Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline 1989 e.K., im aktuellen StandPunkt. „Wieder ziehen viele FondsInvestoren, Privatanleger und Sparer die Zukunftsprognosen in Zweifel. Und wieder wird der Club of Rome am Ende Recht behalten – zumindest im Trend.“

Liebe FondsBlogger, kaum hat der Club of Rome jetzt zum Jubiläum seine Studie „2052“ herausgebracht, da melden sich auch schon Kritiker. „Vor 40 Jahren hatte der Club of Rome die Grenzen des Wachstums vorhergesagt“, schreibt zum Beispiel das Handelsblatt. „Seitdem hat sich der Wohlstand auf der Welt vervielfacht. Das Wachstum ist, wenn man die Ressourcen schont und neue Techniken nutzt, womöglich grenzenlos.“ In Düsseldorf bestimmt, liebes Handelsblatt, aber im Rest des Universums ist Wachstum schwierig geworden. Überführen Sie also nicht die Berichte des Club of Rome „von der Sachbuchabteilung in die Abteilung Fantasy“. Das könnte sich mitten im Rheingraben als voreilig erweisen.

Das sind die Kernaussagen von „2052“, den neuen Zukunftsprognosen des Club of Rome: Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) steigt langsamer als erwartet. Um das Jahr 2050 wird das weltweite BIP nur 2,2 Mal größer sein als heute. Der Grund: Der Produktivitätszuwachs nimmt ab, da viele Volkswirtschaften ihr Entwicklungspotenzial ausgeschöpft haben. Außerdem sinkt die Zahl der Geburten, da immer mehr Menschen in Städten lebten und die Zahl ihrer Kinder selbst bestimmen können. In den Megastädten bedeute ein Kind, einen Mund mehr zu füttern, statt eine Hilfe mehr auf dem Acker zu sein. Der Siegeszug Chinas wird weitergehen. Außerdem werden Brasilien, Russland, Indien und Südafrika in ihrer Entwicklung voranschreiten. Die Weltbevölkerung wird kurz nach 2040 bei 8,1 Milliarden ihren Höchststand erreichen und dann zurückgehen. Doch die Not wird zunehmen: Der Club of Rome rechnet im Jahr 2052 mit drei Milliarden Menschen, die in Armut leben. Der Klimawandel wird voranschreiten. Wir stoßen jedes Jahr zweimal so viel Treibhausgas aus wie Wälder und Meere absorbieren können. Der Meeresspiegel wird um 0,5 Meter höher sein, das Eis der Arktis im Sommer verschwinden, und das neue Wetter wird Landwirte und Urlauber treffen.

Die Treibhausgasemissionen werden erst 2030 ihren Höhepunkt erreicht haben. Das ist laut Club of Rome zu spät, um den globalen Temperaturanstieg auf zwei Grad zu begrenzen, was als eben noch akzeptable Marke angesehen wird. Wegen des Klimawandels wird es mehr Dürren, Fluten und verheerende Wirbelstürme geben. „Der sich selbst verstärkende Klimawandel“, so der Club of Rome, „wird die Sorge Nummer eins sein.“ Das Treibhausgas Methan werde aus der auftauenden Tundra entweichen und die Erde weiter aufheizen, worauf noch mehr Permafrostboden in der Tundra auftaue. Bis 2052 werde es weniger Armut in den Entwicklungsländern, jedoch mehr Armut und Ungleichheit in den Industriestaaten und überall mehr Umweltzerstörung geben, schreibt der argentinische Investmentmanager Carlos Joly in seinen Zukunftsprognosen. Zugespitzt gesagt sei der Grund für den Niedergang im Westen der „Triumph des Finanzkapitalismus“. In der Berechnung des Bruttoinlandsproduktes fehlten Vermögenswerte der Umwelt wie Wasserressourcen, Bodenfruchtbarkeit, Lebensqualität und stabiles Klima. Kurz: Die Gewinnberechnung müsse sich ändern.
An den Ergebnissen des Club of Rome in den Zukunftsprognosen von 2052 gibt es schon jetzt viel Kritik, zum Beispiel von deutschen Demografen, die für 2050 eher von 10 Milliarden statt 8,1 Milliarden Menschen ausgehen. Der Club of Rome unterstelle, dass schon jetzt die Kinderzahl je Frau im Welt-Durchschnitt unter das bestandserhaltende Maß von etwas mehr als 2 gefallen sei. Doch in Zukunftsprognosen sind solche Parameter eben nur im Nachhinein mit den tatsächlichen Daten zu vergleichen. Für die Zukunftsprognosen des Club of Rome von 1972 hat der Wissenschafter Graham Turner 2008 genau das getan. Vor allem für das Standardszenario des Club of Rome stellte er große Übereinstimmungen fest: Auch 35 Jahre nach der Veröffentlichung blieben viele der angesprochen Probleme relevant, insbesondere die Ausbeutung der Ölreserven, die Lebensmittel- und Trinkwassersicherheit.

SJB FondsSkyline. Fazit. Club of Rome – Stammtisch für Zukunftsprognosen? FondsInvestoren, Privatanleger und Sparer, die den Club of Rome für einen Debattierklub alter Männer halten, sind gut beraten, sich die Mitgliedsliste anschauen. Doch nicht die Nobelpreisträger sind in dieser Analyse relevant, sondern die Finanziers, die den Club of Rome liquide halten. Gelder fließen aus Staaten, diversen NGOs und dem German Marshall Fund, der seinerseits von internationalen Banken, der Harvard University, der Carnegie-Stiftung, dem World Wildlife Fund oder der Familie Rockefeller unterstützt wird. Fragen Sie Ihren Fonds Manager: Selbst wenn diese hochkarätigen Investoren die Zukunftsprognosen des Club of Rome beeinflussen wollten, würden sie unkorrekte Daten und Hochrechnungen von Seiten des Club of Rome doch niemals akzeptieren. Das bedeutet: FondsInvestoren, Privatanleger und Sparer dürfen die Trends in den Zukunftsprognosen „2052“ getrost als die Megatrends für die Geldanlage der Zukunft betrachten. Zum Beispiel die Rohstofffonds aus dem aktuellen SJB MarktFokus: Der Craton Capital Precious Metal (WKN 964907, ISIN LI0016742681) mit Domizil in Liechtenstein, und der Earth Exploration Fund UI (WKN A0J3UF, ISIN DE000A0J3UF6) mit Domizil in Frankfurt.

Fragen Sie nach! Rufen Sie an. Ihr persönlicher SJB FondsBerater sieht die Zukunft als Chance. Also entspannt. Sie erreichen uns unter der Rufnummer +49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

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