SJB-Bennewirtz-Fonds-Markt-Frage: Warum winkt Karlsruhe den Eurorettungsfonds durch und kippt Eurobonds?

08. September 2011 von um 20:11 Uhr
Facettenreiche Märkte - kommentiert von Gerd Bennewirtz.Am ersten Tag schuf Gott die Sonne. Der Teufel den Sonnenbrand. Am zweiten Tag schuf Gott das Geschlecht. Der Teufel die Ehe. Am dritten Tag schuf Gott einen Öko­nomen. Das war eine Herausforderung. Der Teufel dachte lange nach und schuf... noch einen Ökonomen. Lesen Sie hier, wie der aktuelle Stand ist. ...

Die SJB Handelstrategie für Fonds ist die Antizyklik! SJB-Fonds-Markt-Eurorettungsfonds-Eurobonds-Fonds? Was Investoren, Sparer und Anleger aktuell interessiert! Die FondsFrage heute, die im Zusammenhang mit Investmentfonds steht: Warum winkt Karlsruhe den Eurorettungsfonds durch und kippt Eurobonds? Berlin, Brüssel, Anleger und Investoren jubeln über das Urteil des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe. Mit ihrer Entscheidung gaben die deutschen Verfassungsrichter (2BvR 987/10) der Bundesregierung grünes Licht, für die Umsetzung des Eurorettungsfonds (EFSF) und stärkten das Haushaltsrecht des Parlaments. Damit gab es zunächst keine weitere Verschärfung der Schuldenkrise in Euroland, mit Ausnahme des Themas Eurobonds. Die Finanzmärkte goutierten die Entscheidung. Dax und Investoren schwammen auf der Welle Eurorettungsfonds am 07. September im Vergleich zum Vortag um satte +4,07 Prozent nach oben. Bei aller Euphorie haben nur wenige Marktexperten wie die SJB und Investoren das „Kleingedruckte“ im Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Eurorettungsfonds gelesen. Denn die Richter des obersten deutschen Gerichts haben Eurobonds praktisch verboten. Für Investoren und Fonds mit Schwerpunkt Euroanleihen ein wichtiges Signal. Davon ist auch FondsVerwalter Gerd Bennewirtz überzeugt. Der Geschäftsführer der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Korschenbroich mahnt Anleger und Sparer weiter vor den Folgen der Schuldenkrise, Eurobonds und dem Eurorettungsfonds in Europa für Investoren.

Kommentatoren und politische Beobachter waren mit dem gestrigen Urteil des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe zufrieden. Da gestern auch das französische Parlament, die Nationalversammlung, den Eurorettungsfonds befürwortete, sprach die EU-Kommission von einem „guten Tag für Europa“. Von Schuldenkrise keine Spur. Wer unter Anlegern, FondsManagern und Finanzmarktexperten den politischen Knackpunkt des Urteils zum Eurorettungsfonds und Eurobonds entdecken wollte, musste genau hinschauen. „Es dürfen keine dauerhaften völkerrechtlichen Mechanismen begründet werden, die auf eine Haftungsübernahme für Willensentscheidungen anderer Staaten hinauslaufen“, schrieben die Verfassungsrichter zum Thema Eurorettungsfonds. Diese Passage bedeutet praktisch das Aus für Eurobonds und andere Wege hin zu einer Transferunion in Europa, der EU und Euroland. Eurobonds würden für Investoren und FondsAnleger bedeuten, dass die Staaten der Eurozone zum Teil gemeinsam für ihre Schulden garantieren, auch wenn ihre Haushalte getrennt aufgestellt werden.

Das Bundesverfassungsgericht musste bei den Eurobonds so urteilen, auch wenn Sparer und Anleger im Stillen etwas anderes gehofft haben. Wenn die Verfassungsrichter mit Blick auf den Eurorettungsfonds das „edelste Recht des Parlaments“, nämlich die Entscheidung über den nationalen Haushalt, stärken, können sie keinen Mechanismus wie die Eurobonds dulden, bei dem deutsche Steuergelder automatisch an ein europäisches Gremium fließen. Damit konterkariert das deutsche Bundesverfassungsgericht allerdings die Initiative von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy. Die beiden Spitzenpolitiker haben Ende August den Weg zu Eurobonds geebnet, ein Signal, dass sich Investoren und FondsManager gewünscht haben. So zeigen erste Reaktionen aus Banken und FondsBranche, dass Eurobonds ein Vertrauenssignal in der Schuldenkrise des Euro gewesen wären. Denn die Verunsicherung der Investoren und Fonds an den Märkten wächst. Stärkere Geldhäuser, zum Beispiel aus Deutschland, misstrauen den Konkurrenten zunehmend. Ein Krisensignal. Bei der Europäischen Zentralbank (EZB) parkten sie am Dienstag für einen Tag 170 Milliarden Euro. So viel wie seit einem Jahr nicht mehr. Schon beginnen Finanzmarktexperten und institutionelle Investoren über Alternativen nachzudenken, um Eurobonds zu vergessen und aus der Schuldenkrise zu kommen.

Die SJB hat einige Thesen für Anleger und Sparer zusammengetragen. Der Eurorettungsfonds EFSF soll sich im Krisenfall Geld bei der EZB leihen um im Notfall Staatsanleihenmärkte solventer Euroländer zu stützen. Bisher ist der Eurorettungsfonds mit einem Volumen von 440 Milliarden Euro ausgestattet. Irlands Finanzminister Michael Noonan ist skeptisch: „Ich denke, der Fonds ist zu klein.“ Über eine Erhöhung auf bis zu 750 Milliarden Euro wird nachgedacht. Experten rechnen damit, dass der Eurorettungsfonds im Zweifel gerade einen Zeitraum von drei Monaten überbrücken könnte, wenn er künftig Anleihen von Spanien oder Italien kaufen würde. Abhilfe für Märkte und Investoren könnte ein Vorschlag des Think Tank der Deutschen Bank bringen. Danach soll der Eurorettungsfonds Anleihen an die EZB weitergeben und bekommt dafür Geld geliehen. Nach Meinung der FondsGesellschaft Nordea könnte der EFSF so schneller und flexibler Mittel aufnehmen. Das Thema Eurobonds ist erst mal vom Tisch. Anleger und Sparer müssen auf ein neues Vertrauenssignal für europäische Anleihen und ihre Fonds warten.

SJB Fazit von Gerd Bennewirtz: Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Eurorettungsfonds und den Eurobonds zeigt, wie wenig Gestaltungsspielraum Politik hat. Vor allem, wenn die Schuldenkrise drückt. Finanzmärkte und Anleger wünschen sich zuverlässige Rahmenbedingungen. Nicht nur in der Krise, sondern insgesamt. Die SJB kennt diese Erwartungshaltung der Investoren aufgrund von mehr als 22 Jahren Markterfahrung. Wenn das Bundesverfassungsgericht mit seinem juristischen Rattenschwanz bei den Eurobonds das wieder einreißen muss, was Merkel und Sarkozy aus dem politischen Bauch heraus angekündigt haben, ist das kein Signal für Zuverlässigkeit. Insofern könnte die von Märkten und Investoren gefeierte Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts noch zum Bumerang werden. Wenn die Märkte weiter auf die Instabilität des Euro oder einzelner Euroländer spekulieren, kann das Eingreifen des zu schwach ausgestatteten Eurorettungsfonds schneller als gedacht nötig sein. FondsInvestoren sollten die Anleihenmärkte weiter kritisch beobachten.

 

Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer: FondsRatschlag!

Empfehlung von FondsVerwalter Gerd Bennewirtz für den FondsBlog und den FondsBlogger: Sie wollen mehr FondsAuskünfte von Ihrer SJB FondsSkyline OHG 1989? Sie wünschen sich eine direkte Antwort auf Ihre individuelle(n) FondsFrage oder FondsFragen bevor Sie Fonds, Funds oder einen Fund kaufen? Sie wollen als Anleger, Sparer und Investor neben der Frage – Warum winkt Karlsruhe den Eurorettungsfonds durch und kippt Eurobonds? – vertiefende Informationen, Nachrichten und Analysen auch Auskünfte rund um das Thema Geldanlage und zu Investmentfonds sowie den Spezialthemen finden? Diese finden Sie auf allen auch hier verlinkten SJB-Internetseiten. Ob Beratung, Verwaltung oder Rabatte. Kein Problem. Einfach Anfragen. Für Kunden gibt es zukünftig das FondsPortal mit direktem, exklusiven Depotzugang unter http://www.sjb.de. Bis Sie Kunde sind lieber Blogger, Ihre direkte Frage einfach hier im Blog, oder kurz unter Fragen stellen. Alternativ besuchen Sie uns doch einfach einmal zu einem Webinar, Seminar oder direkt zu einer individuellen Beratung in unserem Büro in Korschenbroich. Wir freuen uns immer. Genau auf Sie!

Kategorien: Markt. Facettenreich.
[top]

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Ich akzeptiere die Datenschutzerklärung der SJB FondsSkyline OHG 1989.


*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>