SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Wird der Strafzins bald zum Normalfall?

12. Mai 2016 von um 15:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline 1989 e.K..Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Wird der Strafzins bald zum Normalfall? Fortlaufende Nachrichten zur Schulden und Staatskrise.„Viele Unternehmen und institutionelle Investoren müssen bereits jetzt Strafzinsen bezahlen und empfindliche Abschläge für bei den Banken deponiertes Geld hinnehmen. Dies ist eine unmittelbare Konsequenz des auf -0,4 Prozent gesenkten Negativzinses, den die Europäische Zentralbank den Geschäftsbanken in Rechnung stellt, wenn sie Gelder bei ihr parken. Bislang waren Kleinsparer und Privatinvestoren von diesen Strafzahlungen weitgehend befreit“, fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline 1989 e.K. aus Korschenbroich, die jüngsten Entwicklungen in der EU-Zinspolitik zusammen. „Doch je länger die Zeit des Strafzinses währt und je mehr sich die Ertragslage von Banken und Sparkassen verschlechtert, desto wahrscheinlicher wird es, dass sich der Strafzins für alle Anleger zum Normalfall entwickelt.“ Die Anzeichen dafür sind unübersehbar und werden im Folgenden genauer dargestellt.

Liebe FondsBlogger, die meisten Privatanleger sind sich dessen bewusst und hoffen zugleich, dass dieser Kelch an ihnen vorübergeht: Zahlreiche Unternehmen müssen Strafzinsen bezahlen, wenn sie kurzfristige Gelder bei ihrer Bank parken. Handelte es sich hier früher noch um Einzelfälle, hat sich die Lage mittlerweile gewandelt: Einer jüngst veröffentlichten Bundesbank-Statistik zufolge ist der Durchschnittszins für Firmeneinlagen in Deutschland erstmals negativ.

Firmeninhaber, aber auch FondsGesellschaften oder Kämmerer wissen es längst: Es gibt keinerlei Zinserträge mehr, wenn sie ihr Geld bei der Bank parken. Im Gegenteil müssen Investoren, die kurzfristig hohe Beträge anlegen wollen, dafür meist Strafzinsen bezahlen. Die Daten der Deutschen Bundesbank zeigen jetzt erstmals, wie weit verbreitet der Strafzins bereits ist: Im März rutschte der Zinssatz für neue Einlagen mit maximal einjähriger Laufzeit auf durchschnittlich -0,03 Prozent ab und war damit erstmals in seiner Geschichte negativ. Im Februar hatte der Zins noch bei +0,08 Prozent gelegen, ein Jahr zuvor waren es mehr als 0,1 Prozent.

Die Beratungsfirma Barkow Consulting betont in diesem Zusammenhang, dass negative Einlagenzinsen längst kein Einzelfall mehr sind. Laut Bundesbank hätten insbesondere großvolumige Transaktionen zum Ausweis eines negativen Zinses im März geführt, was ein Hinweis darauf sei, dass Banken vor allem hohe Summen mit Strafzinsen belegen. Der Blick in die Bankenlandschaft bestätigt diese Auffassung: Die Commerzbank stellt ihren mittelständischen Firmenkunden schon seit längerem eine „individuelle Guthabengebühr“ in Rechnung, falls diese überschüssiges Geld in großer Höhe bei ihr parken. Auch die Deutsche Bank, diverse Landesbanken und zuletzt auch die Sparkassen haben solch negative Einlagenzinsen angekündigt.

Damit ist klar: Angesichts nicht mehr zu kompensierender Strafzahlungen an die EZB versuchen Deutschlands Banken, sich die Kosten von den Kunden wieder zurückzuholen. Damit, dass Privatkunden bislang weitgehend verschont wurden, dürfte bald Schluss sein. Die Geldhäuser zeigen sich hier äußerst kreativ und sprechen von einer „Verwahrgebühr“ oder einer „Guthabengebühr“, die sie ihren Kunden künftig in Rechnung stellen wollen.

Parallel dazu haben viele Kreditinstitute bereits jetzt die Gebühren für Kontoführung, Karten oder Überweisungen deutlich erhöht. So wird der Verbraucher von zwei Seiten in die Zange genommen: Er muss nicht nur für die Verwahrung seines Sparguthabens zahlen und Abschläge auf den Wert seines Barvermögens hinnehmen, sondern zugleich auch mehr für Dienstleistungen der Banken bezahlen. Eine äußerst unschöne Angelegenheit, bei der aber keinerlei Trendwende absehbar ist – im Gegenteil: Zusätzlich zu den immer weiter um sich greifenden Negativzinsen schmälern Gebührenerhöhungen die Ersparnisse der deutschen Bürger.

SJB FondsSkyline. Fazit. Wird der Strafzins bald zum Normalfall? Die Erhebung des Strafzinses droht in Deutschland tatsächlich zur Normalität zu werden. Waren zuerst vor allem Großunternehmen und professionelle Investoren von der Negativverzinsung betroffen, greift das Phänomen nun immer weiter um sich. Selbst die deutschen Sparkassen, die sich lange als entschiedener Gegner von Strafzahlungen positioniert hatten, sind mittlerweile weich geworden. Auch Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon ruderte in seiner Eigenschaft als „Schutzmacht“ der Sparer zurück: Wenn die aktuelle Niedrigzinsphase lange andauere, würden die Sparkassen die Kunden nicht davor bewahren können, Negativzinsen zu bezahlen, führte er in seiner jüngsten Rede aus. Angesichts der Devise „Strafzins für alle“ gibt es für Sparer und Anleger nur eine einzige Möglichkeit: Zur Sicherung und dem Aufbau von Vermögenswerten sind FondsProdukte unverzichtbar, wie sie den elementaren Bestandteil der erfolgreichen SJB Strategien bilden!

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