SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Muss man sich Sorgen um die Deutsche Bank machen?

10. Februar 2016 von um 15:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline 1989 e.K..Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Muss man sich Sorgen um die Deutsche Bank machen? SJB Fonds Echo. Analysiert.„Seit Jahresbeginn 2016 sind die Börsen auf fast ungebremster Talfahrt – und besonders stark betroffen sind die Bankaktien. Die Commerzbank sowie die Deutsche Bank gehören zu den größten Verlierern im DAX – der Kurs der Deutsche-Bank-Aktie ist gar auf das Niveau der Finanzkrise 2008 zurückgefallen,“ fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline 1989 e.K. aus Korschenbroich, die jüngsten Entwicklungen am Frankfurter Börsenparkett zusammen. „Angesichts des Kurseinbruchs sieht sich die Deutsche Bank genötigt, ihren Anleiheinvestoren mitzuteilen, dass sie genügend Finanzmittel für die Zinszahlungen besitzt. Doch die Märkte sind nachhaltig verunsichert – muss man sich ernsthafte Sorgen um die Deutsche Bank machen? Wichtige Infos und Hintergrundinformationen finden sich hier!

Liebe FondsBlogger, bis auf 13,03 Euro hat der Kurs der Deutsche-Bank-Aktie zu Wochenbeginn nachgegeben – ein Kursrutsch von rund 40 Prozent allein seit Jahresbeginn, als das Papier des größten deutschen Geldhauses noch bei 22 Euro notierte. Damit sind die Bankaktien zum Symbol des beschleunigten Kursverfalls des DAX geworden –insbesondere die Deutsche Bank wird zum Gesicht der Krise, bei der erste Marktbeobachter längst die ersten Parallelen zum Crashjahr 2008 sehen.

Denn es ist gar nicht in erster Linie China oder die Angst vor einer konjunkturellen Eintrübung der Weltwirtschaft – die großen Geldhäuser sind es, die für die globale Abwärtsspirale verantwortlich sind und die Angst vor einer neuen Finanzkrise befeuern. Die Stabilität des Finanzsektors hat im Umfeld von Negativzins, Liquiditätsschwemme und gesteigerten Eigenkapitalanforderungen massiv gelitten hat und treibt nun den Absturz der Märkte voran. Wie schlecht es mittlerweile um die Stabilität des europäischen Finanzsektors bestellt ist, offenbart keine Aktie so gut wie das Papier der Deutschen Bank.

Die Aktie notiert auf dem niedrigsten Stand seit mehreren Jahrzehnten, insbesondere Großanleger und institutionelle Investoren trennen sich massenhaft von dem Wertpapier. Der Tiefststand der historischen Finanzkrise von 2008 wurde mittlerweile erreicht, und somit ist es die Erinnerung an jene Zeit vor sechs Jahren, die die Finanzmärkte in diesen Tagen aufschreckt. Für Marktinsider gelten Bankaktien als Seismograf für den wahren Zustand von Märkten und Realwirtschaft. Bei Turbulenzen im Finanzsektor beschleicht Investoren schnell das ungute Gefühl, dass im Gesamtgefüge von Ökonomie und Börsen etwas nicht mehr stimmt.

Und so sah sich Deutsche-Bank-Vorstand John Cryan zu Beginn der Woche genötigt, die Solvenz des eigenen Kreditinstitutes herauszustellen und bei den Investoren um Vertrauen zu werben. An sich ein Unding für eine Bank dieser Größe, aber Investoren begannen, an der Kreditwürdigkeit der Deutschen Bank zu zweifeln. Man habe genug Geld, um die neuartigen CoCo-Anleihen („Contingent Convertible Bonds“) zu bedienen, betonte Cryan, die erst 2014 im Volumen von rund fünf Milliarden Euro ausgegeben wurden. Allein im Jahr 2016 muss die Deutsche Bank eine Zinszahlung von rund 350 Millionen Euro für diese innovativen Produkte leisten – nach Konzernangaben ist die Kasse dafür mit rund einer Milliarde Euro mehr als ausreichend gefüllt. Doch derartige Beteuerungen der eigenen Zahlungsfähigkeit sind ungewöhnlich und sorgten in der Branche für weitere Unruhe. Marktbeobachter berichten, dass Großaktionäre des Instituts fast komplett den Glauben an die Bank verloren hätten.

Wagt man den Blick in die Vergangenheit, so hat sich ein solch ungutes Gefühl oft als zutreffend erwiesen. Der Zustand der europäischen Banken ist historisch betrachtet ein guter Indikator für kommende Marktentwicklungen. Wie Analysten betonen, sind in den letzten beiden Jahrzehnten die Aktien von Europas Geldhäusern stets der Entwicklung der europäischen Industrieproduktion vorweggelaufen.

SJB FondsSkyline. Fazit. Muss man sich Sorgen um die Deutsche Bank machen? Der DAX kämpft um die 9.000-Punkte-Marke, zugleich zeigen sich Verwerfungen an den Anleihe- und Rohstoffmärkten: Das bei Investoren als letzter „sicherer Hafen“ gehandelte Gold konnte erstmals seit acht Monaten die 1.200-USD-Marke touchieren, zeitgleich setzte sich der Renditeverlust bei deutschen Bundesanleihen fort. Die Rendite zehnjähriger Schuldtitel fiel auf 0,21 Prozent, mittlerweile sind rund siebzig Prozent der ausstehenden Bundesanleihen mit negativen Renditen versehen. In einem solchen Marktumfeld, wo sich der Minuszins von der kurzfristigen Ausnahme allmählich zur Regel entwickelt, stehen die großen Banken vor einem existenziellen Problem. Ihr Geld können sie nirgendwo parken, ohne „Strafzinsen“ zahlen zu müssen, der Ausbau des Kreditgeschäfts ist angesichts zunehmender Risiken ebenfalls keine Option. Hinzu kommen ausufernde Regulierungsvorschriften, die nicht nur der Deutschen Bank das Geschäft erschweren. Europas Geldhäuser sind gegenüber der US-Konkurrenz längst hoffnungslos zurückgefallen – nichts illustriert das so gut wie die Situation beim deutschen Branchenprimus, der mittlerweile damit leben muss, dass die CDS-Märkte ein Insolvenzrisiko von 17 Prozent über die nächsten fünf Jahre einpreisen.

Fragen Sie nach! Rufen Sie an. Ihr persönlicher SJB FondsBerater sagt Ihnen, wie Sie Ihr Depot am besten gegenüber neuen Marktturbulenzen absichern und sich für neue antizyklische Einstiegschancen positionieren. Sie erreichen uns unter der Rufnummer +49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

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