SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Stoppt die US-Notenbank die DAX-Rallye?

18. März 2015 von um 15:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Stoppt die US-Notenbank die DAX-Rallye? „Zu Wochenbeginn hat der deutsche Aktienindex DAX ein neues Allzeithoch oberhalb von 12.200 Punkten erreicht. Die Geschwindigkeit des Kursanstiegs Fortlaufende Nachrichten zur Schulden und Staatskrise.wie auch die fehlende fundamentale Rechtfertigung der Hausse stimmen zunehmend bedenklich. Doch jetzt könnte ausgerechnet die US-Notenbank die Rekordjagd stoppen“, fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Neuss-Korschenbroich, die jüngsten Börsenentwicklungen zusammen. Wenn die Fed in ihrem geldpolitischen Treffen eine baldige Zinsanhebung signalisiert, dürfte es nicht nur an den US-Börsen, sondern auch in Deutschland mit den Kursen massiv abwärts gehen. Alle Details zur steigenden Rückschlagsgefahr an den Aktienmärkten finden sich hier!

Liebe FondsBlogger, eigentlich sollte ja die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) für den Kursverlauf des deutschen Aktienindex DAX entscheidend sein. Zuletzt war sie dies auch: Durch das Anfang März gestartete massive Ankaufprogramm für EU-Staatsanleihen über 60 Milliarden Euro pro Monat wurde eine solche Masse an Liquidität in die Wertpapiermärkte gespült, dass die Notierung des DAX nur eine Richtung kannte: Steil nach oben. Das am Montagnachmittag erreichte Allzeithoch von 12.219 Punkten bedeutete einen Kursanstieg von rund 24 Prozent seit Jahresbeginn und ging nicht annähernd mit einer adäquaten Verbesserung des konjunkturellen Ausblicks oder der Unternehmensdaten einher. Offenbar nutzten überwiegend ausländische Investoren nach dem Kursverfall des Euro die in Fremdwährung stark verbilligten Notierungen für Käufe deutscher Aktien.

Wer also soll die durch die nochmals gesteigerte Liquiditätsschwemme der Europäischen Zentralbank ausgelöste DAX-Rallye stoppen? Es könnte die US-Notenbank Fed sein, die sich aktuell zu einem zweitägigen geldpolitischen Treffen versammelt hat und am Mittwochabend ihren Zinsentscheid sowie ein Statement zur künftigen Geldpolitik veröffentlichen wird. Bereits im Vorfeld der Fed-Entscheidung halten Investoren die Füße still und wollen keine großen Anlageentscheidungen treffen. Die Konsequenz: Der Dax ist in Richtung 11.800-Punkte Marke abgerutscht und damit schon jetzt wieder rund 400 Punkte von seinem jüngsten Rekordhoch entfernt. Aus dieser Korrektur könnte sehr schnell eine neue Trendwende am deutschen Aktienmarkt werden, wenn Fed-Präsidentin Janet Yellen die aus Investorensicht falschen Worte für die weitere US-Zinsentwicklung findet. Denn während die Anleger weniger gespannt auf die Entscheidung der US-Notenbank bezüglich des Leitzinses warten, der unverändert in einer Spanne zwischen 0,00 und 0,25 Prozent belassen werden dürfte, hängt sehr viel davon ab, welche Wortwahl Yellen zur Charakterisierung des US-Zinsausblicks benutzt. So könnte in der Abschlusserklärung der Zentralbank der Passus gestrichen werden, dass die Fed mit Blick auf steigende Leitzinsen „geduldig abwarte“, wann hierfür der richtige Zeitpunkt gekommen sei. Ohne diese Einschränkung im geldpolitischen Ausblick dürfte bereits im Frühsommer eine erste Zinserhöhung in den USA erfolgen und all diejenigen Anleger auf dem falschen Fuß erwischen, die erst in der zweiten Jahreshälfte mit einer geldpolitischen Straffung kalkulieren.

Gehen die USA auf baldigen Zinserhöhungskurs, so sollte das Anleihekaufprogramm der EZB erst einmal in den Hintergrund rücken. Zum einen hat es bereits für schnelle und übermäßige Kursgewinne am deutschen Aktienmarkt gesorgt, zum anderen dürfte ein geldpolitischer Kurswechsel der größten und bedeutendsten Zentralbank weltweit nicht folgenlos bleiben. In diesem Fall wäre für den von den EZB-Milliarden getriebenen DAX eine Blasenbildung zu konstatieren, die zu einer erhöhten Crashgefahr führt. Zwar werden deutsche Aktien weiterhin von der Erwartung einer längeren Euro-Schwäche gestützt – ein niedriger Kurs der Einheitswährung macht europäische Titel für US-Anleger attraktiv. Doch selbst die Erwartung verbesserter Geschäfte der deutschen Exportindustrie kann auf Dauer kein Treibstoff für eine endlose Hausse sein.

SJB FondsSkyline. Fazit. Stoppt die US-Notenbank die DAX-Rallye? Die Chancen stehen sehr gut, dass ein geldpolitischer Kurswechsel der Fed und die Erwartung baldiger US-Zinserhöhungen die überbordenden Kursgewinne des DAX beenden wird. Gegen eine Fortsetzung der Rally spricht das historische und fast schon absurde Ausmaß des Kursanstiegs: In gerade einmal zweieinhalb Monaten hat Deutschlands wichtigstes Kursbarometer um bis zu 2.000 Punkte beziehungsweise 24 Prozent zugelegt. Fast alle Experten- und Analystenschätzungen für das Gesamtjahr sind bereits erreicht oder übertroffen, die Kursperformance spiegelt nicht einmal ansatzweise bessere Fundamentaldaten der Dax-Werte wider. Gerade als antizyklischer Investor kommt man zu dem Schluss: Deutschlands Unternehmen sind keinesfalls so viel wert, wie es der aktuelle DAX-Stand nahelegt. Eine kräftige Korrektur nach den ungesunden Kursgewinnen seit Jahresbeginn steht deshalb auf der Tagesordnung – bereits in dieser Woche könnte der Zinsausblick der US-Notenbank den Startschuss dafür geben.

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