SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Wie tief kann die Samsung-Aktie noch fallen?

13. Oktober 2016 von um 15:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Wie tief kann die Samsung-Aktie noch fallen? „Gerade einmal drei Handelstage hat es gebraucht, da hat die Samsung-Aktie schon mehr als zehn Prozent ihres Börsenwertes verloren. Die Gründe für den steilen Kursabsturz des Papiers des südkoreanischen Elektronikriesen sind klar: Nach immer weiter zunehmenden Meldungen über brennende Akkus beim Smartphone-Flaggschiff Galaxy Note 7 hat Samsung das Modell ganz vom Markt genommen“, fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Neuss-Korschenbroich, die jüngsten Geschehnisse rund um die Samsung-Aktie zusammen. Das südkoreanische Vorzeigeunternehmen muss nun einen milliardenschweren Umsatzverlust verkraften – den Reputationsverlust rund um die brandgefährdeten Smartphone-Akkus noch gar nicht berücksichtigt. Wie sehr wird das Konzernergebnis von Samsung durch den Skandal einbrechen, wie tief kann die Aktie noch fallen? Alle wichtigen Details zu dieser spannenden Frage finden sich hier!

Liebe FondsBlogger, der südkoreanische Elektronikriese Samsung hat die einzig richtige Konsequenz aus den sich häufenden Meldungen über in Flammen aufgehende Smartphones gezogen und sein Vorzeigemodell Samsung Galaxy Note 7 komplett vom Markt genommen. In der Konsequenz muss Samsung einen milliardenschweren Umsatzverlust hinnehmen und ist gezwungen, seine Gewinnprognose drastisch zu senken.

Bemerkbar macht sich der weltweite Rückruf des Smartphone-Modells durch einen Gewinneinbruch im dritten Quartal. Der südkoreanische Elektronikkonzern teilte am Mittwoch mit, beim operativen Gewinn im Zeitraum von Juli bis September 2016 mit umgerechnet knapp 2,1 Milliarden Euro weniger zu rechnen. Damit würde das Ergebnis des Weltmarktführers bei Smartphones im Vergleich zum Vorjahr um 30 Prozent einbrechen. Unruhig macht Investoren zudem die Meldung, dass parallel mit einem deutlich geringeren Umsatz gerechnet werden muss.

Die Folgen der Entscheidung waren bei der Samsung-Aktie schnell zu spüren: Die in Deutschland gehandelten Samsung-Aktien stürzten ausgehend von Kursen oberhalb von 680 Euro in nur drei Handelstagen unter die 600-EUR-Marke bis 593,85 EUR im Tief ab und verloren damit mehr als zehn Prozent ihres Wertes. Aktuell hat sich die Notierung knapp oberhalb von 600 EUR eingependelt, ohne dass eine nennenswerte Gegenbewegung erkennbar ist.

Der Kurssturz ist die Konsequenz aus mehreren Bränden wegen mutmaßlich defekter Akkus, die den Plan der Südkoreaner, mit ihrem neuen Smartphone dem Rivalen Apple und seinem iPhone den Rang abzulaufen, durchkreuzt haben. Der Verkauf der rund 800 Euro teuren Geräte wurde dauerhaft gestoppt, nachdem Versuche, die Akkus defekter Geräte auszutauschen, zuvor gescheitert waren: Auch Handys mit Ersatzakku hatten Feuer gefangen. Mit dem kompletten Verkaufsstopp reagierte Samsung auf den zunehmenden Druck von Elektronikhändlern, die das Smartphone nicht mehr anbieten wollten, sowie auf den Entschluss diverser Airlines, den Gebrauch des Galaxy Note 7 an Bord von Flugzeugen zu verbieten.

Samsung rechnet für das dritte Quartal 2016 jetzt lediglich mit einem Betriebsergebnis von umgerechnet 4,2 Milliarden Euro, ein Drittel weniger als bisher. Der Umsatz dürfte sich nach den neuesten Prognosen bei 37 Milliarden Euro einpendeln. Die Gewinnwarnung von Samsung lässt die südkoreanische Regierung bereits Exporteinbußen befürchten, die Probleme beim Vorzeige-Konzern des Landes könnten auf die gesamte Volkswirtschaft übergreifen.

SJB FondsSkyline. Fazit. Wie tief kann die Samsung-Aktie noch fallen? Der Kurssturz der Samsung-Aktie ist noch nicht abgeschlossen, das Abwärtspotenzial noch nicht ausgereizt. Dafür spricht, dass Analysten aufgrund des kompletten Rückrufs und Verkaufsstopps des Galaxy Note 7 mit einem Umsatzrückgang bei Samsung von bis zu 17 Milliarden US-Dollar im Gesamtjahr rechnen. Mindestens so schwer wie die Gewinn- und Umsatzeinbrüche des Konzerns wiegt der Vertrauensverlust bei den Konsumenten, die schnelle Aufklärung über die Hintergründe der Feuer fordern. Gibt es hier nicht sehr bald überzeugende Informationen über Hintergründe und Ursachen des Debakels, muss damit gerechnet werden, dass der Samsung-Konzern wichtige Marktanteile an andere Smartphone-Anbieter verliert. Die technischen Ursachen der Handybrände müssen schnellstens geklärt werden, sonst dürfte der südkoreanische Weltmarktführer im Premium-Bereich der Smartphones in eine Abwärtsspirale eintreten und seine Marktmacht immer weiter einbüßen. Andere Hersteller wie LG Electronics oder Huawei stehen längst Gewehr bei Fuß, auch Apple könnte profitieren.

Fragen Sie nach! Rufen Sie an. Ihr persönlicher SJB FondsBerater sagt Ihnen, wie Sie Ihr Depot am besten gegenüber neuen Marktturbulenzen absichern und sich für neue antizyklische Einstiegschancen positionieren. Sie erreichen uns unter der Rufnummer +49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

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