SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Wie kritisch ist der Wachstumsrückgang in China?

29. Oktober 2014 von um 15:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Wie kritisch ist der Wachstumsrückgang in China? „Den jüngst veröffentlichten Zahlen zufolge ist das chinesische Wirtschaftswachstum auf den niedrigsten Stand seit fünf Jahren abgesackt. SJB Fonds Echo. Analysiert.Im dritten Quartal 2014 legte Chinas Bruttoinlandsprodukt (BIP) nur noch um 7,3 Prozent zu“ fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Neuss-Korschenbroich, die jüngsten Meldungen aus dem Reich der Mitte zusammen. Damit verfehlt die Volksrepublik das eigene Wachstumsziel von 7,5 Prozent und verabschiedet sich vom konjunkturellen Tempo der letzten Jahre. Wie kritisch sind die verringerten Wachstumszahlen von China einzuschätzen, gibt es Anlass zur Besorgnis über mögliche negative Auswirkungen auf die Weltkonjunktur? Alle Details zu dieser spannenden Frage finden sich hier!

Liebe FondsBlogger, Chinas Wirtschaftswachstum ist auf ein Fünfjahrestief von 7,3 Prozent zurückgefallen. Damit sind die teils atemberaubenden Wachstumsraten der Vergangenheit Geschichte – eine Entwicklung, die politisch durchaus gewollt ist. Denn Chinas Regierung plant für die Zukunft ein nachhaltigeres, stärker auf die Binnenkonjunktur als den Exportsektor fokussiertes Wachstum und ist bereit, dafür einige Prozentpunkte seiner Wachstumsraten zu opfern. Doch erwachsen daraus nicht neue Risiken für die globale Konjunktur, die ohnehin unter zunehmenden politischen Risiken und sinkenden Wachstumserwartungen leidet?

Klar ist: Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Erde ist im dritten Quartal 2014 so langsam gewachsen wie seit fünf Jahren nicht mehr und hat das von der Regierung vorgegebene Wachstumsziel von 7,5 Prozent verfehlt. Seit dem ersten Quartal 2009 hat Chinas Wirtschaft nicht mehr so gering zugelegt: Damals hatte die Wachstumsrate 6,6 Prozent betragen. Ist dieser Rückgang auf ein in absoluten Zahlen immer noch sehr ordentliches BIP-Wachstum nun ein Grund zur Sorge? Chinas Staatsführung hat sich eine grundlegende Umstrukturierung der Wirtschaft zum Ziel gesetzt und will dafür auch geringere Wachstumsraten in Kauf nehmen.

Gradmesser des Erfolgs der neuen Wirtschaftspolitik ist zu einem großen Teil die Zahl der neu geschaffenen Stellen auf dem Arbeitsmarkt. Hier sieht es gut aus: Regierungschef Li Keqiang hatte jüngst auf dem Weltwirtschaftsforum in Tianjin betont, dass in China in den ersten acht Monaten dieses Jahres fast zehn Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen wurden. Damit sieht sich der Ministerpräsident auf einem guten Weg, zumal er hervorhob, dass das Wachstumsziel nicht bei starren 7,5 Prozent liege: Ein BIP-Plus etwa in diesem Bereich sei ausreichend, womit sich China nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) noch voll im Soll befindet: Der IWF prognostizierte in seiner letzten Studie ein 2014er-Wachstum von 7,4 Prozent, das 2015 auf 7,1 Prozent zurückgehen dürfte.

Das eigentliche Problem liegt woanders: Auch wenn die aktuellen Wachstumsraten als noch ausreichend interpretiert werden können, besteht die Gefahr, dass sich Chinas Wachstum auf einem niedrigeren Niveau einpendelt. Das US-Wirtschaftsforschungsinstitut “Conference Board” prognostiziert einen Einbruch von Chinas Konjunkturdaten in den kommenden zehn Jahren. Für den Zeitraum von 2015 bis 2019 wird lediglich ein durchschnittlicher BIP-Zuwachs von 5,5 Prozent erwartet. Dies wäre dann definitiv zu wenig, egal, wie man das offizielle Wachstumsziel von 7,5 Prozent exakt auslegt.

SJB FondsSkyline. Fazit. Wie kritisch ist der Wachstumsrückgang in China? Und in der Periode zwischen 2020 und 2025 soll es nach Einschätzung des Conference Board noch dicker kommen: Dann werde sich das chinesische Wirtschaftswachstum weiter verlangsamen und auf durchschnittlich 3,9 Prozent zurückgehen, so die Studie der Marktexperten. Während also die aktuellen Wachstumszahlen in China gar nicht das Problem sind, sorgen die langfristigen Prognosen für Sorgenfalten. China als Schwellenland hat weiter ein enormes Nachholpotenzial in den Bereichen Infrastruktur, Binnenkonsum und Arbeitsmarkt. Ein chinesisches BIP-Wachstum zwischen sechs und sieben Prozent dürfte dabei die Untergrenze sein, um die volkswirtschaftliche Entwicklung voranzutreiben, parallel für genug neue Arbeitsplätze zu sorgen und keine Unzufriedenheit bei der Bevölkerung aufkommen zu lassen. Wenn China auch diese Marke unterschreitet, fangen die eigentlichen Probleme in der Volksrepublik erst an.

Fragen Sie nach! Rufen Sie an. Ihr persönlicher SJB FondsBerater sagt Ihnen, wie Sie Ihr Depot am besten gegenüber neuen Marktturbulenzen absichern und sich für neue antizyklische Einstiegschancen positionieren. Sie erreichen uns unter der Rufnummer +49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

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