SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Wo sind die schlimmsten Steueroasen zu finden?

07. Dezember 2017 von um 11:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Wo sind die schlimmsten Steueroasen zu finden? SJB Fonds in der Presse„Die Europäische Union möchte den Kampf gegen Steuerflucht und Steuervermeidung verschärfen und hat deshalb eine ‚Schwarze Liste‘ der Steueroasen vorgelegt. Die EU-Finanzminister listen in diesem Dokument 17 Staaten auf, die nach den neuen Kriterien als Steueroasen gelten“, berichtet Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Korschenbroich. „Unter den ärgsten Steueroasen finden sich nicht nur die ‚üblichen Verdächtigen‘ wie die Cayman Inseln oder Panama, sondern auch angesehene Staaten wie Südkorea oder die Vereinigten Arabischen Emirate.“ Weitere Details zu diesem spannenden Thema finden sich hier!

Liebe FondsBlogger, die Finanzminister der Europäischen Union haben den weltweiten Steueroasen den Kampf angesagt und eine aktuelle Liste von Staaten vorgelegt, die hochoffiziell als Förderer von Steuervermeidung und Steuerflucht gebrandmarkt werden. Die „Schwarze Liste“ benennt insgesamt 17 Staaten, die aus Sicht der EU nicht genug tun, „um Steuerflucht zu bekämpfen“, wie der französische Finanzminister Bruno Le Maire betont. Die Liste bietet eine bunte Mischung von Ländern, die ohnehin als „Steuerparadiese“ wahrgenommen werden und von Staaten, die man nicht unbedingt in dieser Zusammenstellung erwartet hätte.

Als typische Steueroasen sind Amerikanisch-Samoa, Barbados, Grenada, Guam, die Marshallinseln, Palau, Panama, St. Lucia, Samoa sowie Trinidad und Tobago vertreten. Doch auch Staaten, die Anleger nicht schwerpunktmäßig mit illegalen Steuerpraktiken in Verbindung bringen, finden sich in dem Dokument: Neben Südkorea, Macao, oder der Mongolei sind dort Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate vertreten. Abgerundet wird die Zusammenstellung von Ländern, die die Steuerflucht begünstigen, durch die afrikanischen Staaten Namibia und Tunesien.

Wie ist die EU auf genau diese Liste der Steueroasen gekommen? Die finale Zusammenstellung ist das Ergebnis monatelanger Sichtung und Prüfung von Dutzenden Staaten und Territorien. Zahllose Verhandlungen und Diskussionen zwischen den 28 EU-Staaten und potenziellen Steueroasen fanden statt. Im Laufe des Jahres hatten EU-Beamte insgesamt 92 Gebiete in Augenschein genommen, auf die Erfüllung europäischer Transparenzstandards geprüft sowie mit Blick auf mögliche schädliche Steuerpraktiken analysiert.

Auf der Liste, gegen die sich Großbritannien bis zuletzt heftig gewehrt hatte, werden Anleger britische Inseln wie Jersey oder die Jungferninseln vermissen. EU-Offizielle ließen in diesem Zusammenhang verlauten, dass die vermeintlich geringe Zahl an Steueroasen darauf zurückzuführen sei, dass in den geführten Gesprächen etliche Länder eine bessere Zusammenarbeit zugesagt hätten. Ergänzt wird die „Schwarze Liste“ der Staaten, die durch Briefkastenfirmen und Steuerschlupflöcher dafür sorgen, dass dem Fiskus jedes Jahr Milliardensummen entgehen, durch eine sogenannte „Graue Liste“ von weiteren 46 Staaten.

Auf dieser befinden sich Länder wie die Türkei, die erhöhte Transparenz und gerechteren Wettbewerb in Aussicht gestellt haben, von der EU aber weiterhin als kritisch eingestuft werden. Durch die Einstufung auf die „Graue Liste“ will die EU diese Drittstaaten zu mehr Steuertransparenz und Datenaustausch bewegen. Länder, die bereits Zusagen zur Verbesserung steuerlicher Transparenz gemacht haben, werden im kommenden Jahr genauer beobachtet werden. Einmal im Jahr soll die Schwarze Liste aktualisiert werden. Länder aus der Grauen Liste, die ihre Versprechungen nicht einhalten, könnten dann noch aufgenommen werden.

Besonders wichtig ist es für die EU-Finanzminister, mögliche Sanktionen gegen Steuerparadiese in den Blick zu nehmen. Hier wurden erste Vereinbarungen getroffen: Ein Einfrieren von EU-Mitteln könnte dazu gehören, ebenso Maßnahmen auf individueller Landesebene. Alle Sanktionsmöglichkeiten sind jedoch nicht in die Öffentlichkeit gedrungen: Da es sich um kein reguläres EU-Gesetzgebungsverfahren handelt, musste die Diskussion hinter verschlossenen Türen stattfinden.

SJB FondsSkyline. Fazit. Wo sind die schlimmsten Steueroasen zu finden? Wenn Staaten das Geld fehlt, aufgrund illegaler Steuertricksereien ihren wichtigsten Aufgaben in den Bereichen Bildung, Soziales und Kultur nachzukommen, so ist eine rote Linie überschritten. Hier ist EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici beizupflichten, der an die EU-Staaten appelliert, sich nach Veröffentlichung der Schwarzen Liste nun zügig auf abschreckende Sanktionen zu einigen. Vor allem gegen hoch entwickelte Länder wie Südkorea und die Vereinigten Arabischen Emirate muss ein harter Kurs gefahren werden – hier ist überhaupt nicht einzusehen, warum sich diese Staaten dem internationalen Kampf gegen Steuervermeidung nicht anschließen. Parallel zur Veröffentlichung der „Schwarzen Liste“ sollte auch der Kampf gegen EU-interne Steueroasen verschärft werden. Neben den zum Vereinigten Königreich gehörenden Inseln und Überseegebieten sind hier genauso Malta und Madeira zu nennen.

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