SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Droht in Russland eine neue Rubelkrise?

17. Dezember 2014 von um 15:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline 1989 e.K..Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Droht in Russland eine neue Rubelkrise? „Russland ist derzeit schwer getroffen. Der Rohölpreis befindet sich im freien Fall und ist in Richtung der 60-USD-Marke abgerutscht, zugleich hat der Westen neue Sanktionen beschlossen. Ihre Werbung. Hier?In diesem Zusammenhang deutet sich eine neue Währungskrise in Russland an. Der Rubel ist gegenüber Euro und US-Dollar auf neue Allzeittiefs abgerutscht, der Wirtschaft droht der Kollaps“ fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline 1989 e.K. aus Neuss-Korschenbroich, die jüngsten Geschehnisse rund um das russische Riesenreich zusammen. „Panikmaßnahmen der russischen Zentralbank wie die massive Zinsanhebung auf 17 Prozent sind am Markt verpufft, der Verfall des Rubels scheint kaum aufzuhalten. Erleben wir eine Neuauflage der Rubelkrise aus den 1990er-Jahren? Alle Details zu dieser spannenden Frage finden sich hier!

Liebe FondsBlogger, Russland droht der Kollaps, der russische Rubel fällt ins Bodenlose: Zeitweise mussten in Russlands Wechselstuben über 100 Rubel für einen Euro bezahlt werden – ein Wechselkurs, der auf den lediglich für zweistellige Notierungen ausgerichteten Anzeigetafeln schon nicht mehr angezeigt werden kann. Denn Russlands Bürger stehen Schlange, um ihre Rubel-Ersparnisse in westliche Währungen umzutauschen, bevor ein möglicher Währungscrash die Gelder vollständig vernichtet. Viele erinnern sich noch sehr gut an die Russlandkrise 1998, die ebenfalls mit einem abstürzenden Rubel, fallenden Ölpreisen und Kapitalflucht ins Ausland einherging.

Wie kritisch die Lage bereits ist, wird an den missglückten Rettungsversuchen der russischen Zentralbank offenbar: Weder die Interventionen am Devisenmarkt zur Stützung des Rubels, die bereits Milliarden der Währungsreserven verbrannt haben, noch die kräftige Anhebung des Leitzinses um sieben Prozentpunkte haben den Abwärtstrend bei der russischen Valuta stoppen können. Alle Rettungsversuche sind bislang verpufft, der Rubel rutscht immer weiter ab.

Nachdem das russische Finanzministerium bereits USD-Währungsreserven in Milliardenhöhe auf den Markt geworfen hat und diese stets nur für eine sehr kurzfristige Erholung der eigenen Valuta gesorgt haben, kommt nun ein neuer Plan ins Spiel: Russland könnte einen Teil seiner Goldreserven verkaufen, um den stetigen Verfall seiner Währung aufzuhalten. Zuvor will Russland aber noch Devisenreserven von bis zu sieben Milliarden US-Dollar auf den Markt werfen, um die nach eigenen Angaben „stark unterbewertete“ eigene Währung zu stützen.

Ein Alarmzeichen mit Blick auf die Verfassung der russischen Währung: Am Dienstag hatte die russische Zentralbank den Leitzins von 10,5 Prozent auf 17 Prozent erhöht. Anstatt damit Anleger anzuziehen und für eine Stabilisierung des Rubels zu sorgen, passierte aber genau das Gegenteil: Die russische Landeswährung fiel zeitweise auf ein neues Rekordtief, da Investoren offensichtlich das Vertrauen in die Fähigkeit von Regierung und Zentralbank verloren haben, die Krise zu meistern.

Nachdem der Kurs bereits am Montag mit 9,5 Prozent so stark gefallen war wie seit der Finanzkrise 1998 nicht mehr, verlor der Rubel bis zum Dienstagnachmittag noch einmal ein Fünftel seines Wertes und kratzte an der 100er-Marke. Danach setzte eine leichte Erholung ein, am heutigen Mittwoch müssen für einen Euro aber immer noch 85 Rubel gezahlt werden.

Durch den Währungsverfall sind die Preise für russische Verbraucher bereits erheblich gestiegen, viele Russen stürmen jetzt kurz vor Weihnachten die Geschäfte, um neuen Preiserhöhungen für westliche Importgüter zuvorzukommen oder ihr Geld in Luxusartikeln als Sachwerten anzulegen. Neues Ungemach droht Russland von der Erweiterung der Wirtschaftssanktionen, die sowohl von der Europäischen Union als auch den USA vorbereitet wird. Bis zum EU-Gipfel am Donnerstag könnten neue Strafmaßnahmen gegen die von Russland annektierte Halbinsel Krim beschlossen werden, hieß es aus Brüsseler Diplomatenkreisen. Zugleich erklärte ein Sprecher von US-Präsident Barack Obama, dieser werde das vom Kongress verabschiedete Gesetz zur Verschärfung der Strafmaßnahmen gegen Russland bis zum Ende der Woche unterzeichnen.

SJB FondsSkyline. Fazit. Droht in Russland eine neue Rubelkrise? Nach dem Kurssturz des Rubels ist die Lage für Russland äußerst kritisch. Wirklich wirksame Gegenmaßnahmen zur Stabilisierung des Wechselkurses sind keine in Sicht, da die Einführung von Devisenkontrollen von offizieller Seite ausdrücklich ausgeschlossen wird. Was kann Putin also unternehmen? Nicht viel, denn angesichts des sinkenden Ölpreises sind sämtliche Anstrengungen der Zentralbank, den freien Fall der Währung aufzuhalten, nutzlos. Entspannung könnte höchstens ein Verkauf der russischen Goldreserven bringen, ein Schritt, über den Marktbeobachter bereits spekulieren. Im November hatte Russlands Zentralbank noch bekannt gegeben, dass sie 1.170 Tonnen des gelben Edelmetalls besitzt. Es könnte also bald so weit sein, dass das Land die als „Notreserve“ gekauften Goldbestände zur Devisenbeschaffung einsetzen muss – und selbst dann ist nicht garantiert, dass so die Rubelkrise gestoppt werden kann.

Fragen Sie nach! Rufen Sie an. Ihr persönlicher SJB FondsBerater sagt Ihnen, wie Sie Ihr Depot am besten gegenüber neuen Marktturbulenzen absichern und sich für neue antizyklische Einstiegschancen positionieren. Sie erreichen uns unter der Rufnummer +49 (0) 2182-852-0 oder per E-Mail unter Fonds@sjb.de.

[top]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere die Datenschutzerklärung der SJB FondsSkyline OHG 1989.


*

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Ihren Besuch stimmen Sie dem zu.