SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Wie sehr wird sich das Weltwirtschaftswachstum abschwächen?

07. Oktober 2015 von um 15:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Wie sehr wird sich das Weltwirtschaftswachstum abschwächen? „Die globale Konjunktur lahmt, da insbesondere die Wachstumslokomotive aus China, aber auch der Rohstoffgigant Brasilien in den Krisenmodus gewechselt sind. Die Lage in den Schwellenländern ist schwierig geworden, doch wie stark dürften die weltweiten Wachstumseinbußen ausfallen?“, fragt Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Neuss-Korschenbroich, angesichts der jüngsten Nachrichtenlage. Eine Antwort auf diese Frage gibt Anlegern die jüngst erneuerte IWF-Prognose zum Weltwirtschaftswachstum, die die globalen Konjunkturentwicklungen zusammenfasst. Alle Details dazu, wie der Internationale Währungsfonds die aktuellen Wachstumsaussichten bewertet, finden sich hier!

Liebe FondsBlogger, dass die Volksrepublik China ihr selbst gestecktes Wachstumsziel von 7,0 Prozent in diesem Jahr nicht erreichen wird, hat sich bereits zum Konsens unter den internationalen Marktanalysten entwickelt. Doch auch bei anderen Ländern aus dem Bereich der Emerging Markets sieht es nicht gut aus: In Südamerika muss das rohstoffreiche Brasilien angesichts rückläufiger Notierungen im Commodities-Bereich seine Wachstumsprognosen immer weiter zurücknehmen, auch andere Rohstoffexporteure bekommen stärkeren Gegenwind zu spüren.

Selbst wenn die Wirtschaftszahlen aus den USA noch vergleichsweise attraktiv wirken, so ist es doch wenig überraschend, dass der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Prognose für das weltweite Wirtschaftswachstum in diesem Jahr nach unten korrigieren musste. Der gerade aktualisierten Schätzung zufolge wird sich das Wachstum der Weltwirtschaft 2015 weiter abschwächen und nur noch 3,1 Prozent betragen. Noch im Juli hatte der Internationale Währungsfonds das globale Wachstum um 0,2 Prozentpunkte höher bei 3,3 Prozent veranschlagt. Die Weltwirtschaft drosselt also ihr Wachstumstempo: Im Jahre 2014 hatte das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) noch einen Zuwachs um 3,4 Prozent verzeichnet.

Relativ weit hinten bei den globalen Wachstumsraten befinden sich laut IWF Deutschland und die Eurozone. Während die Experten erwarten, dass die deutsche sowie die europäische Wirtschaft in diesem Jahr um jeweils 1,5 Prozent wachsen, wird für das kommende Jahr 2016 nur eine moderate Steigerung auf 1,6 Prozent prognostiziert. In den USA soll die Konjunktur 2015 hingegen noch stärker anziehen als bislang angenommen; laut IWF-Analysten wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) hier um 2,5 Prozent zulegen. Für 2016 korrigierten die Ökonomen die Prognose leicht nach unten auf 2,8 Prozent.

Doch wie kritisch schätzt der IWF die Lage beim „Problemkind“ China ein? Hier sehen die Experten des Internationalen Währungsfonds das niedrigste Wachstum seit Jahrzehnten: Das Reich der Mitte dürfte der IWF-Prognose zufolge in 2015 mit einem Wirtschaftswachstum von lediglich 6,8 Prozent aufwarten, das im Jahre 2016 nochmals deutlich auf 6,3 Prozent zurückgehen sollte. Schlechte Aussichten für den asiatischen Wachstumsmotor, die jedoch von den düsteren Prognosen für weitere Schwellenländer noch getoppt werden: Russland und Brasilien droht nach Auffassung des IWF eine längere Phase der Rezession, da sich hier neben sinkenden Rohstoffpreisen vor allem der rapide Verfall des Ölpreises negativ bemerkbar macht.

SJB FondsSkyline. Fazit. Wie sehr wird sich das Weltwirtschaftswachstum abschwächen? Wie IWF-Chefvolkswirt Maurice Obstfeld betont, ist das Ziel eines kräftigen und gleichlaufenden globalen Wachstums aktuell nur schwer erreichbar. Die Wachstumsrisiken sind größer als noch vor wenigen Monaten, was im Wesentlichen auf drei Faktoren zurückzuführen ist: So wirft der wirtschaftliche Wandel Chinas weg von einer exportorientierten hin zu einer auf den Binnenmarkt fokussierten Ökonomie deutliche Probleme bei den Wachstumsraten auf, hinzu kommt der Preisverfall der Rohstoffnotierungen, der viele Schwellenländer trifft. Den dritten großen Risikofaktor stellt die immer näher rückende Zinswende in den USA dar, auch wenn die erste Anhebung des Leitzinses beim letzten Treffen der Fed noch einmal verschoben wurde. Die Konsequenz: Für das laufende Jahr musste der IWF seine Wachstumsprognose auf 3,1 Prozent zurücknehmen, erst in 2016 ist überhaupt wieder ein stärkeres Wachstum der Weltwirtschaft als 2014 möglich. Doch auch die 2016er-Prognose musste der IWF um 0,2 Prozentpunkte auf 3,6 Prozent korrigieren. Da selbst diese Prognose mit zahlreichen Unsicherheiten behaftet bleibt, ist das Korrekturpotenzial an den internationalen Börsen unverändert hoch!

Fragen Sie nach! Rufen Sie an. Ihr persönlicher SJB FondsBerater sagt Ihnen, wie Sie Ihr Depot am besten gegenüber neuen Marktturbulenzen absichern und sich für neue antizyklische Einstiegschancen positionieren. Sie erreichen uns unter der Rufnummer +49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

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