SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Welchen Schuldenberg haben die internationalen Staaten mittlerweile angehäuft?

28. Juni 2018 von um 12:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Bei der FondsAuswahl zählt die Unabhängigkeit vom Anbieter! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Welchen Schuldenberg haben die internationalen Staaten mittlerweile angehäuft? „Die Verletzlichkeit der Weltwirtschaft aufgrund der immer weiter ausufernden Schuldenproblematik nimmt radikal zu: Eine Verschuldung von insgesamt 170 Billionen US-Dollar haben die Industriestaaten gemeinsam mit den Schwellenländern mittlerweile angehäuft“, berichtet Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus dem niederrheinischen Korschenbroich. „Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) warnt längst vor den Folgen des extremen Schuldenberges und sieht die Gefahr eines Schocks, der die Finanzmärkte erschüttern könnte. Wie groß ist die Gefahr wirklich, was können Anleger tun?“ Brisante Details zu der sich verschärfenden Schuldenproblematik finden sich hier!

Liebe FondsBlogger, die Industriestaaten haben gemeinsam mit den Ländern der Emerging Markets einen Schuldenberg in bislang ungekannter Höhe angehäuft: Auf 170 Billionen US-Dollar (umgerechnet 146,7 Billionen Euro) beziffert die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) die internationale Verschuldung. Ein aktueller Report der Bank warnt vor einer stark gestiegenen Verletzlichkeit der Weltwirtschaft und einem möglichen Schock, der die Märkte durchrütteln könnte.

In ihrem aktuellen Jahresreport betont die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, dass die internationale Verschuldung neue Rekordmarken erreicht habe. Jeder konjunkturelle Rücksetzer könnte „schnell und heftig“ vonstatten gehen, die Welt sei verletzlich für Schocks aller Art geworden. Der Einschätzung der BIZ zufolge sind die Finanzmärkte derzeit „überdehnt“, obwohl die Banken heute bessere Kapitalpuffer als vor der Finanzkrise von 2007 besitzen.

Allerdings seien viele Risiken auf Pensionsfonds, Versicherer und andere Anlagegesellschaften übergegangen, betont der Report der in Basel ansässigen Institution. Diese hätten insgesamt 160 Billionen US-Dollar konzentriert angelegt, die in ganz ähnlichen Investments gelagert seien. Gerade dies erhöhe die Risiken: Ein panischer Exit der Marktteilnehmer könnte einzelne Märkte zum Einsturz bringen. Dies gelte umso mehr, als sich die globale Konjunktur deutlich eintrübe, räsoniert die BIZ-Analyse. Die Zahlen geben ihr recht: Erst zu Wochenbeginn war der deutsche Ifo-Konjunkturindex auf den tiefsten Stand seit über einem Jahr gefallen. Das Konjunkturbarometer ging im Juni um 0,5 auf 101,8 Punkte zurück und rutschte damit zum sechsten Mal in sieben Monaten ab.

Ein zusätzliches Problem: Auf die Hilfe der Notenbanken darf im Falle eines neuerlichen Crashs niemand verlassen. Denn die globalen Währungshüter bewegen sich durch die aktuelle Niedrigzinsphase schon jetzt am Limit und haben in einem erneuten Krisenfall keine Munition. Die BIZ verdeutlicht das Dilemma an der kombinierten Bilanzsumme aller Notenbanken: Diese hat sich seit der Finanzkrise auf rund 17 Billionen US-Dollar fast verdreifacht.

Das heißt im Klartext, dass sich größere Fehler wirtschaftlicher oder politischer Art bitter rächen dürften. Der BIZ-Report offenbart, dass die globale Ökonomie für einen Handelskrieg genauso schlecht gerüstet ist wie für eine populistische Regierung in Italien oder eine von der Türkei ausgehende Finanzkrise. Denn die Zahlen haben es in sich. Die auf gut 170 Billionen US-Dollar in die Höhe geschnellte globale Verschuldung entspricht mittlerweile rund 217 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung. Die Schulden von privaten Haushalten, Unternehmen und Staaten sind seit der Finanzkrise allesamt erneut kräftig gestiegen.

Anstatt eine finanzpolitische Konsolidierung einzuleiten, haben die Akteure am Finanzmarkt die rekordniedrigen Zinsen der vergangenen Jahre nochmals dazu genutzt, ihre Verschuldung auszuweiten. Sowohl in den Schwellenländern als auch in den Industriestaaten sind die Verschuldungsquoten im Verhältnis zum BIP gestiegen, in den Entwicklungsländern ist der Schuldenstand im Schnitt sogar um 63 Prozentpunkte geklettert.

SJB FondsSkyline. Fazit. Welchen Schuldenberg haben die internationalen Staaten mittlerweile angehäuft? Bei einem aktuellen Schuldenstand von 170 Billionen US-Dollar kann sich die Mehrheit der Nationen eigentlich gar keine höheren Zinsen leisten. Doch gerade jetzt sind in diversen Schwellenländern die ersten Krisensymptome erkennbar. In Argentinien, der Türkei oder Brasilien stehen die einheimischen Währungen unter massivem Abgabedruck, die Notenbanken mussten die Leitzinsen anheben. Viele Staaten der Emerging Markets stecken in einem Dilemma, da sie sich in US-Dollar verschuldet haben, ihre lokale Währung aber immer weiter abwertet. Wie die BIZ betont, haben sich über die letzten zehn Jahre die USD-Schulden der Schwellenländer auf 7,2 Billionen US-Dollar verdoppelt. Damit haben sie keinen Spielraum für schlechte Fundamentaldaten, denn sie machen mittlerweile 60 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung aus. Eine Emerging-Markets-Krise kann sich die Finanzwelt derzeit genauso wenig leisten wie einen von den Industriestaaten ausgehenden Schock: Nicht nur aus Argentinien, sondern auch aus einer hoch verschuldeten Industrienation wie Italien kann der Anstoß kommen, der die nächste Finanzmarktkrise entfacht.

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