Pioneer Investments informiert: Märkte unterschätzen drohendes Inflationsrisiko in den USA – Breite Diversifikation schützt Anleihe-Portfolios vor möglichem Wertverlust

18. Juli 2012 von um 15:00 Uhr
Wie beurteilen FondsAnbieter ihre Anlagerreigionen ? Wie fällt die Analyse der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) über Fundamentaldaten, Währungen und Kapitalflüsse aus? Informationen direkt aus dem Research Centern der FondsBranche finden SJB FondsBlogger in der Kategorie "Anbieter. Berichten."

Einige Investoren unterschätzen das Risiko, dass die US-Notenbank Fed relativ schnell den Zinserhöhungszyklus beginnen könnte. Diese Ansicht vertritt die FondsGesellschaft Pioneer Investments in einer aktuellen Marktanalyse. „Es gibt erste Anzeichen, dass sich das bisherige Gleichgewicht der Risiken zwischen Inflation und Deflation in Richtung Inflation verschieben könnte“, erklärt Michael Temple, Director of Credit Research US bei Pioneer Investments in Boston. Die Wahrscheinlichkeit steige, dass der Markt für US-Staatsanleihen in einen lang anhaltenden Bärenmarkt eintrete.

Eine dritte Auflage der Geldmengenausweitung, das so genannte „QE3“, ist nach Ansicht des Investmentexperten noch nicht abgemacht. Dagegen sprechen aus seiner Sicht der Trend auf dem US-Arbeitsmarkt und vor allem die Entwicklung bei Kerninflation und erwarteter Inflation. Diese Kennzahlen liegen über den Werten, die im August 2010 Auslöser für den Beschluss des „Quantitative Easing 2“-Programms waren: Mittlerweile hat sich die Kerninflation gegenüber 2010 auf 1,9 Prozent fast verdoppelt und die erwartete Inflation ist messbar von 2,25 Prozent auf 2,7 Prozent gestiegen. Im Jahr 2010 betrugen die Renditen zehnjähriger US-Anleihen rund 2,5 Prozent, heute liegt deren Rendite überraschenderweise trotz höherer Inflation mit 2,2 Prozent niedriger als damals.

„Die jüngste Rally der US-Treasuries bestärkt uns nur in der Annahme, dass Investoren ihre Rentenportfolios auf die Rückkehr der Inflation und den damit verbundenen steigenden Druck auf die Zinskurve ausrichten müssen“, betont Temple. Derzeit würden sich die Anleger jedoch vor allem auf die negativen Folgen eines möglichen Euro-Zerfalls konzentrieren: Sie suchen sichere Häfen für ihr Kapital und sorgen so für den Wettlauf um die US-Treasuries. Doch Anleger sollten sich darauf einstellen, dass diese Rally demnächst endet. Wie schnell das gehen könne, hätten die Geschehnisse vom März dieses Jahres gezeigt: Damals verloren die US-Staatsanleihen deutlich an Wert, als viele Anleger plötzlich fürchteten, die US-Wirtschafts- und Inflationsentwicklung könnte zu einem Test für die Entschlossenheit der Fed werden, die Zinsen auch weiterhin niedrig zu halten. Da die Treasury-Renditen sehr niedrig sind, kann jeder Aufwärtstrend in der Zinsstrukturkurve einen vergrößerten Einfluss auf den Preis dieser Papiere haben.

Um diesen negativen Folgen steigender Zinsen auf Portfolio-Ebene frühzeitig entgegensteuern zu können, sollten Investoren ihre Portfolios mit einer Mischung aus variabel verzinslichen Wertpapieren, Hochzinsanleihen, höher verzinslichen Investment-Grade-Anleihen sowie Staats- und Unternehmensanleihen aus den Emerging Markets bestücken.

Über Pioneer Investments

Pioneer Investments ist eine international tätige Investmentgesellschaft mit einem verwalteten Fondsvermögen von rund 160 Milliarden Euro weltweit. Das Unternehmen bietet eine breite Palette von Aktien-, Renten- und Geldmarktfonds sowie alternative Investmentprodukte und strukturierte Produkte an. Die 2000 Mitarbeiter arbeiten in 26 Ländern weltweit. Pioneer Investments gestaltet auf der Basis seiner mehr als 80 Jahre langen Erfahrung Investmentlösungen für institutionelle Investoren, Versicherungen, Pensionsfonds, Banken und Sparkassen sowie Privatkunden. Pioneer Investments ist eine Tochtergesellschaft der europäischen Bankengruppe UniCredit.

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