SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Stoppt die schärfere Regulierung den Höhenflug des Bitcoins?

28. September 2017 von um 12:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Stoppt die schärfere Regulierung den Höhenflug des Bitcoins? „Lange kannte der Kurs der Digitalwährung Bitcoin nur einen Weg: nach oben. SJB FondsSkyline OHG 1989. PortfolioManagement. Antizyklisch.Doch nun ist dieser Höhenflug der virtuellen Währung bedroht, da asiatische Staaten wie China und Singapur mit aller Schärfe gegen den Bitcoin vorgehen“, fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Neuss-Korschenbroich, die jüngsten Ereignisse rund um die Kryptowährung zusammen. „Wird der Siegeszug des Bitcoins durch diese staatlichen Maßnahmen beendet, platzt jetzt die riesige Blase der Internet-Währung?“ Alle Details zu dieser spannenden Frage finden sich hier!

Liebe FondsBlogger, lange schien der Höhenflug der Digitalwährung Bitcoin nicht aufzuhalten: Ausgehend von Kursen bei gut 900 US-Dollar zu Jahresbeginn legte die Krypto-Währung bis auf 4.900 US-Dollar per Ende August zu, bevor der Aufwärtstrend eine jähe Unterbrechung erfuhr: Nach einem Kursplus von knapp 550 Prozent seit Jahresanfang ging es nun zügig in Richtung der 4.000-USD-Marke bergab, nachdem in Asien, dem größten Markt für Digitalwährungen, harte Gegenmaßnahmen und Verbote in Zusammenhang mit dem Bitcoin ausgesprochen wurden.

So hat die chinesische Zentralbank am 4. September sogenannte Krypto-Börsengänge („Initial Coin Offerings“, ICOs) für illegal erklärt und die laufenden Finanzierungsrunden für solche Emissionen gestoppt. Nur wenige Tage später wurden auch die chinesischen Handelsplattformen im Internet aufgefordert, ihr Geschäft mit Bitcoins bis zum kommenden Freitag einzustellen. Ein solcher kompletter Handelsstopp hätte Beobachtern zufolge dramatische Folgen für den Bitcoin-Kurs.

Die meisten Handelsplattformen folgen dem staatlichen Dekret: Wie das chinesische Staatsfernsehen CCTV vermeldete, haben am wichtigen Finanzplatz Schanghai bereits 17 Plattformen bekanntgegeben, den Handel einzustellen – darunter der größte Anbieter BT China. Dieser war 2015 mit einem Anteil von rund einem Fünftel der weltweit zweitgrößte Bitcoin-Handelsplatz. Auch die ICO-Finanzierungsrunden, bei denen noch unbekannte Kryptowährungen über den Verkauf sogenannter Token angeboten werden, wurden bereits eingestellt.

Welche Konsequenzen hat dies für die bisherigen Anleger? Durch die staatlich verordnete Rückabwicklung haben die chinesischen Investoren vor allem Buchgewinne verloren. Die Behörden beaufsichtigen die Rückzahlung der in den ICO-Finanzierungsrunden investierten Gelder. Schon jetzt sollen 90 Prozent aller ICO-Projekte rückabgewickelt worden sein. Doch einige Chinesen wehren sich gegen die Rückgabe ihrer Anteile in Form der Token. Manche sind in der Zwischenzeit so stark im Wert gestiegen, dass eine Rückabwicklung zum Einkaufspreis zumindest auf dem Papier deutliche Verluste mit sich bringt.

Das rigorose Vorgehen der chinesischen Behörden trifft die globale Krypto-Infrastruktur ins Mark. Zwar hat China nicht den Besitz von Digitalwährungen an sich verboten, doch die Neuauflage dieser Valuten bleibt ausgeschlossen – und der Handel mit den bestehenden Kryptowährungen, allen voran dem Bitcoin, wird ohne Tauschbörsen deutlich erschwert. China will mit dem Verbot von Krypto-Investments auch diejenigen Bürger treffen, die versuchten, so die chinesischen Kapitalverkehrskontrollen zu umgehen: Viele Investoren sahen darin die einzige Chance, sich gegen Schwankungen der Landeswährung Yuan abzusichern.

Ebenfalls an den Kragen geht es dem Bitcoin in dem asiatischen Stadtstaat Singapur, einem wichtigen Finanzplatz der Region. Viele chinesische Anleger sind dorthin gewechselt, nachdem die Behörden ihres Landes die Kryptowährung ins Visier genommen haben – und kommen jetzt vom Regen in die Traufe. Denn plötzlich gehen auch die Banken in Singapur gegen die Krypto-Branche vor: Zahlreiche Firmen aus dem Bereich digitaler Währungen und Zahlungssysteme haben in den vergangenen Tagen die unangenehme Erfahrung gemacht, dass Singapurer Banken ihnen die Konten geschlossen haben. Die Banken nennen keinen Grund für die Beendigung der Kundenbeziehung, die Insidern zufolge auf Problemen mit den Vorgaben der Aufsicht zur Vermeidung von Geldwäsche und zur Identifizierung der Kunden beruht.

SJB FondsSkyline. Fazit. Stoppt die schärfere Regulierung den Höhenflug des Bitcoins? Der zwischenzeitliche Kursrutsch der Bitcoin-Währung von über 4.800 bis auf unter 3.500 US-Dollar gibt Anlegern bereits einen Vorgeschmack dafür, auf welche Volatilität sie sich bei Digitalwährungen einstellen müssen. Das scharfe Vorgehen der chinesischen Aufsichtsbehörden erhöht die Wahrscheinlichkeit eines fortgesetzten Kursverfalls. Kommt der Bitcoin-Handel in der Volksrepublik sowie in Singapur ganz zum Erliegen, dürfte sich das Abrutschen der Kunstwährung noch weiter beschleunigen. Entscheidend wird nun sein, wie sich die asiatischen Behörden dauerhaft positionieren. Wollen sie die Kryptowährung auf Dauer verbannen, oder wollen sie nur Zeit gewinnen für eine umfassende Regulierung der ausufernden Branche? Im ersten Fall sollte die Bitcoin-Blase endgültig platzen, und auch im zweiten Fall muss mit dauerhaft niedrigeren Notierungen gerechnet werden.

Fragen Sie nach! Rufen Sie an. Ihr persönlicher SJB FondsBerater sagt Ihnen, wie Sie Ihr Depot am besten gegenüber neuen Marktturbulenzen absichern und sich für neue antizyklische Einstiegschancen positionieren. Sie erreichen uns unter der Rufnummer +49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

[top]

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Ich akzeptiere die Datenschutzerklärung der SJB FondsSkyline OHG 1989.


*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>