SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Ist die Zeit der Quant-Fonds vorbei?

19. März 2014 von um 14:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Ist die Zeit der Quant-Fonds vorbei? „Lange waren sie die Lieblinge vor allem institutioneller Investoren: Quantitative Hedgefonds von Firmen wie Man Group oder Blue Crest Capital. Doch in den letzten Jahren verschlechterten sich die Renditeergebnisse der Quant-Fonds zusehends, Investoren begannen ihr Kapital abzuziehen“, fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Korschenbroich, die jüngsten Entwicklungen zusammen. „Ist die Zeit der Quant-Fonds nun endgültig vorbei, da sie mit den übermäßigen Markteingriffen der großen Notenbanken Probleme haben? Alle Details zu dieser spannenden Frage finden sich hier!

Liebe FondsBlogger, man braucht nicht drum herumzureden: Im vergangenen Jahr war die Wertentwicklung vieler quantitativer Fonds enttäuschend. Mit verantwortlich für die schwachen Renditeergebnisse waren die Zentralbank-Ankündigungen zur Veränderung geldpolitischer Maßnahmen, die an den Märkten für kaum vorhersehbare kräftige Korrekturen sorgten, die zahlreiche der an mathematischen Modellen orientierten Fonds auf dem falschen Fuß erwischten.

Quantitative Hedgefonds nutzen Computermodelle, um die Preisentwicklung von Aktien, Anleihen oder Rohstoffen vorherzusagen. Basierend auf diesen Prognosen kaufen und verkaufen die Fondsmanager Wertpapiere, gehen Long- und Shortpositionen auf die entsprechenden Basiswerte ein. Jeder der Quant-Fonds verfügt zumeist über sein ganz eigenes Computermodell, weshalb die Erträge sehr unterschiedlich ausfallen können. Eines ist jedoch allen Quant-Fonds gemeinsam: Werden die von ihnen eingegangenen Positionen zu häufig wieder ausgestoppt, steigt die Verlustwahrscheinlichkeit an.

Und genau dies passierte im vergangenen Jahr, als Quant-Fonds Schwierigkeiten auf Grund der starken Aktivitäten der Zentralbanken hatten. Aussagen wie diejenige von Fed-Präsident Ben Bernanke, eine baldige Straffung der ultralockeren US-Geldpolitik zu erwägen und das Quantitative-Easing-Programm zurückzufahren, sorgten für heftige Marktverwerfungen und veränderten die erwarteten Bewegungen der Wertpapierkurse. Auch die Markteingriffe der Fed, die über längere Zeit jeden Monat Anleihen für 85 Milliarden US-Dollar aufkaufte, machten die Kursverläufe für Quant-Fonds schwerer prognostizierbar.

Besonders schwer getroffen wurde im Vorjahr der Quant-Fonds von Cantab Capital Partners. Das Unternehmen musste in seinem Hauptfonds ein Minus von 28 Prozent für 2013 hinnehmen – und allein im Januar 2014 kam schon wieder ein neues Minus von 7 Prozent hinzu. Die Hedgefonds-Gesellschaft gibt zu, dass sie im Juni 2013, als es im Zuge der Bernanke-Äußerungen für Anleihen und Schwellenländerwährungen kräftig abwärts ging, in beiden Anlageklassen signifikant engagiert war.

Doch Cantab ist in guter Gesellschaft, denn in den letzten Jahren haben sich die Quant-Hedgefonds insgesamt unerwartet schlecht entwickelt. Auch der AHL von Man Group sowie der BlueTrend von BlueCrest schrieben Verluste. Der Newedge CTA Index, der die Entwicklung von 20 großen quantitativen Hedgefonds abbildet, verzeichnete in den vergangenen drei Jahren im Schnitt ein Minus von 2,2 Prozent pro Jahr. Die Verluste haben im ersten Monat des neuen Jahres ihre Fortsetzung gefunden. Für Januar lag der Newedge-Index mit -2,4 Prozent erneut im negativen Bereich.

Die Konsequenz: Immer mehr Investoren verlieren die Geduld mit den rein quantitativ arbeitenden Hedgefonds-Managern und ihren Computermodellen, die Kapitalzuflüsse gehen zurück. Die quantitativen Hedgefonds verzeichneten im vergangenen Jahr nur noch Nettomittelzuflüsse von 1,7 Milliarden US-Dollar, nachdem diese 2012 noch bei 9,5 Milliarden US-Dollar gelegen hatten. Noch frappanter ist der Vergleich mit dem Jahr 2011: Hier konnten sich Quant-Fonds über Zuflüsse von 25 Milliarden US-Dollar freuen.

SJB FondsSkyline. Fazit.Ist die Zeit der Quant-Fonds vorbei? Rein computerbasiert den globalen Markttrends zu folgen und mit diesem quantitativen Modell regelmäßig attraktive Gewinne zu erwirtschaften, ist in der jüngeren Vergangenheit offensichtlich wesentlich schwieriger geworden. Nicht wirklich überraschend angesichts des immer volatileren Marktumfeldes, zu dem auch neue geopolitische Risiken wie die Krimkrise beitragen. Auch wenn institutionelle Investoren oder Pensionsfonds ungeduldig werden und über eine Reduzierung ihrer Anlagen nachdenken – Quant-Fonds bleiben insofern ein wichtiger Depotbaustein, weil sie eine nur geringe Korrelation zu vielen anderen Assetklassen aufweisen. Eine Tatsache, die sich beim nächsten nachhaltigen Abschwung als sehr wertvoll erweisen könnte!

Fragen Sie nach! Rufen Sie an. Ihr persönlicher SJB FondsBerater sagt Ihnen, wie Sie Ihr Depot am besten gegenüber neuen Marktturbulenzen absichern und sich für neue antizyklische Einstiegschancen positionieren. Sie erreichen uns unter der Rufnummer +49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

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