SJB-Bennewirtz-Fonds-Investorenfrage: Wer fördert die Nachfrage nach Fonds in Europa?

30. Juli 2012 von um 09:30 Uhr
Fragen zu aktuellen FondsThemen? Gerd Bennewirtz antwortet.Die Fragen unserer Kunden haben allesamt mit der Verunsicherung aufgrund der aktuellen Lage an den Märkten zu tun: „Was passiert mit dem Euro?“„Sind Staatsbankrotte zu erwarten?“„Welche Inflation kommt auf uns zu?“„Wie entwickeln sich die Finanzierungszinsen?“„Ist Gold noch attraktiv?“ Solche Fragen hören wir sehr häufig. Hier die Antworten. ...

Zuverlässigkeit zählt bei uns doppelt. Tag für Tag! Was Investoren, FondsSparer und Anleger aktuell interessiert! Die FondsFrage heute, die im Zusammenhang mit Investmentfonds steht: Wer fördert die Nachfrage nach Fonds in Europa? Die Leistungen der FondsIndustrie seien Sisyphos Arbeit. Neue Kundengelder gäbe es nur durch neue Produkte, und wenn die Wertentwicklung dieser Sondervermögen nicht stimme, zögen die Investoren und privaten Anleger mit ihrem Kapital von dannen und der Kreislauf beginne von vorn. So beschreibt eine aktuelle Studie des Analysehauses Lipper die wirtschaftliche Situation der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) in Europa. Und dieser Kreislauf dreht sich immer schneller. Ausnahme sei Großbritannien, weil dieser Markt bei der Frage „So kaufen Sie Fonds“ von der Zusammenarbeit der Anleger und FondsSparer mit unabhängigen FondsVermögensVerwaltern profitiere. FondsVerwalter Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer der SJB FondsSkyline 1989 e.K., stellt diese interessante Inneneinsicht aus dem Profil der europäischen FondsIndustrie vor.

Die europäische FondsIndustrie verwaltet per 31. März 2012 rund 5,634 Billionen Euro an Kapital in 36.106 Investmentfonds. Diese Zahlen stammen aus der jüngsten Statistik der European Fund and Asset Management Association (EFAMA). Diese Bilanz ist auch das Ergebnis der Mittelzu- und Mittelabflüsse in die Auswahl der Produkte für die Geldanlage der Investoren und Anleger. Die Entwicklung dieser Bewegungen an Kapital hat das Analysehaus Lipper für den Zeitraum der vergangenen zehn Jahre unter die Lupe genommen. Daraus haben die Experten Schlüsse für die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der FondsIndustrie Europas gezogen.

Kurz gesagt haben die seit 2007 herrschenden Finanz-, Wirtschafts- und Schuldenkrisen für eine Dynamik gesorgt, die einen gefährlichen Kreislauf aus Produktauflagen, Neukundengewinnung und Jagd nach Performance in Gang gesetzt haben. Gefährlich ist diese Entwicklung vor allem aus zwei Gründen. Zum einen spielt der psychologische Faktor enttäuschter Erwartungen der Investoren und FondsSparer eine zunehmende Rolle für die KAG. Zum anderen sinkt die Bereitschaft, eine langfristig orientierte Investitionsstrategie umzusetzen. Dabei lägen hier die besten Renditeaussichten für Investoren und FondsSparer.

Lipper verdeutlicht diesen Zusammenhang im Profil der aktuellen Studie anhand interessanter Zahlen. So hätten Investmentfonds europäischer KAG seit 2006 ausschließlich Netto-Mittelzuflüsse in neue Produkte gehabt, die im selben Jahr aufgelegt worden sind. Diese Nachfrageentwicklung beträfe nach Informationen von Lipper vor allem Fonds, deren Investoren und private Anleger überwiegend aus Kontinentaleuropa kommen.

In die Auswahl dieser Produkte gehören zum Beispiel der DWS Deutschland (ISIN: DE0008490962; WKN 849096) der DWS oder der Allianz Nebenwerte Deutschland A (EUR) (ISIN: DE0008481763; WKN: 848176) von Allianz Global Investors.

Anders sähe es aus, wenn Investmentfonds „cross border“ vertrieben würden, das heißt, mindestens 20 Prozent des Kapitals stammt aus der Geldanlage der Anleger und Investoren eines zweiten Landes. Dabei würden laut Lipper rund 25,0 Prozent des Kapitals der Investmentfonds europäischer KAG von Investoren außerhalb Europas kommen. Dies trifft in Deutschland unter anderem auf Sondervermögen zu, deren Domizil in Luxemburg liegt. Dazu zählen zum Beispiel der Invesco Asia Consumer Demand Fund A auss. (ISIN: LU0334857199; WKN: A0NJXJ) oder der Fidelity Funds – Nordic Fund A (SEK) (ISIN: LU0048588080; WKN: 973277). Hier konnten 2009 und 2010 auch „ältere“ Produkte Nettomittelzuflüsse verzeichnen.

Diese Entwicklung beeinflusst auch die Angebotsstruktur. Gerade ein Drittel der europäischen Fonds hat eine Investmenthistorie, die älter ist als zehn Jahre. 44 Prozent der Produkte sind kürzer als fünf Jahre auf dem Markt für die Geldanlage der Investoren. Beim verwalteten Kapital sind 50 Prozent der Geldanlage der FondsSparer und privaten Anleger länger als zehn Jahre investiert. Ein Viertel der Anleger ist mit ihrer Geldanlage in Investmentfonds weniger als fünf Jahre engagiert.

Ein Markt, der in dieser Hinsicht eine Ausnahme bildet, ist Großbritannien. Hier hätten Produkte wie der M&G Global Basics Fund A USD (ISIN: GB00B1RXYT55; WKN: A0MLUU) oder der Threadneedle European Smaller Companies Fund 1 EUR Net acc. (ISIN: GB0002771383; WKN: 987665) in den vergangenen zehn Jahren konstant Nettomittelzuflüsse aus der Geldanlage der Investoren und FondsSparer bezogen. Hier floss das Kapital zwar auch in neue Produkte. Mehrheitlich profitierten aber etablierte Fonds.

Für dieses langfristig orientierte Vorgehen britischer Anleger und FondsSparer, die der FondsIndustrie offensichtlicht mehr Vertrauen entgegenbringen als Investoren in Kontinentaleuropa, liefert Lipper einen interessanten Grund: Der FondsMarkt in Großbritannien sei stärker von unabhängigen FondsVermögensVerwaltern (Independent Financial Advisors – IFA) dominiert. Diese Unternehmen wären anders als KAG nicht solchen betriebswirtschaftlichen Zwängen unterworfen, die zum beschriebenen gefährlichen weil kurzfristig orientierten Kreislauf zwischen KAG und Anlegern führen.

SJB-Fazit von Gerd Bennewirtz: Die Arbeit unabhängiger FondsVermögensVerwalter sorgt für Stabilität am FondsMarkt und fördert die Nachfrage nach Fonds. Das ist eine wichtige Kernaussage der aktuellen Studie von Lipper. Der Grund dafür liegt darin, dass Anleger und Investoren die mit diesen Unternehmen zusammenarbeiten, eine langfristig orientierte Vermögensplanung mehr schätzen als kurzfristigen Aktionismus. Diese langfristige Ausrichtung der Geldanlage der Investoren ist seit Gründung der SJB FondsSkyline 1989 festes Credo in der Vermögensverwaltung für unsere Kunden. Gleichzeitig ist Langfristigkeit der Investitionshorizont, der für den Kern der antizyklischen Investmentstrategie der SJB von entscheidender Bedeutung ist. Nehmen Sie Kontakt zur SJB auf, damit Ihr FondsDepot nicht im Kreis läuft, sondern eine klare Linie hat.

Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer: FondsRatschlag!

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Kategorien: Fragen. Aktuell.
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