SJB-Fonds-Anleger-StandPunkte-Piraten-Finanzbranche: Gibt es Parallelen zwischen der Finanzbranche und den Piraten?

30. April 2012 von um 17:35 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline 1989 e.K..Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-Fonds-Anleger-StandPunkte-Piraten-Finanzbranche: Gibt es Parallelen zwischen der Finanzbranche und den Piraten?Wir sind anders als die anderen Parteien in Deutschland – das ist die einzige inhaltliche Aussage, auf die die Piraten sich bisher eingelassen haben“, analysiert Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline 1989 e.K., im aktuellen StandPunkt. „Der neue Vorsitzende Bernd Schlömer, Regierungsdirektor im Bundesverteidigungsministerium, bezeichnet sich selbst als Feierabendpolitiker und strebt auch kein Mandat an. Er fühle sich als Bundeswehrbeamter geborgener. Der neue politische Geschäftsführer Johannes Ponader sagte auf dem Bundeskongress der Piraten, der Vorstand solle lieber moderieren und die politischen Prozesse optimieren als seine Meinung kundtun. Aus unvermuteter Ecke tun sich Parallelen auf. Die Finanzbranche spricht derzeit nicht über Märkte und Fonds, sondern über Strukturen und Prozesse.“

Liebe FondsBlogger, der neue Vorsitzende der Piraten, Bernd Schlömer, kündigte an, er wolle den Kurs des stetigen Dazu-haben-wir-noch-keine-Position nicht weiter verfolgen. „Ich glaube, dass es als Politiker nicht richtig ist, meinungslos zu sein“, sagte er nach seiner Wahl. 1.453 Mitglieder waren nach Neumünster in Schleswig-Holstein gereist, fast tausend weniger als erwartet. Als roter Faden zog sich das Selbstverständnis der Piraten durch, grundlegend anders als die anderen Parteien zu sein.

Wir waren jung, und wir waren klein, aber wir haben schon Geschichte geschrieben“, erklärte gleich zu Beginn Geschäftsführerin Marina Weisband, 24, um dann wegen Überlastung zurückzutreten. Die Piraten sehen nur bei sich die Möglichkeit, des gleichberechtigten Mitmachens aller Mitglieder. Deswegen waren in Neumünster auch keine gewählten Delegierten zusammengekommen, sondern Parteimitglieder, von denen jedes das gleiche Stimmrecht hatte. Insgesamt haben die Piraten derzeit 28.600 Mitglieder.

In Neumünster wurde publik, dass die Piraten erhebliche finanzielle Probleme haben. Der bisherige Vorstand um den vorherigen Vorsitzenden Sebastian Nerz, 28, wurde zwar politisch, aber nicht finanziell entlastet, weil Schatzmeister René Brosig aus Arbeitsüberlastung keine komplette Abrechnung für das Jahr 2011 vorlegen konnte. Offenbar hatte Brosig vor einem Jahr von seinem Vorgänger ein Chaos übernommen, weil der einen Daten-Crash verursacht hatte. Die Piraten beschlossen, den Mitgliederbeitrag von 36 auf 48 Euro im Jahr zu erhöhen.

Der neue Vorsitzende Bernd Schlömer, 41, setzte sich gegen sieben Mitbewerber durch, darunter auch seinen Vorgänger Nerz. Die Partei verknüpft mit Schlömer die Hoffnung, dass die Streitigkeiten zwischen Bundesspitze mit Abgeordneten des Berliner Landtags und Teilen der Basis beendet werden. Schlömer kündigte an: „Ich möchte versuchen, die Piraten zur konstruktiven Zusammenarbeit und Geschlossenheit zu animieren.“ In konkreten Fragen, etwa nach möglichen Koalitionen, hielt er sich bedeckt.

Für die etablierten Parteien sind die Piraten eine Herausforderung. Sie ziehen Wähler ab, sind aber nicht angreifbar. Parallelen gibt er derzeit in der Finanzbranche, wo in Entwürfen zu einer neuen europäischen Richtlinie zum Verbraucherschutz (Markets in Financial Instruments Directive, MiFID II) die bisherigen Strukturen und Prozesse der Finanzbranche auf den Kopf gestellt werden. Vor allem der Begriff der Unabhängigkeit soll durch Prozeduren neu definiert werden. Zum Beispiel sollen in der Finanzbranche in Zukunft alle Telefongespräche, die Kundenaufträge um Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten betreffen, zukünftig aufgezeichnet werden müssen. Gemessen an der dafür erforderlichen Logistik ist die programmatische Selbstfindung der Piraten ein Kinderspiel.

Darum geht es: Im ersten Quartal 2011 waren die rund 46 Billionen Euro der privaten Haushalte in Europa zu 41 Prozent in Geldvermögen angelegt und zu 59 Prozent in Sachvermögen. 32 Prozent des Geldvermögens sind Einlagen. Das Sachvermögen besteht zu rund 80 Prozent aus Immobilien. Zwischen 2000 und 2009 wuchs das Geldvermögen durchschnittlich um 2,8 Prozent p.a., was in etwa dem durchschnittlichen Wirtschaftswachstum in Europa entsprach. Rund 40 Prozent der europäischen FondsInvestoren, Privatanleger und Sparer nehmen bei der Geldanlage keine Beratung in Anspruch. Die rund 60 Prozent, die sich bei der Geldanlage beraten lassen, sind dadurch definiert, dass sie tendenziell reicher, älter und gebildeter sind. Tendenziell kann man davon ausgehen, dass in Zukunft die Banken eher Provisionsberatung und unabhängige Finanzberater eher Honorarberatung anbieten werden. Wie die Richtlinie auch konkret definiert sein wird: Die SJB wird eines der ersten Institute sein, das sich inhaltlich klar positioniert.

SJB FondsSkyline. Fazit. Gibt es Parallelen zwischen der Finanzbranche und den Piraten? Ja, es gibt Parallelen zwischen dem Phänomen der Piraten und der Finanzbranche. Beide stehen inhaltlich vor einem Umbruch und müssen sich entscheiden. Die SJB ist mit 23 Jahren am Markt ein erprobtes und breit aufgestelltes Finanzdienstleistungsinstitut. Doch nicht wenige Anbieter ohne Lizenz nach Kreditwesengesetz (KWG)  gehen nach guten Jahren, schweren Zeiten entgegen. Es ist gut möglich, dass die Piraten den gleichen Weg gehen. Denn letztlich wollen nicht nur FondsInvestoren, Privatanleger und Sparer einen zählbaren Erfolg im Depot, sondern auch Wähler. Einen solchen „Total Return“ bietet die FondsBranche auch in ausgesuchten Produkten. Zum Beispiel im Invesco Balanced-Risk Allocation Fund (WKN A1CV2R, ISIN LU0482498176) mit Domizil in Luxemburg, und im DNB Fund – TMT Absolute Return A EUR (WKN A1CWC1, ISIN LU0547714526), ebenfalls mit Domizil in Luxemburg. TMT steht übrigens für Telekommunikation, Medien und Technologie. Eine gute Alternative für die Parteifinanzen der Piraten.

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