SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Ist jetzt ein Schuldenschnitt für Zypern fällig?

20. Dezember 2012 von um 16:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline 1989 e.K..Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Ist jetzt ein Schuldenschnitt für Zypern fällig? „Kaum ist das jüngste Schuldenrückkaufprogramm für Griechenland abgeschlossen, da gerät bereits mit Zypern der nächste EU-Staat ins Rampenlicht. Die Mittelmeerinsel hat einen Hilfsantrag über 17 Milliarden Euro gestellt und kündigte bereits an, einen teilweisen Zahlungsausfall zu erklären“, fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline 1989 e.K. aus Neuss-Korschenbroich, die aktuelle Situation zusammen. „Der IWF empfiehlt einen neuen Schuldenschnitt, da dem Land anders nicht mehr zu helfen sei. Doch dagegen regt sich in Europa Widerstand.“ Alle Details zu den jüngsten Entwicklungen finden sich hier!

Liebe FondsBlogger, bereits im Sommer hat die Mittelmeerinsel Zypern einen Hilfsantrag über 17 Milliarden Euro an die Troika aus EU-Kommission, EZB und Internationalem Währungsfonds (IWF) gestellt. Über dieses Hilfsbegehren ist noch nicht abschließend entschieden; klar ist auch, dass es im laufenden Jahr zu keiner Bewilligung mehr kommen wird. Nun ist der IWF nach vorne geprescht und hat in den Medien einen Schuldenschnitt für Zypern gefordert. Der IWF verlangt einen Teilerlass der zyprischen Staatsschulden vergleichbar dem bereits erfolgreich realisierten Forderungsverzicht privater Gläubiger für Griechenland, da andernfalls das Land auch nach Abschluss aller Reformen und Erhalt seiner Hilfszahlungen nicht in der Lage sein, seine künftige Zinslast zu tragen.

Die Forderung nach dem nächsten Schuldenschnitt für ein in Bedrängnis geratenes EU-Land kommt bei vielen Staaten des Euroraums nicht gut an. Man habe beim erzwungenen Forderungsverzicht der privaten Banken gegenüber Griechenland stets betont, dass dies ein Einzelfall bleiben werde, heißt es aus Verhandlungskreisen. Wenn man nun dieses Versprechen so kurz danach breche, gehe der Vertrauensverlust in die Eurozone weiter. Die befürchtete Konsequenz: Euroland werde an den Märkten gerade aufgebaute Zuversicht gleich wieder zerstören und damit an Kreditwürdigkeit verlieren.

Doch die Fronten sind verhärtet: Der Internationale Währungsfonds betonte, er sei ohne Schuldenschnitt nicht dazu bereit, das geplante Hilfspaket der Euro-Länder für Zypern in der bisher diskutierten Form mitzutragen. Das Problem: Die Lage in Zypern wird von vielen Experten als noch dramatischer als die in Griechenland eingeschätzt. Ein Hilfspaket für Zypern ohne Beteiligung des IWF ist zudem keine echte Option, da dann die Lasten für die beteiligten EU-Staaten noch höher ausfallen würden. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte in der Vergangenheit ein Mitwirken des Fonds bei Hilfsprogrammen stets als essenziell bezeichnet.

Ein Sonderproblem bei der geplanten Rettung Zyperns vor dem Staatsbankrott: Russische Bürger haben riesige Guthaben auf zyprischen Konten geparkt, Gelder, für die die EU-Länder nicht einspringen möchten. Schätzungen gehen jedoch dahin, dass von den benötigten 17 Milliarden Euro an Hilfen alleine 10 Milliarden Euro für die Rettung des maroden zyprischen Bankensystems aufzuwenden wären. Dieses ist eng mit dem Krisenherd Griechenland verflochten und deshalb extrem in Bedrängnis geraten.

SJB FondsSkyline. Fazit. Ist jetzt ein Schuldenschnitt für Zypern fällig? Der teilweise Schuldenerlass für Zypern dürfte kaum zu verhindern sein, will das Land langfristig wieder auf eigenen Beinen stehen. Doch die Bedenken der europäischen Länder sind verständlich. Zum einen ist die beantragte Hilfssumme von 17 Milliarden Euro sehr hoch, entspricht sie doch fast einem kompletten jährlichen Bruttoinlandsprodukt des Landes. Allerdings schwebt ein Lösungsvorschlag im Raum, der die verhärteten Fronten zwischen IWF und EU aufweichen könnte: Russland solle fünf Milliarden Euro an den IWF auszahlen, der das Geld wiederum für die Zypern-Hilfe verwenden würde. Damit käme Russland für die Guthabenabsicherung seiner eigenen Bürger auf, der Etat des IWF würde nicht belastet. Ein Kompromissvorschlag, der Aussicht auf Erfolg hat!

Fragen Sie nach! Rufen Sie an. Ihr persönlicher SJB FondsBerater sagt Ihnen, wie Sie Ihr Depot am besten gegenüber neuen Marktturbulenzen absichern und sich für neue antizyklische Einstiegschancen positionieren. Sie erreichen uns unter der Rufnummer +49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

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