SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Wie weit kann die Trump-Rally an den Märkten noch gehen?

22. Februar 2017 von um 14:30 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Wie weit kann die Trump-Rally an den Märkten noch gehen? Fortlaufende Nachrichten zur Schulden und Staatskrise.„Der DAX hat am Mittwoch die Marke von 12.000 Zählern übersprungen und nimmt allmählich Kurs auf sein Allzeithoch von April 2015 bei 12.390 Punkten. Auch an den US-Märkten ist trotz aller Bedenken kein Ende der Trump-Rally absehbar: Seit der Präsidentenwahl im November 2016 haben Dow Jones und S&P 500 neue Rekordstände erreicht“, fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Neuss-Korschenbroich, die jüngsten Kursentwicklungen an den internationalen Börsen zusammen. „Kann die Trump-Rallye immer weiter gehen, oder ist bald ein kräftiger Kursrücksetzer absehbar?“ Eine Abwägung der Pro- und Contra-Argumente für Hausse oder Crash findet sich hier.

Liebe FondsBlogger, fast zwei Jahre ist es her, dass der deutsche Aktienindex DAX zuletzt über der psychologisch wichtigen Marke von 12.000 Punkten notierte. Am Mittwoch hat er es wieder geschafft, diese Hürde zu überwinden und bis 12.031 Zähler in der Spitze zugelegt. Aktuell pendelt das wichtigste deutsche Börsenbarometer um die 12.000er-Marke und löst bei vielen Investoren damit Träume von einer ewigen Fortsetzung der „Trump-Rallye“ aus, die aus den Vereinigten Staaten auch auf die deutschen und europäischen Börsen hinübergeschwappt ist.

Klar ist, dass beim aktuellen DAX-Stand das Allzeithoch von 12.390 Punkten aus dem April 2015 längst in Sichtweite gerückt ist. Gerade noch mal gut drei Prozent weiterer Kurssteigerung sind vonnöten, damit der DAX die alte Bestmarke erreicht und in neue Höhen vordringt. Rückenwind erhält der deutsche Aktienmarkt vor allem von der Wall Street: Ohne sie wäre die aktuelle Rally nicht möglich. Denn die US-Börsen klettern weiter und weiter, da der Glaube an eine erfolgreiche Wirtschaftspolitik der neuen US-Regierung ein beispielloses Kursfeuerwerk ausgelöst hat, welches sich über den „Großen Teich“ fortsetzt.

Der so unberechenbare wie aktionistische Donald Trump mauserte sich in kürzester Zeit vom vermeintlichen Börsenschreck zum Initiator einer formidablen Hausse. Die Aussicht auf Steuererleichterungen, massive Infrastrukturprogramme und eine Bankenderegulierung ließen US-Aktien nach oben schießen, gerade kleine und mittlere US-Unternehmen konnten sich über steigende Kurse freuen. Mit etwas Verzögerung zogen die europäischen Aktienmärkte und auch die deutsche Börse nach: Die Verlängerung des billionenschweren Anleihekaufprogramms der Europäischen Zentralbank machte einmal mehr die „Alternativlosigkeit“ von Aktien deutlich, denn das billige Geld der Notenbank dient dazu, Konjunktur und Inflation im Euro-Raum endlich anzukurbeln. Zudem ist klar, dass EZB-Chef Mario Draghi ein Fortdauern der historisch niedrigen Zinsen anstrebt.

Weiteres Futter erhielt die jüngste Aufwärtsbewegung des DAX von der schwachen Entwicklung des Euro sowie einem überraschend starken Ifo-Index. Am Devisenmarkt geriet die Gemeinschaftswährung erneut unter Druck und rutschte zum US-Dollar unter die wichtige Unterstützungsmarke von 1,0520 ab: Im Tief notierte EUR/USD am Mittwoch bei 1,0492. Die schwache Währung sorgt bei Europas Unternehmen für Wettbewerbsvorteile, die sich vor allem bei den exportorientierten Firmen bemerkbar machen. Gerade für „Exportweltmeister“ Deutschland hält ein weicher Euro die Ausfuhren billig.

Unerwartet stark fiel am Mittwoch zudem der deutsche Geschäftsklima-Index aus. Der vom Ifo-Institut ermittelte wichtige Indikator legte von 109,9 auf 111,0 Punkte zu und bewies damit, dass sich die Stimmung bei Deutschlands Managern weiter aufgehellt hat. Analysten hatten hingegen mit einem leichten Rückgang gerechnet. Doch anders als noch zu Jahresbeginn schätzen die deutschen Firmenchefs sowohl die Lage als auch die Aussichten für die kommenden sechs Monate besser ein als zuvor.

SJB FondsSkyline. Fazit. Wie weit kann die Trump-Rally an den Märkten noch gehen? Insgesamt hat der DAX seit dem Wahlsieg Donald Trumps am 8. November bereits einen Kursanstieg von 14,8 Prozent zu verzeichnen – eine sehr ambitionierte Wertentwicklung, die nach einer baldigen Korrektur verlangt. Auch dem Dow Jones fehlt aktuell die Kraft für einen weiteren dynamischen Kursanstieg. Ein Unbehagen bleibt, da Trumps Wirtschaftspläne weiter recht unkonkret sind, den großen Ankündigungen bislang wenig Taten folgten. Zweifel oder Kritik an Trumps ökonomischem Vorgehen werden weitgehend ausgeblendet, doch die Geschwindigkeit der Hausse an den US-Börsen erfordert baldige Erfolgsmeldungen in Form verbesserter Wirtschaftsdaten, soll die positive Entwicklung anhalten. Im aktuellen Marktumfeld überwiegen eindeutig die Risiken auf der Unterseite: Selbst wenn DAX und Dow Jones noch ein paar letzte Prozentpunkte zulegen, bleibt die Lage insgesamt kritisch. Die von Protektionismus und einem Versuch des Zurückdrehens der Globalisierung geprägte Wirtschaftspolitik Trumps wird sehr bald an ihre Grenzen stoßen, hinzu kommt die Unsicherheit über seinen außenpolitischen Kurs. Antizyklische Investoren sollten sich bereits jetzt auf einen kräftigen Kursrutsch einstellen.

Fragen Sie nach! Rufen Sie an. Ihr persönlicher SJB FondsBerater sagt Ihnen, wie Sie Ihr Depot am besten gegenüber neuen Marktturbulenzen absichern und sich für neue antizyklische Einstiegschancen positionieren. Sie erreichen uns unter der Rufnummer +49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

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