SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Ist Uli Hoeneß als Präsident des FC Bayern München weiter tragbar?

01. August 2013 von um 16:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline 1989 e.K..Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Ist Uli Hoeneß als Präsident des FC Bayern München weiter tragbar? „Mittlerweile ist es offiziell: Die Staatsanwaltschaft München erhebt Anklage wegen Steuerhinterziehung gegen den Präsidenten und Aufsichtsratschef des FC Bayern München Uli Hoeneß. Vier Wochen haben die Anwälte nun Zeit, sich zu den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft zu äußern“, fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline 1989 e.K. aus Neuss-Korschenbroich, die jüngsten Entwicklungen rund um Deutschlands prominentesten Steuerhinterzieher zusammen. Die entscheidende Frage ist nun: Ist Hoeneß in einer solchen Situation, wo der Prozeß wegen Steuerhinterziehung immer näher rückt, für den FC Bayern noch tragbar? Eine Antwort auf diese kontrovers diskutierte Frage findet sich hier!

Liebe FondsBlogger, auch wenn die endgültige Entscheidung darüber, ob sich Uli Hoeneß vor Gericht verantworten muss, erst Ende September zu erwarten ist: Meiner Meinung nach sollte Hoeneß, nachdem nun die Anklage wegen Steuerhinterziehung steht, am besten freiwillig von seinen Ämtern als Präsident und Aufsichtsratschef des FC Bayern München zurücktreten. Denn seine Situation ist nach den jüngsten Entwicklungen immer problematischer geworden: Die Staatsanwaltschaft betonte, sie habe genügend Beweise zusammengetragen, dass die Selbstanzeige von Uli Hoeneß unwirksam ist. Damit würde deren strafbefreiende Wirkung entfallen, Hoeneß müsste vor Gericht und möglicherweise sogar ins Gefängnis. Denn die 3,2 Millionen Euro an Steuern, die er hinterzogen haben soll, liegen weit über der „Bagatellgrenze“ von einer Million Euro, bei der das Vergehen normalerweise nur mit einer Geldstrafe geahndet wird.

In seiner Anzeige vom 12. Januar 2013 bekannte sich Hoeneß schuldig, Kapitalerträge eines im Jahr 2000 in der Schweiz eingerichteten Kontos, über viele Jahre in Deutschland nicht versteuert zu haben. Die mit der heißen Nadel gestrickte Selbstanzeige, die Hoeneß Anfang des Jahres einreichte, war offenbar nicht vollständig. Als Folge der Zweifel der zuständigen Ermittlungsbehörden wurde zwischenzeitlich gar ein Haftbefehl gegen Hoeneß erlassen und seine Villa am Tegernsee durchsucht. In Freiheit bewegt sich Uli Hoeneß seitdem nur, weil er eine Kaution in Höhe von fünf Millionen Euro hinterlegt hat.

War bereits dieser Zustand eigentlich für den Präsidenten eines Bundesligavereins untragbar, so verschärft sich die Situation nun mit der Anklageerhebung noch: Die Staatsanwaltschaft hält Hoeneß‘ Angaben für nicht korrekt, zumal sie Hinweise darauf hat, dass die Tat bereits entdeckt worden war, bevor Hoeneß die Selbstanzeige einreichte. Noch genauere Informationen erhält man derzeit nicht, da in Steuerstrafverfahren besondere Geheimhaltungspflichten gelten. Dass deshalb keine weiteren Einzelheiten über den Anklagevorwurf bekannt gegeben werden, ist in Ordnung.

Pech für Uli Hoeneß, dass vermutlich der als „Mister Gnadenlos“ bekannte Rupert Heindl der vorsitzende Richter der 5. Wirtschafts- und Steuerstrafkammer des Münchner Landgerichts II sein wird. Heindl wurde bundesweit durch seine harten Urteile bekannt und lässt sich angeblich nicht auf Deals mit Anwälten und Staatsanwälten ein. Steuerexperten zweifeln deshalb zusehends daran, ob Hoeneß mit einer Bewährungsstrafe davonkommen wird. Denn eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom Dezember 2008 hat das Steuerrecht deutlich verschärft. Demnach soll bei einer Steuerhinterziehung im „großen Ausmaß“ eine Verjährungsfrist von zehn Jahren gelten. Dieser Fall läge bereits vor, wenn mehr als 100.000 Euro an Steuern hinterzogen wurden- ein Betrag, der weit niedriger als die bei Hoeneß vermutete Steuerschuld ausfällt. Führende Steuerrechtler sind deshalb der Meinung, dass beim Fall Hoeneß an einer Gefängnisstrafe eigentlich kein Weg vorbei führt.

SJB FondsSkyline. Fazit. Ist Uli Hoeneß als Präsident des FC Bayern München weiter tragbar? Unabhängig von der genauen Einschätzung der Rechtslage bin ich der Meinung, dass Uli Hoeneß nicht Aufsichtsratsvorsitzender und Präsident des FC Bayern München bleiben sollte. Jetzt noch auf den genauen Ausgang des Prozesses zu warten und den notwendigen Rücktritt erneut zu verschieben, wäre fatal. Denn es ist nicht nur das Ansehen des FC Bayern München, das hier auf dem Spiel steht, und mir persönlich noch relativ egal ist. Die gesamte deutsche Bundesliga und deren internationales Ansehen würden dauerhaft in Mitleidenschaft gezogen, wenn eine Person, die offensichtlich Steuern in einem nicht zu tolerierenden Ausmaß hinterzogen hat, an der Spitze eines der führenden Vereine verbleibt. Deshalb der dringende Appell an Uli Hoeneß: Treten Sie möglichst bald freiwillig zurück, auch damit die positive Entwicklung der Bayern, die durch die Verpflichtung von Pep Guardiola als Trainer eingeleitet wurde, nicht wieder völlig zerstört wird!

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