SJB-Fonds-Anleger-StandPunkte: Ratingagenturen stellen USA Ultimatum – Was bedeutet das?

29. November 2011 von um 17:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline 1989 e.K..Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! Den USA droht wegen des ungelösten Haushaltsstreits eine Herabstufung der Kreditwürdigkeit durch die Ratingagenturen. Am Montag senkte Fitch den Ausblick für die Bewertung der größten Volkswirtschaft der Welt von „stabil“ auf „negativ“ und stellte ein Ultimatum. Bis 2013 müsse ein „glaubhafter Plan“ zur Eindämmung der US-Schuldenkrise vorgelegt werden. „Die Schuldenlast der USA wächst täglich um 4,38 Milliarden US-Dollar,ob mit oder ohne Ratingagenturen“, sagt Gerd Bennewirtz, FondsSpezialist und Geschäftsführer der SJB FondsSkyline 1989 e.K. aus Korschenbroich. „Europas Schulden sind für Sparer, Anleger und Investoren  eine Belastung. Doch Amerikas Schulden sind eine Heimsuchung.“

Liebe FondsBlogger, das Urteil von Ratingagenturen kann einen Teufelskreis auslösen: Eine Ratingagentur warnt einen Staat vor Herabstufung oder reduziert die Bonitätsnote. Sparer, Anleger und Investoren stoßen Anleihen des betroffenen Landes ab, was dazu führt, dass das Land noch höhere Zinssätze zahlen muss. Dies nehmen die Ratingagenturen wieder zum Anlass, mit weiterer Herabstufung zu drohen. Spätestens an diesem Punkt haben auch die Ratingagenturen die Todespirale nicht mehr unter Kontrolle. Ihr Ultimatum an die USA begründen die Ratingagenturen mit ihrer Skepsis nach dem Scheitern des „Super-Komitees“ aus Demokraten und Republikanern, den US-Haushalt um 1,2 Billionen US-Dollar zu entlasten. Fitch erklärte mit Blick auf Sparer, Anleger und Investoren, ihr Vertrauen schwinde, dass bald die notwendigen Maßnahmen ergriffen würden, die die öffentlichen Finanzen der USA auf einen nachhaltigen Pfad brächten und die Bestnote „AAA“ sicherten. Das Finanzministerium in Washington erklärte, die Entscheidung von Fitch mache die Notwendigkeit für den Kongress deutlich, das langfristige Defizit in ausgewogener Weise zu senken. Die Sparer, Anleger und Investoren können es nicht recht glauben.

Doch warum soll es Washington besser gehen als Paris? Die älteste unter den Ratingagenturen, Standard & Poor’s, kündigte an, in den kommenden zehn Tagen den Ausblick für Frankreichs Spitzenbonität auf negativ senken. Der Ausblick für Frankreichs Bonitätsnote ist bei Standard & Poor’s derzeit stabil. Doch schon Anfang November hatte Standard & Poor’s Frankreich herabgestuft – versehentlich, wie es hieß, aufgrund einer Computerpanne. Für französische Staatsanleihen verbuchten in der Folge hohe Wertverluste. Auch die beiden anderen Ratingagenturen, Fitch und Moody’s, haben Frankreich bereits gewarnt, dass es sein „AAA“-Rating im Sog der Schuldenkrise verlieren könne. Sparer, Anleger und Investoren fragen sich verwundert:Dürfen die Ratingagenturen das eigentlich? 

Für Sparer, Anleger und Investoren antwortet die SJB: Ja, noch dürfen die Ratingagenturen das. Denn so unglaublich es klingt: Es gibt es keine verbindlichen rechtlichen Maßstäbe für die Ratingagenturen und ihre Ratings. Dabei hat ein Downgrade gravierende Folgen: Binnen Minuten muss eine Volkswirtschaft an den Kapitalmärkten für seine Staatsanleihen höhere Risikoprämien zahlen. Wie uneinheitlich die Maßstäbe für Ratings sind, zeigt die Uneinigkeit der Ratingagenturen untereinander. Standard & Poor’s hatte im Sommer die Konsequenzen aus dem erbitterten Haushaltsstreit gezogen und die Top-Note gesenkt. Die dritte der großen Ratingagenturen, Moody’s, senkte den Ausblick Anfang August auf negativ, behielt aber das „AAA“ bislang bei. S&P und Moody’s erklärten, das Scheitern des Super-Komitees werde sich nicht unmittelbar auf ihre Bewertung auswirken. Allerdings warnte auch Moody’s, dass die Bestnote in Gefahr sein könnte, wenn die vorgesehenen automatischen Kürzungen im Haushalt ausgesetzt würden. Und nun das Ultimatum von Fitch. Die Beispiele USA und Frankreich legen es nahe, dass die drei Ratingagenturen einer geheimen Choreographie folgen.

SJB FondsSkyline. Fazit. Ratingagenturen stellen USA Ultimatum – Was bedeutet das? Der Ausweg ist, auf die Ratingagenturen geltendes nationales Recht anzuwenden. Seit dem 21. Juli 2010 ist in den USA der Dodd-Frank-Act in Kraft, ein Bundesgesetz zur Börsenregulierung und zum Schutz der Sparer, Anleger und Investoren. Darin ist vorgesehen, den Ratingagenturen einen Expertenstatus zu verleihen, was für sie nicht nur mit Blick auf Sparer, Anleger und Investoren eine Aufwertung bedeuten würde. Komischerweise wehren sich die Ratingagenturen dagegen. Grund: Bislang werden die Ratings als juristisch folgenlose Meinungsäußerungen eingestuft. Würde das Gesetz umgesetzt, müssten die Ratings als Expertenurteile vor Gericht bestehen. Stellen Sie sich nur einmal eine Regressforderung Frankreichs an die Ratingagenturen vor! Doch bis wir an diesem Punkt sind, sollten Sparer, Anleger und Investoren die Rentenfonds in ihrem Depot unter die Lupe nehmen: Sind die Rentenfonds „agenturgeschützt“? Die SJB bevorzugt für Sparer, Anleger und Investoren derzeit nur Rentenfonds, die das Kundenportfolio weiter diversifizieren. Beispiele sind der Aberdeen Global II Australian Dollar (WKN A1C1CA, ISIN LU0513454529) und der Schroder ISF Asian Local Currency Bond SGD Hedged (WKN A0MV5V, ISIN LU0358731809). Beide investieren für Sparer, Anleger und Investoren hauptsächlich in Lokalwährung. Die Qualität der Anleihen ist jeweils vorzüglich. Das Besondere beim Schroder: Er ist der einzige Fonds in Deutschland, der in Singapur-Dollar denominiert ist. Beide Fonds eignen sich sehr gut für Sparer, Anleger und Investoren, die in die vergleichsweise gering verschuldete asiatisch-pazifische Region investieren wollen. Zwei Schuldenkrisen sind schließlich genug.

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Ihr persönlicher SJB FondsBerater ist ein Freund praktischer Weisheit: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt. Sie erreichen ihn unter der Rufnummer Management49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

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