SJB-Bennewirtz-Fonds-Anlegerfrage: Reicht es, sich bei Schwellenländerfonds auf BRIC zu konzentrieren?

04. August 2012 von um 11:00 Uhr
Fragen zu aktuellen FondsThemen? Gerd Bennewirtz antwortet.Die Fragen unserer Kunden haben allesamt mit der Verunsicherung aufgrund der aktuellen Lage an den Märkten zu tun: „Was passiert mit dem Euro?“„Sind Staatsbankrotte zu erwarten?“„Welche Inflation kommt auf uns zu?“„Wie entwickeln sich die Finanzierungszinsen?“„Ist Gold noch attraktiv?“ Solche Fragen hören wir sehr häufig. Hier die Antworten. ...

Zuverlässigkeit zählt bei uns doppelt. Tag für Tag! Was Investoren, FondsSparer und Anleger aktuell interessiert! Die FondsFrage heute, die im Zusammenhang mit Aktienfonds steht: Reicht es, sich bei Schwellenländerfonds auf BRIC zu konzentrieren? Jim O’Neill, Chef von Goldman Sachs Asset Management, kann machen, was er will. Sein Name wird für Anleger und Investoren immer mit dem Akronym „BRIC“ verbunden sein. 2001 ist ihm dieser Begriff für die vier Schwellenländer Brasilien, Russland, Indien und China eingefallen. Fortlaufende Nachrichten zur Schulden und Staatskrise.Gleichwohl verliert das Schlagwort seine Wirkung. Rund -1,5 Milliarden Euro aus ihrer Geldanlage haben FondsSparer und Anleger innerhalb eines Jahres aus Aktienfonds mit Schwerpunkt BRIC abgezogen. FondsVerwalter Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer der SJB FondsSkyline 1989 e.K., prüft die Gründe für diese Absetzbewegung der Investoren und FondsSparer und zeigt Alternativen auf.

Kritiker haben es schon häufig gesagt. Die vier Buchstaben BRIC sind mehr ein Marketingimpuls für die Geldanlage der Investoren und Anleger, als dass diese Zusammenstellung der Märkte strategische Bedeutung für das Kapital hätte. Ganz so substanzlos ist die Marktkonstellation nicht. Immerhin bietet der Indexanbieter MSCI seit 31. Dezember 2005 einen eigenen Aktienindex für Unternehmen dieser vier Länder an.

Inklusive der Rückrechnung bis 2002 haben Anleger und Investoren per 27. Juli 2012 über zehn Jahre im MSCI BRIC auf Eurobasis eine Rendite von +13,48 Prozent p.a. erzielt. Zum Vergleich: Der MSCI Emerging Markets, der die Gesamtheit von 21 Schwellenländern abbildet, kommt im gleichen Zeitraum auf +9,92 Prozent p.a.

Die BRIC-Story hat also langfristig gewirkt, kurzfristig sieht es anders aus. Über ein Jahr gab der MSCI BRIC -10,57 Prozent an Wert ab. Der Wertverlust des MSCI Emerging Markets kostete das Kapital der Investoren und FondsSparer mit -4,69 Prozent weniger als die Hälfte an Rendite. Nach einer Auswertung des Datenanbieters Morningstar ist keiner der für Investoren, Anleger und FondsSparer angebotenen Aktienfonds mit Schwerpunkt BRIC für den Zeitraum von fünf Jahren derzeit im Plus.

Das gilt auch für renommierte FondsProdukte wie den Templeton BRIC Fund A (acc) USD (ISIN: LU0229945570; WKN: A0F6YZ) von Franklin Templeton, denDWS Invest BRIC Plus LC (ISIN: LU0210301635; WKN: A0DP7P) der DWS oder den Schroder ISF BRIC EUR A Acc (ISIN: LU0232931963; WKN: A0HG8Q) der britischen FondsGesellschaft Schroders.

Auch wegen dieser enttäuschten Erwartungen zogen viele Anleger und Investoren ihre Geldanlage aus den BRIC-Fonds in Europa ab. Nach Informationen von Moningstar sind seit Mai 2011 rund -1,5 Milliarden Euro netto aus der Auswahl dieser Produkte abgeflossen. Anders dagegen sieht es bei der Gesamtheit der Schwellenländer aus. Aus dem Profil dieser 128 Produkte in Deutschland, deren Portfoliomanagement Unternehmensanteile in mehr Schwellenländern als den vier BRIC Märkten erwirbt, sind zwischen Januar und Mai 2012 rund -74,9 Millionen Euro netto an Kapital abgeflossen. Diese Informationen gehen aus der Monatsstatistik des Bundesverbands Investment und Asset Management (BVI) hervor.

Marktexperten stellen fest, dass vor allem die vier BRIC Märkte mit den Folgen der konjunkturellen Abkühlung der Weltwirtschaft zu kämpfen haben. Dies schlage sich auf die Börsen der vier Länder nieder: Der brasilianische Aktienindex MSCI Brazil gab per 27. Juli 2012 über ein Jahr auf Eurobasis -9,53 Prozent ab. Der MSCI Russia verlor -15,68 Prozent. Auch in der asiatischen Hälfte der BRIC sind negative Vorzeichen dominant. Der MSIC China gab -6,89 Prozent an Wert ab. Den größten Verlust mussten Anleger und Investoren beim MSCI India verzeichnen. Dieser Index verlor -16,58 Prozent.

Die Zahlen zeigen, dass es bei der Geldanlage in Schwellenländer für Anleger und FondsSparer nicht sinnvoll sein muss, sich auf die BRIC Märkte zu beschränken. Zum einen ist das Risiko bei BRIC Fonds höher, da deren Portfoliomanagement das Kapital auf nur vier Länder verteilen kann. Zum anderen sind andere Schwellenländer als Kapitalmärkte inzwischen soweit entwickelt, dass Investoren und FondsSparer auch hier effiziente Rahmenbedingungen vorfinden können.

In dieser Auswahl der Märkte stehen zum Beispiel Südafrika, Malaysia, Mexiko, Südkorea oder Taiwan. Für Investitionen in die ganze Welt der Schwellenländer stehen für Anleger und FondsSparer unter anderem die Sondervermögen Carmignac Emergents A EUR acc (ISIN: FR0010149302; WKN A0DPX3), Aberdeen Global – Emerging Markets Equity Fund A2 (ISIN: LU0132412106; WKN: 769088) oder der Magna Emerging Markets Dividend Fund R dis (ISIN: IE00B671B485; WKN: A1CZML) zur Verfügung.

Ganz abschreiben sollten Anleger und Investoren laut Morningstar die vier Großen aber nicht: Zu Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2008 hätten FondsSparer und Anleger binnen fünf Monaten 48 Milliarden US-Dollar aus Schwellenländerfonds abgezogen. Danach verdoppelte sich jedoch der MSCI Emerging Markets Index innerhalb eines Jahres.

SJB-Fazit von Gerd Bennewirtz: Die BRIC Story ist für FondsSparer und Investoren nicht in Stein gemeißelt. Sie ist genau im Fluss der Weltwirtschaft, wie die Entwicklung der Industrieländer. Deshalb ist es im Hinblick auf das Profil der Geldanlage der Investoren genauso sinnvoll, die effektiven Investmenttugenden zu beachten. Eine breite Streuung über Märkte und Branchen hinweg ist die sinnvollere Variante, als die Konzentration auf populäre Segmente. Das gilt im Kern für alle Anleger und für antizyklische Investoren erst recht.

Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer: FondsRatschlag!

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