SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Kann der US-Dollar globale Leitwährung bleiben?

23. Oktober 2013 von um 15:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Kann der US-Dollar globale Leitwährung bleiben? „Das Image des US-Dollar ist nach den jüngsten Geschehnissen angekratzt: Der US-Schuldenberg nimmt immer weiter zu, der Haushaltsstreit ließ die USA in unmittelbare Sichtweite der Staatspleite taumeln“ fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Neuss-Korschenbroich, die jüngsten Geschehnisse am Währungsmarkt zusammen. Eine endgültige Einigung zwischen Republikanern und Demokraten über eine Anhebung der Schuldenobergrenze steht zudem noch aus. Kann der Greenback unter diesen Voraussetzungen weiter Weltleitwährung bleiben, oder ist seine Zeit allmählich abgelaufen? Alle Details zu dieser spannenden Frage finden sich hier!

Liebe FondsBlogger, mit der Vereinbarung, die US-Schuldengrenze zumindest bis zum 7. Februar 2014 temporär anzuheben, haben die US-Parteien den Super-GAU einer Staatspleite noch einmal knapp verhindert und zumindest sichergestellt, dass die US-Behörden bis zum 15. Januar öffnen können. Bis Mitte Dezember muss nun eine überparteiliche Kommission Vorschläge zur US-Schuldenreduktion erarbeiten, um so die Basis für eine dauerhafte Einigung zu legen. Die Lösung der US-Schuldenproblematik ist nur aufgeschoben, keinesfalls schon vollzogen.

Trotz dieser insgesamt wenig schmeichelhaften Situation für den US-Dollar hielten sich die Bewegungen am Währungsmarkt noch in Grenzen. Der Euro legte moderat, aber nicht übermäßig gegenüber der US-Valuta zu: Ende Oktober notiert das Währungspaar EUR/USD bei 1,3760 nach einem zuvor erreichten Verlaufshoch von 1,3793. Ist die Position des US-Dollars als globale Leitwährung also durch den gigantischen Schuldenberg der Vereinigten Staaten sowie den nur knapp abgewendeten Staatsbankrott gar nicht ernsthaft gefährdet?

Auffällig ist in jedem Fall: Die Gelassenheit an den Devisenmärkten, die auch noch unmittelbar vor der drohenden Zahlungsunfähigkeit der USA festzustellen war, nahm fast schon erschreckende Züge an. Dies gilt besonders im Vergleich mit vorherigen kritischen Situationen im Umfeld der Finanzkrise. Das Achtmonatstief des US-Dollar zum Euro, das im Umfeld des „Government Shutdowns“ erreicht wurde, ist in diesem Zusammenhang als eine recht gemäßigte Reaktion einzustufen, die zudem auch anderen Entwicklungen wie der wieder anziehenden Wirtschaft in der Eurozone geschuldet ist.

Währungsanalysten wie Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank sind sich sicher: Der Ruf des US-Dollar als Weltleitwährung ist auch nach den jüngsten Geschehnissen nicht ernsthaft angekratzt; und dies, obwohl der Schuldenstreit auch in den nächsten Monaten ein Dauerthema bleiben sollte. Devisenexperte Leuchtmann prognostiziert vielmehr, dass der US-Dollar noch viele Jahre globale Leitwährung bleiben werde. Die Gründe liegen überwiegend in der Rolle des Greenbacks im globalen Handel: Im weltweiten Außenhandel werden die meisten Waren immer noch in US-Dollar und nicht etwa in der Währung des Exporteurs abgerechnet. Dies sei für alle Marktteilnehmer sinnvoll, denn so verringern sich die Wechselkursrisiken. Gerade Unternehmen, die in unterschiedliche Währungsräume exportieren, können so Kosten zur Währungsabsicherung einsparen.

Kann eine andere Währung die Rolle des US-Dollars als Weltleitwährung übernehmen? Prinzipiell schon, doch der Euro, der in den letzten Jahren Anstalten machte, sich als eine globale Leitwährung zu etablieren, ist durch die Finanz- und Schuldenkrise im Euroraum ganz erheblich zurückgeworfen worden. Ausländische Investoren und Banken sind skeptisch, nachdem der für möglich gehaltene Zerfall der Euro-Zone das Vertrauen in die europäische Einheitswährung ganz massiv beeinträchtigt hat.

SJB FondsSkyline. Fazit. Kann der US-Dollar globale Leitwährung bleiben? Das Privileg, die globale Leitwährung zu stellen, haben sich die USA in einem jahrzehntelangen Prozess erarbeitet. Nicht nur die reine Stärke der Volkswirtschaft ist Voraussetzung dafür, sondern auch die dahinter stehenden Institutionen wie die US-Notenbank Fed. Deren Krisenpolitik ist von den internationalen Märkten als glaubwürdiger und zupackender empfunden worden als die der Europäischen Zentralbank (EZB), was dem US-Dollar weitere Unterstützung in seinem Kampf um die Verteidigung der Spitzenstellung als Weltleitwährung gegeben hat. Während der Euro-Raum Probleme hat, langfristig als stabiles Gebilde wahrgenommen zu werden, sind andere Währungen wie der chinesische Renminbi ebenfalls noch nicht so weit, als globale Leitwährung zu fungieren: Trotz währungspolitischer Lockerung und einer verstärkten Aufwertung ist die chinesische Valuta allein aufgrund ihrer fehlenden freien Konvertierbarkeit nicht dazu geeignet, dem US-Dollar ernsthafte Konkurrenz als wichtigste Handelswährung zu machen. Trotz aller Probleme, die der Greenback im derzeitigen Marktumfeld hat, sieht es nicht danach aus, dass er seine Position als Weltleitwährung kurz- oder mittelfristig einbüßen wird. Seine potenziellen Konkurrenten, egal ob der Euro oder der Renminbi, sind dazu einfach in zu schlechter Verfassung.

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