SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Wer sind die größten Steuersünder der Panama Papers?

06. April 2016 von um 15:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline 1989 e.K..Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Wer sind die größten Steuersünder der Panama Papers? Fortlaufende Nachrichten zur Schulden und Staatskrise.„Die Enthüllungen über zehntausende sogenannte ‚Briefkastenfirmen‘ in der mittelamerikanischen Steueroase Panama haben die Öffentlichkeit aufgeschreckt. Plötzlich sind die Offshore-Geschäfte zahlreicher bekannter Persönlichkeiten, Stars und Politiker bekannt geworden – und täglich kommen neue Namen hinzu“, fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline 1989 e.K. aus Korschenbroich, die jüngsten Enthüllungen über fragwürdige Steuerkonstrukte zusammen. Wer sind die nächsten Namen, die auf der Enthüllungsliste der Panama Papers auftauchen werden? Weitere spannende Details zu diesem hochbrisanten Thema finden sich hier!

Liebe FondsBlogger, die Liste der Namen, die im Zusammenhang mit der Einrichtung von „Briefkastenfirmen“ und damit zusammenhängenden, steuerlich höchst fragwürdigen Offshore-Geschäften in Panama fallen, wird immer länger. Fast täglich kommen neue prominente Enthüllungen dazu, neben Wladimir Putin, dem isländischen Regierungschef Sigmundur Gunnlaugsson oder Lionel Messi geraten immer mehr bekannte Persönlichkeiten ins Fadenkreuz der Ermittlungen. Doch die Behörden in Panama sowie die Anwaltskanzlei Mossack Fonseca spielen den Unschuldsengel und wehren sich gegen die Anschuldigungen, Beihilfe zum Steuerbetrug in exorbitanter Höhe geleistet zu haben.

Doch OECD-Generalsekretär Angel Gurría wurde deutlich und kritisierte in aller Schärfe die mangelnde Kooperationsbereitschaft Panamas beim Austausch von Finanzdaten. Nach der Aufdeckung von sage und schreibe 214.000 Briefkastenfirmen durch die „Panama Papers“ hatte Gurría dem Land vorgeworfen, internationale Standards für Steuertransparenz trotz früherer Zusagen zu missachten. Panama sei „der letzte große Verweigerer“, der es weiterhin erlaube, dass Offshore-Fonds vor Steuer-und Strafverfolgungsbehörden versteckt werden, machte der Generalsekretär der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) seine Kritik deutlich.

Zwar wies Álvaro Alemán, Minister im Präsidialamt Panamas, die Anschuldigungen als „respektlos“ zurück und wies auf jüngst vorgenommene Reformen hin. Panama habe zuletzt eine Reihe von Gesetzen zur Regulierung des Finanzsektors geändert und sei im Februar sogar von der grauen Liste des OECD-Arbeitskreises für Maßnahmen zur Geldwäschebekämpfung (Gafi) gestrichen worden. Doch dies überzeugt die wenigsten Beobachter, denn die Liste der Enthüllungen wird täglich länger.

So ist mittlerweile auch der neue FIFA-Präsident Gianni Infantino dabei, der während seiner Zeit beim europäischen Dachverband UEFA zweifelhafte Geschäfte mit einer Briefkastenfirma abgezeichnet haben soll. Infantinos Dementis wirken wenig überzeugend, die UEFA äußerte sich „schockiert“ über die Medienberichte, die den gewünschten Neuanfang an der FIFA-Spitze erneut torpedieren.

Recht schnell ins Fadenkreuz der Ermittlungen geraten war der isländische Regierungschef Sigmundur David Gunnlaugsson, der nach massiven Protesten der Bevölkerung zuerst seinen Rücktritt verkündet, diese Ankündigung am Mittwoch aber wieder zurückgezogen hatte. Hier ist das politische Chaos vorprogrammiert, ist Island doch aufgrund der Bankenpleiten der jüngeren Vergangenheit ohnehin ein gebranntes Kind. Zu Recht sind die Isländer entsetzt, dass ihr Ministerpräsident gemeinsam mit seiner Frau Millionen in einer Offshore-Firma versteckt haben soll.

Noch muss im Detail geklärt werden, inwieweit die bekanntgewordenen Geschäftstätigkeiten von Politikern, Reichen, Prominenten und Sportlern illegal sind und der Steuervermeidung dienten. Die beschuldigte Anwaltskanzlei Mossack Fonseca, die in den Enthüllungen als Hauptverantwortlicher genannt wird, sieht sich zu Unrecht an den Pranger gestellt. Ihre Geschäfte seien vollkommen legal, beteuert sie, da die Kanzlei die Kapitalgesellschaften lediglich gründe und sie an Zwischenhändler weiterverkaufe. Doch diesen Unschuldsbekundungen kann ich nicht glauben.

SJB FondsSkyline. Fazit. Wer sind die größten Steuersünder der Panama Papers? Die „Panama Papers“ führen uns allen vor Augen, dass Steuerhinterziehung weiter ein globales Problem bleibt und das Vorgehen gegen illegale Aktivitäten noch verschärft werden muss. Das Datenmaterial im beachtlichen Umfang von 2,6 Terabyte, das der Öffentlichkeit von einer anonymen Quelle zugespielt wurde, macht dies in aller Brisanz deutlich. Klar ist schon jetzt: Auch deutsche Banken haben systematisch Beihilfe zum Steuerbetrug geleistet und sollten hart bestraft werden. SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann ist beizupflichten, wenn er einen Entzug der Banklizenz für all diejenigen Geldhäuser fordert, die sich nachweislich an der organisierten Steuerhinterziehung beteiligt haben. In diesem Zusammenhang rechne ich sehr bald mit weiteren Enthüllungen, die in verstärktem Maße auch deutsche Geldhäuser und Prominente betreffen werden.

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