SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Mit welchen Wachstumseinbußen ist durch den Brexit zu rechnen?

30. Juni 2016 von um 14:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline 1989 e.K..Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Mit welchen Wachstumseinbußen ist durch den Brexit zu rechnen? SJB Fonds Echo. Analysiert.„Der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union ist beschlossene Sache, der Brexit wird kommen und für eine große Menge Unsicherheit in den europäischen Volkswirtschaften sorgen. Experten erwarten einen konjunkturellen Rücksetzer im Euroraum sowie in Deutschland, über dessen genaue Höhe noch spekuliert wird“, fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline 1989 e.K. aus Neuss-Korschenbroich, die unmittelbaren Konsequenzen aus dem Brexit-Votum vom 23. Juni zusammen. „Wie hart wird die Wirtschaft der Eurozone von dem EU-Austritt Großbritanniens getroffen werden, müssen sich Anleger und Investoren auf einen spürbaren Rückgang des BIP-Wachstums einstellen? Aktuelle Einschätzungen und wichtige Hintergrundinformationen finden sich hier.

Liebe FondsBlogger, dass der Brexit die Wirtschaft im Euroraum hart treffen und es zu spürbaren Wachstumseinbußen kommen wird, darüber herrscht Einigkeit bei Volkswirten und Marktstrategen. Doch auf welche BIP-Rückgänge müssen sich deutsche und europäische FondsInvestoren konkret einstellen? EZB-Chef Mario Draghi hat sich beim jüngsten EU-Gipfel in Brüssel als einer der ersten aus der Deckung gewagt und konkrete Zahlen genannt. Nach Einschätzung der Experten der Europäischen Zentralbank (EZB) wird die Wirtschaft der Eurozone durch den EU-Austritt der Briten einen ganz erheblichen Dämpfer erleiden: In den nächsten drei Jahren könnte der Anstieg des EU-Bruttoinlandsproduktes (BIP) insgesamt um 0,3 bis 0,5 Prozentpunkte geringer ausfallen als bisher angenommen.

Hauptgrund dafür sei das durch den Brexit zu erwartende niedrigere Wachstum im Vereinigten Königreich, ließ EZB-Präsident Draghi verlauten, der die Staats- und Regierungschefs der EU bei einem Gipfeltreffen in Brüssel über die Konsequenzen aus dem britischen Votum informierte. Da Großbritannien ein wichtiger Handelspartner der EU sei, werde auch die Konjunktur der Eurozone insgesamt von den britischen Wachstumseinbußen betroffen sein. Unklar bleibt zudem, ob der aufgrund der Pfund-Schwäche zu erwartende Rückgang der britischen Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen aus dem Euroraum in dieser Prognose überhaupt schon vollständig berücksichtigt ist.

Die britischen Bürger werden sich wegen der abstürzenden Währung auf eine geringere Kaufkraft einstellen müssen, zudem sorgt die Ratingabstufung Großbritanniens nach dem Brexit für höhere Zinslasten und eine steigende Inflationsgefahr. Die bereits angekündigten Steuererhöhungen werden die Konsumlust der Briten ebenfalls dämpfen und für weitere Einbußen sorgen. Die negativen Effekte auf die Wirtschaft der verbliebenen EU-Länder müssten dringend durch Reformen oder Wachstumsprogramme kompensiert werden, doch die EZB hat ihr Pulver bereits verschossen. Um den konjunkturellen Folgen des EU-Austritts Großbritanniens für die Europäische Union entgegenzutreten, fehlen EZB-Präsident Draghi nun die Mittel.

Und wie dürfte sich das Brexit-Votum der Briten speziell auf die deutsche Wirtschaft auswirken? Eine aktuelle Studie des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) kommt zu dem Schluss, dass Deutschlands Ökonomie mit einem halben Prozent weniger Wachstum allein aufgrund der Abstimmung in Großbritannien rechnen muss. Bereits 2017 werden sich die Folgen des Brexits einer Prognose des IMK zufolge in Deutschland negativ bemerkbar machen: Das Institut rechnet nicht nur mit weniger Wirtschaftswachstum, sondern auch mit einer höheren Arbeitslosigkeit. Die IMK-Experten prognostizieren für das nächste Jahr eine knapp über der Drei-Millionen-Marke liegende Arbeitslosenzahl. Demnach würden in Deutschland 290.000 Menschen mehr als derzeit ohne Beschäftigung dastehen. Zugleich wurde die deutsche BIP-Prognose für 2017 um 0,2 Prozentpunkte reduziert – ohne das Brexit-Votum hätte das Institut die Vorhersage für das kommende Jahr um 0,3 Prozentpunkte erhöht.

SJB FondsSkyline. Fazit. Mit welchen Wachstumseinbußen ist durch den Brexit zu rechnen? 0,5 Prozent weniger Wachstum in Deutschland, ein BIP-Minus zwischen 0,3 und 0,5 Prozentpunkten auch innerhalb der Eurozone – die unmittelbaren negativen Auswirkungen des Brexit-Votums in Großbritannien sind enorm. Schmerzlich dürften in Deutschland auch die Konsequenzen für Beschäftigung und den bislang als Wachstumstreiber auftretenden privaten Konsum ausfallen. 2017 sollte die Nachfrage nach deutschen Waren und Dienstleistungen zurückgehen, da sich Großbritannien aufgrund der zunehmenden Abwertung des Pfunds weniger Importe leisten kann und selbst mit Wachstumsproblemen kämpft. Für die europäischen Börsen sind all diese Entwicklungen als Vorbote eines sich weiter verstärkenden Abschwungs zu interpretieren – sowohl für den DAX als auch den EuroStoxx 50 ist im laufenden Jahr mit einer Fortsetzung des Abwärtstrends zu rechnen!

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