SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Stehen die USA vor der Staatspleite?

16. Oktober 2013 von um 16:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Stehen die USA vor der Staatspleite? „In den USA müssen sich Republikaner und Demokraten im Kongress bis Donnerstag auf die Anhebung der Schuldenobergrenze von aktuell 16,7 Billionen US-Dollar einigen, sonst ist die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig“, fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Neuss-Korschenbroich, die jüngsten Entwicklungen im US-Haushaltsstreit zusammen. Gibt es noch einen Kompromiss in letzter Sekunde, oder schlittern die Vereinigten Staaten ungebremst in den Staatsbankrott? Alle Details zu dieser brisanten Frage finden sich hier!

Liebe FondsBlogger, den USA läuft die Zeit davon: Seit über zwei Wochen befindet sich das Land bereits im Haushaltsnotstand, doch auch einen Tag vor der „Deadline“, um den gefürchteten Zahlungsausfall zu vermeiden, ist noch keine Einigung zwischen Republikanern und Demokraten in Sicht. Die Lage ist ernst, denn auch am Dienstag zerschlugen sich die Hoffnungen auf ein gutes Ende im US-Haushaltsstreit. Ab dem 17. Oktober droht den USA damit der erste Zahlungsausfall ihrer Geschichte, die Konsequenzen für die globale Ökonomie könnten verheerend sein.

Die jüngsten Geschehnisse: Ein überparteilicher Kompromissvorschlag der konservativen Republikaner wurde von dem durch die Demokraten beherrschten US-Senat abgelehnt. Zugleich wurde im US-Repräsentantenhaus, wo die Republikaner die Macht haben, die geplante Abstimmung über eine ähnliche Vorlage verschoben. Doch am Ende müssen sich beide Parlamentskammern einigen, um die Staatspleite zu verhindern. Doch hiernach sieht es im Moment nicht aus: Beide Lager stellen sich stur, der Zahlungsausfall ist immer wahrscheinlicher geworden. Zugleich geht der seit dem 1. Oktober gültige „Government Shutdown“ weiter. Die öffentliche Verwaltung und weite Teile der Regierung sind lahmgelegt, weil Gehälter nicht gezahlt werden können und sich die Parteien noch immer auf keinen Haushalt einigen konnten.

Bislang hatten sich die weltweiten Aktien- und Anleihenmärkte erstaunlich wenig beeindruckt von den US-Querelen gezeigt und auf eine baldige Einigung im Konflikt gesetzt. Doch nun nimmt die Nervosität an den Finanzmärkten zu: Denn die US-Ratingagentur Fitch hat auf den Haushaltsnotstand und die drohende Zahlungsunfähigkeit reagiert und damit gedroht, den USA die Top-Ratingnote „AAA“ zu entziehen. Die Analysten der Ratingagentur setzten US-Staatsanleihen „unter Beobachtung“, womit eine mögliche baldige Änderung der Ratingeinstufung angekündigt wird. Die Begründung von Fitch hebt den Ernst der Lage hervor: Die „waghalsige Politik“ sowie die „verringerte finanzielle Flexibilität“ würden das Risiko eines US-Zahlungsausfalls erhöhen, so die Einschätzung der Bonitätswächter. Die drohende Herabstufung der US-Bonität hat bereits ein historisches Vorbild: Wegen ähnlicher Probleme verloren die USA 2011 ihr Top-Rating bei Standard & Poor`s.

Klar ist: Die Zeit wird immer knapper. Schon ab dem morgigen Donnerstag könnte sich die US-Regierung kein frisches Geld mehr an den Anleihemärkten besorgen, weil in diesem Fall vom Kongress genehmigte Schuldenobergrenze von 16,7 Billionen US-Dollar überschritten würde. Die lediglich rund 30 Milliarden US-Dollar an Liquidität sowie die laufenden Steuereinnahmen, die die Ausgaben im Haushalt auch nicht annähernd decken, können die Situation nicht entspannen. Die unmittelbare Folge: US-Finanzminister Jack Lew könnte voraussichtlich innerhalb der nächsten zwei Wochen seine Ausgaben nicht mehr bezahlen. Neben Sozialleistungen und Beamtengehältern geht es dabei auch um Zins- und Tilgungszahlungen von US-Staatsanleihen. Würden diese tatsächlich ausfallen, wäre das Chaos an den Finanzmärkten vorprogrammiert.

SJB FondsSkyline. Fazit. Stehen die USA vor der Staatspleite? Kommt also die weltweite Finanzkrise zurück, weil sich die Parteien in den USA stur stellen? Die Möglichkeit ist nicht von der Hand zu weisen, ein neuer Rezessionsschub in den USA könnte die globale Konjunktur anstecken und weltweit sinkende Wachstumsraten auslösen. Ich setze deshalb auf eine Einigung in allerletzter Sekunde und einen Kompromiss, der die US-Schuldengrenze wenigstens vorübergehend bis zum 7. Februar 2014 erhöht. Zu diesem Zwecke müssten die Republikaner voraussichtlich ihre Forderung, nur bei Änderungen an Obamas Gesundheitsreform einer neuen Anhebung der Schuldenobergrenze zuzustimmen, aufgeben. Danach muss es jedoch zu einer grundsätzlichen Einigung zwischen Republikanern und Demokraten kommen, denn das immer wiederkehrende Schauspiel einer drohenden US-Pleite aufgrund der Verweigerungshaltung einzelner Politiker ist einer ökonomischen Großmacht wie der USA unwürdig!

Fragen Sie nach! Rufen Sie an. Ihr persönlicher SJB FondsBerater sagt Ihnen, wie Sie Ihr Depot am besten gegenüber neuen Marktturbulenzen absichern und sich für neue antizyklische Einstiegschancen positionieren. Sie erreichen uns unter der Rufnummer +49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

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