SJB-Bennewirtz-Fonds-Anlegerfrage: Wie haben sich die Kosten für Fonds in den vergangenen fünf Jahren entwickelt?

23. Juli 2012 von um 13:30 Uhr
Fragen zu aktuellen FondsThemen? Gerd Bennewirtz antwortet.Die Fragen unserer Kunden haben allesamt mit der Verunsicherung aufgrund der aktuellen Lage an den Märkten zu tun: „Was passiert mit dem Euro?“„Sind Staatsbankrotte zu erwarten?“„Welche Inflation kommt auf uns zu?“„Wie entwickeln sich die Finanzierungszinsen?“„Ist Gold noch attraktiv?“ Solche Fragen hören wir sehr häufig. Hier die Antworten. ...

 Zuverlässigkeit zählt bei uns doppelt. Tag für Tag! Was Investoren, FondsSparer und Anleger aktuell interessiert! Die FondsFrage heute, die im Zusammenhang mit Investmentfonds steht: Wie haben sich die Kosten für Fonds in den vergangenen fünf Jahren entwickelt? „So kaufen Sie Fonds“. Viele Anleger und Investoren verfügen bereits über sehr viele Informationen rund um die Geldanlage mit Investmentfonds. Als einzige Finanzprodukte in Deutschland sind sie mit dem Status eines Sondervermögens ausgestattet. Der Gesetzgeber privilegiert damit den Gedanken gemeinschaftlichen Investierens. Gleichwohl gibt es eine gute Idee nicht umsonst. Für Anleger und FondsSparer bedeutet dies, dass sie bei Erwerb, Verkauf und Besitz von FondsAnteilen mit Kosten rechnen müssen. FondsVerwalter Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer der SJB FondsSkyline 1989 e.K., hat zusammengetragen, wie sich die für Anleger und FondsSparer sehr wichtige „Kostenfrage“ entwickelt hat.

Erfolgsabhängige Gebühren schmälern die FondsRendite. Diese sich schon für Anleger und Investoren aus der Logik der Sache ergebene Rechnung, ist inzwischen auch wissenschaftlich belegt. Das Profil einer Studie des Analysehauses Scope Analysis brachte zutage, dass Sondervermögen die für die Resultate des aktiven Portfoliomanagements eine zusätzliche erfolgabhängige „Performance Fee“ erhoben haben über drei Jahre im Durchschnitt von +8,9 Prozent p.a. erzielen konnten. Fonds, die auf solche Zusatzkosten für die Geldanlage der Investoren und FondsSparer verzichtet haben, kamen auf +10,5 Prozent p.a.

Die Betrachtungsweise des Themas Fonds und Kosten funktioniert auch von einem anderen Blickwickel her. So hat der Datenanbieter Morningstar für die USA jüngst herausgefunden, dass die günstigsten 20 Prozent der Aktienfonds für US-Standardwerte mit einer um das Zweieinhalbfache höheren Wahrscheinlichkeit eine überdurchschnittliche Wertentwicklung für ihre Anleger und FondsSparer erwirtschaften als die teuersten 20 Prozent. Investoren und Anleger in Deutschland können bei Aktienfonds mit Schwerpunkt US-Aktien unter anderem über den Pioneer Funds – U.S. Fundamental Growth A EUR (ND) (ISIN: LU0353248106; WKN: A0Q602) verfügen. Im Sortiment der Rentenfonds lieferten die günstigen Produkte sogar mit einer um das Siebenfache höheren Wahrscheinlichkeit mehr Rendite für das Kapital ihrer Anleger und Investoren.

Diese Informationen sind gute Gründe, warum Anleger und Investoren das Thema Kosten im Profil ihrer Geldanlage im Blick haben sollten. So hat Morningstar herausgefunden, dass von den rund 37.000 europäischen Undertakings for Collective Investment in Transferable Securities (UCITS) – die rechtlich korrekte Bezeichnung für Investmentfonds in Europa – genau 5.474 Produkte erfolgabhängige Gebühren erheben. Knapp 31.000 UCITS tun das nicht.

Zur Auswahl der Fonds, die sich das aktive Portfoliomanagement zusätzlich vergüten lassen gehören laut SJB Datenbank unter anderem der HAIG Return Global Fonds (ISIN: LU0140354944; WKN: 983449) der FondsGesellschaft Hauck & Aufhäuser mit Sitz in München, der Prima-Classic A Mischfonds (ISIN: LU0215933978; WKN: A0D9KC) von IPConcept Fund Management S.A. mit Sitz in Luxemburg oder der Metzler Wachstum International (ISIN: DE0009752253; WKN:975225) von Metzler Asset Management mit Sitz in Frankfurt am Main

Um die Entwicklung der FondsKosten am deutschen FondsMarkt einzuschätzen, hat Morningstar die laufenden Kosten von Publikumsfonds unter die Lupe genommen. Weil die Management-Gebühr nur einen Teil der laufenden Kosten eines Fonds ausmacht, haben sich die Analysten auf die Gesamtkostenquote konzentriert, die in den Jahresberichten der UCITS erfasst ist.

Im Ergebnis konnte seit längerem geltende These, wonach die FondsKosten für Anleger und FondsSparer kontinuierlich steigen und die FondsPerformance immer stärker belasten, nur teilweise bestätigt werden. Die Auswertung von Morningstar fördert zutage, dass die FondsKosten aller Sondervermögen zwischen 2007 bis 2009 von 1,52 auf 1,64 Prozent gestiegen sind. 2010 verharrten sie auf diesem hohen Niveau. 2011 sanken die Kosten auf 1,58 Prozent.

Die Entwicklung bei Fonds mit erfolgsabhängigen Gebühren verlief aus Sicht der Anleger und FondsSparer noch ausgeprägter. 2007 lag die Gesamtkostenquote dieser Sondervermögen bei durchschnittlich 1,78 Prozent. Bis Ende 2010 stieg der Wert kontinuierlich bis auf 2,17 Prozent. Erst 2011 sanken die Kosten auf durchschnittlich 1,90 Prozent.

Aus Sicht der Anleger und Investoren ist es leider nicht so, dass diese höheren Kosten durch erfolgabhängige Vergütungen durch eine überdurchschnittliche Mehrrendite kompensiert werden könnten. Im Gegenteil weisen diese Produkte nach Informationen von Morningstar einen hohen Sockel an Fixkosten in Gestalt der Management Fee auf. So läge der Anteil an laufenden Kosten, der für die Vergütung des FondsManagers verwendet wird, bei Fonds mit Performance Fee durchschnittlich bei 1,26 Prozent pro Jahr. Bei Sondervermögen die keine Performance Fee verlangen, belaufe sich die Management Fee von 1,11 Prozent.

SJB-Fazit von Gerd Bennewirtz: Kapitalanlagegesellschaften, die für ihre Produkte erfolgsabhängige Gebühren verlangen, sind offensichtlich sehr von der Qualität ihres aktiven Portfoliomanagements überzeugt. Unter den aktuellen und zukünftigen Rahmenbedingungen für das Kosten- und Vergütungssystem im Portfoliomanagement und FondsVermögensVerwaltung wird sich diese Entwicklung weiter in diese Richtung. Denn substanzielle Einnahmen durch die Vereinbarung sogenannten „Kick Backs“ werden in Zukunft wegfallen. Insofern werden sich die Quellen der Deckungsbeiträge für FondsGesellschaften verringern. Insofern greift die Schlussfolgerung von Morningstar zu kurz, mit dem Rückgang der erfolgsabhängigen FondsKosten 2011 sei eine Trendwende zu erkennen. Wahrscheinlicher ist, dass Fonds wegen des bescheidenen zweiten Halbjahrs 2011 einfach weniger „Erfolg“ in Form von Mehrrenditen hatten, die hätten vergütet werden können.

Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer: FondsRatschlag!

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Kategorien: Fragen. Aktuell.
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