SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Welche Verluste haben Zentralbanken durch den Einbruch des Goldpreises erlitten?

18. April 2013 von um 16:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Welche Verluste haben Zentralbanken durch den Einbruch des Goldpreises erlitten? „Der 15. April 2013 war der Schicksalstag für die Kursnotierung des Goldpreises: Dieser verlor an einem einzigen Handelstag rund 9,3 Prozent und rutschte im Tief bis auf die 1.320-US-Dollar-Marke ab“ fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Neuss-Korschenbroich, die turbulenten Geschehnisse an den Edelmetallmärkten zusammen. „Der große Verlierer dieses extremen Kursverfalls sind aber nicht nur Privatinvestoren, sondern gerade auch die Zentralbanken, die hohe Goldreserven halten. Welche Kursverluste mussten diese hinnehmen, wie arm hat der Einbruch beim Goldpreis die Notenbanken gemacht? Alle Details hierzu finden sich hier!

Liebe FondsBlogger, der massive Kursverfall beim Goldpreis hat deutliche Spuren bei den Zentralbanken hinterlassen. Der seit nunmehr rund anderthalb Jahren andauernde Kurseinbruch verringerte den Wert ihrer Goldreserven um rund 560 Milliarden US-Dollar, umgerechnet 426 Milliarden Euro. Damit zählen Zentralbanken zu den größten Verlierern der Geschehnisse vom Montag. Denn nach Angaben des World Gold Councils halten sie rund 31.695 Tonnen Gold – das sind rund 19 Prozent aller weltweit verfügbaren Goldbestände.

Durch den jüngsten Kursrutsch ist der Goldkurs auch nach charttechnischen Kriterien in einen „Bärenmarkt“ eingetreten. Nach einer zwölf Jahre anhaltenden Aufwärtsbewegung hat der Preis des gelben Edelmetalls seit seinem im September 2011 erreichten Rekordhoch von 1.923,70 US-Dollar je Feinunze ein Minus von -29,0 Prozent verzeichnet. Wie weh dies gerade den Zentralbanken tut, macht das Verhältnis der insgesamt vernichteten Summe von 773 Milliarden US-Dollar zu den von den Notenbanken eingebüßten 560 Milliarden US-Dollar deutlich – dies sind fast drei Viertel aller Wertverluste, die globale Goldpositionen erlitten haben.

Was sind die Hintergründe dieses extremen Wertverlustes, warum die so plötzliche Abkehr vieler Investoren vom Gold? Die Entwicklung zeichnete sich im bisherigen Jahresverlauf 2013 bereits ab und gewann dann, da charttechnische Faktoren hinzukamen, plötzlich massiv an Fahrt. Fakt ist: Goldfonds haben im laufenden Jahr bereits Nettomittelabflüsse von 11,2 Milliarden US-Dollar zu verzeichnen gehabt, den stärksten Rückgang seit 2011. Zugleich verbuchten global und in den USA anlegende Aktienfonds Nettokapitalzuflüsse von 21,25 Milliarden US-Dollar. Angesichts solider Unternehmenszahlen und einer schwächer als befürchtet ausfallenden Inflation in den Industrieländern schichteten Investoren verstärkt aus Gold, das traditionell als Mittel zur Werterhaltung eingestuft wird, aber keine Rendite erbringt, in Aktientitel um. Hinzu kamen Verkaufsempfehlungen für Gold seitens großer Investmenthäuser wie Goldman Sachs.

Die Risikoaversion großer Marktteilnehmer ist zurückgegangen, weshalb sie verstärkt Ausschau nach Vermögenswerten halten, die Erträge erwirtschaften und ein konkretes Wachstumspotenzial bieten. Anthony Valeri von der Finanzgesellschaft LPL spricht davon, dass die „Jagd nach Renditen“ wieder eingesetzt habe. Ohne Rendite habe Gold dabei das Nachsehen. Dies zeigt sich in aller Deutlichkeit am Preisverfall der von den Zentralbanken weltweit und dem Internationalen Währungsfonds gehaltenen Goldreserven, deren Wert von einem Rekordstand bei 1,96 Billionen US-Dollar auf aktuell rund 1,4 Billionen US-Dollar zusammengeschmolzen ist. Am stärksten betroffen sind die USA und Deutschland, bei denen das Edelmetall mehr als 70 Prozent der gesamten Notenbank-Reserven ausmacht. Auch Russland, das mit 976,9 Tonnen die siebtgrößten Goldbestände weltweit aufweist, leidet überdurchschnittlich.

SJB FondsSkyline. Fazit. Welche Verluste haben Zentralbanken durch den Einbruch des Goldpreises erlitten? Angesichts massiver Vermögenseinbußen stufen Notenbanker den Absturz des Goldpreises völlig zu Recht als „extrem beunruhigend“ ein. Ihre Reservepolitik wollen sie dennoch nicht ändern, wie es stellvertretend die südafrikanische Zentralbank verkündet hat. Damit dürfte sie richtig liegen. Denn langfristig sollte Gold in einer Zeit ausufernder Staatsverschuldung, fehlenden Vertrauens in das Papiergeldsystem und der Suche nach Sachwerten wieder profitieren können. Viele Privatinvestoren, die das ermäßigte Kursniveau zu Nachkäufen im Bereich von Goldmünzen und –barren nutzten, haben dies bereits richtig erkannt. Somit sind auch die Notenbanken Sri Lankas oder Südkoreas auf dem rechten Weg, die den fallenden Goldpreis als eine Gelegenheit bezeichneten, ihre Goldreserven zu erhöhen.

Fragen Sie nach! Rufen Sie an. Ihr persönlicher SJB FondsBerater sagt Ihnen, wie Sie Ihr Depot am besten gegenüber neuen Marktturbulenzen absichern und sich für neue antizyklische Einstiegschancen positionieren. Sie erreichen uns unter der Rufnummer +49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

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