SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Wie stabil ist das chinesische Wirtschaftswachstum?

23. April 2014 von um 14:30 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Wie stabil ist das chinesische Wirtschaftswachstum? „Den kürzlich veröffentlichten Wachstumszahlen für das erste Quartal 2014 zufolge, ist Chinas Ihre Werbung. Hier?Wirtschaft in den ersten drei Monaten um lediglich 7,4 Prozent gewachsen. Dies ist das niedrigste BIP-Plus seit 18 Monaten“ fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Neuss-Korschenbroich, die jüngsten Meldungen aus dem Reich der Mitte zusammen. Sind diese Wachstumszahlen als kritisch einzuschätzen, oder entwickelt sich Chinas Ökonomie trotz gebremstem Expansionstempo stabil? Alle Details zu dieser spannenden Frage finden sich hier!

Liebe FondsBlogger, Chinas Wirtschaft wächst langsamer, als es sich die eigene Regierung zum Ziel gesetzt hat: Mit einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 7,4 Prozent im ersten Quartal dieses Jahres wurde die selbst gesteckte Zielmarke von 7,5 Prozent nicht ganz erreicht. Pessimisten verweisen darauf, dass es sich um das niedrigste Wirtschaftswachstum seit anderthalb Jahren handelt und dem chinesischen Wirtschaftswunder allmählich die Puste auszugehen droht. Doch so schlimm wie teils behauptet sind die Zahlen nicht. Zum einen wurde das offizielle Wachstumsziel mit 0,1 Prozentpunkten nur äußerst knapp verfehlt und kann auf das Gesamtjahr bezogen immer noch erreicht werden – zum anderen liegen die nun veröffentlichten Zahlen durchweg höher, als es die Mehrheit der Analysten erwartet hatte. Denn die Konsensprognose hatte für das erste Quartal 2014 nur ein chinesisches Wirtschaftswachstum von 7,3 Prozent vorausgesetzt, weshalb die Reaktionen an den Finanzmärkten tendenziell positiv ausfielen.

In die insgesamt positive Bewertung von Chinas Wachstumszahlen stimmte auch das Statistikamt in Beijing ein, welches betonte, dass sich die chinesische Wirtschaft „insgesamt stabil“ entwickle. Im März seien zudem weitere Verbesserungen sichtbar geworden. Und doch: Sollte es in diesem Jahr bei dem bislang vorgelegten Wachstumstempo von 7,4 Prozent bleiben, wäre es das niedrigste Wachstum im „Reich der Mitte“ seit nunmehr 24 Jahren. In den beiden Vorjahren hatte Chinas Wirtschaftsleistung noch um jeweils 7,7 Prozent zugelegt.

Ist der Dämpfer beim chinesischen Wirtschaftswachstum bereits ein Problem für die Weltwirtschaft? Klar ist: Ein langsameres Wachstum in China beeinträchtigt auch die globale Konjunktur. So fiel der chinesische Außenhandel im ersten Quartal um ein Prozent, auch die Exporte deutscher Unternehmen ins Reich der Mitte standen unter Druck.

RBS-Chefökonom Louis Kuijs zeichnet für Chinas Wirtschaft im weiteren Jahresverlauf ein gemischtes Bild. Generell würden die Wachstumsrisiken für die größte asiatische Volkswirtschaft bestehen bleiben, allerdings präsentiere sich die Situation im Dienstleistungssektor derzeit besser als in der Industrie. Negative Impulse gehen derzeit vom chinesischen Immobiliensektor aus. So nahmen die Wohnungs- und Hausverkäufe im ersten Quartal um 5,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ab, zugleich stiegen die Investitionen in Immobilien lediglich um 16,8 Prozent und damit um 2,5 Prozentpunkte weniger an.

Besser sieht es mit Blick auf den chinesischen Binnenkonsum aus. Die heimische Nachfrage entwickelte sich erfreulich, der Einzelhandel legte im ersten Quartal um zwölf Prozent zu. Selbst nach Abzug der Inflation entspricht dies immer noch einem satten Plus von 10,8 Prozent, wie das chinesische Statistikamt betonte.

Prinzipiell gilt: Nach vielen Jahren mit teils zweistelligen Wachstumsraten strebt die chinesische Regierung nun eine nachhaltigere Wirtschaftsentwicklung an. Dies ist aus langfristiger Perspektive zu begrüßen und geht mit einer Umstrukturierung der Wirtschaft einher. Wenn nur genug Arbeitsplätze vorhanden sind, sollen auch niedrigere Wachstumsraten für eine nachhaltigere Ökonomie in Kauf genommen werden.

SJB FondsSkyline. Fazit. Wie stabil ist das chinesische Wirtschaftswachstum? Solange sich die chinesische Wachstumsrate in enger Nachbarschaft zur offiziellen Zielmarke von 7,5 Prozent bewegt, halte ich es für unangebracht, von einer Krisensituation mit Blick auf die BIP-Entwicklung in der Volksrepublik zu sprechen. Hinzu kommt: Regierungschef Li Keqiang hat erst Anfang April zur Stützung des Wirtschaftswachstums ein Stimuluspaket mit Steuerermäßigungen, Investitionen in die Eisenbahn und den sozialen Wohnungsbau auf den Weg gebracht. Und auch der Blick auf den Rohstoffmarkt macht deutlich, dass dort nicht mit einem ernsthaften Einbruch von Chinas Wirtschaftswachstum gerechnet wird: Hier legte der Kupferpreis als Reaktion auf die Veröffentlichung der chinesischen BIP-Zahlen zu, auch Nickel zog kräftig an. Alles Zeichen dafür, dass es mit der Aufwärtsentwicklung der chinesischen Ökonomie weitergehen wird – wenn auch mit leicht vermindertem Tempo.

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