SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Wie weit ist die Rückholung der deutschen Goldreserven?

24. August 2017 von um 12:00 Uhr
Gerd Bennewirtz, Gründungsgesellschafter SJB der SJB FondsSkyline OHG 1989.Die StandPunkte sind der börsentägliche Informationsservice für die Premiumkunden der SJB. Sie behandeln Ereignisse aus dem Alltag, sind aber alles andere als alltäglich. Wir sind politisch, wenn nötig polemisch und immer ironisch. Warum sonst hätten wir abendliche Stammleser seit 2003? Hm?

Garantierte Individualität finden Sie bei uns in jedem FondsDepot! SJB-FondsAnlage Aktuell-StandPunkte: Wie weit ist die Rückholung der deutschen Goldreserven? SJB FondsSkyline OHG 1989. PortfolioManagement. Antizyklisch.„Paris, London, New York und Frankfurt – die deutschen Goldreserven waren lange geographisch weit verstreut gelagert. Nachdem dies unter Risikoaspekten nicht länger notwendig und auch aus politischer Sicht nicht mehr gewollt war, hat die deutsche Bundesbank ab 2013 damit begonnen, die Goldreserven wieder zurück nach Deutschland zu holen“, fasst Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer und FondsVerwalter der SJB FondsSkyline OHG 1989 aus Neuss-Korschenbroich, die jüngsten Geschehnisse rund um den Goldschatz der Deutschen zusammen. „Wie weit ist die Rückführung bereits gekommen, von welchen Orten wurden die größten Bestände abgezogen? Interessante Details und wichtige Hintergrundinformationen zu diesem spannenden Thema finden sich hier!

Liebe FondsBlogger, per August 2017 ist bereits knapp mehr als die Hälfte der deutschen Goldreserven nach Deutschland zurückgeholt worden. Damit hat die Deutsche Bundesbank ihr selbst gestecktes Ziel früher als geplant erreicht. In Frankreichs Hauptstadt Paris lagert nun kein deutsches Gold mehr, ausländische Lagerstätten bleiben aber weiterhin New York und London. Im Zusammenhang mit immer wieder aufgekommenen Gerüchten, die deutschen Goldreserven seien entweder nicht in der behaupteten Menge vorhanden oder gar nicht echt, kann Deutschlands Zentralbank eine wichtige Botschaft vermelden: „Wir haben jeden Barren auf Echtheit und Gewicht geprüft. Es gab keine Beanstandungen“, betonte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele. Rund drei Jahre früher als geplant hat die Notenbank ihre Ziele erreicht und verwahrt nun die gut die Hälfte der 3.378 Tonnen gelben Edelmetalls in eigenen Tresoren auf dem Bundesbank-Gelände in Frankfurt.

Sind damit alle Verschwörungstheorien um den mit rund 270.000 Barren zweitgrößten Goldschatz der Welt erledigt? Nicht ganz, auch wenn früher aus historischen Gründen der größte Teil der deutschen Goldreserven im Ausland lagerte. Die Tresore der Banque de France in Paris oder auch der US-Notenbank Fed in New York erschienen weit sicherer für die Zeit des Kalten Krieges, als ein schnelles Vordringen Russlands nach Westdeutschland befürchtet wurde. Doch jetzt, wo sich die weltpolitische Lage beruhigt hat, konnte guten Gewissens ein großer Teil des Milliardenschatzes heimgeholt werden. Und so wurde nicht nur bewiesen, dass das Gold überhaupt vorhanden ist – endlich gab es die Möglichkeit für die Bundesbank, die deutschen Goldreserven innerhalb der eigenen Landesgrenzen physisch zu untersuchen und auf Echtheit und Gewicht zu prüfen.

Die Wege, über die die deutsche Bundesbank seit 2013 Jahr für Jahr Hunderte von Goldbarren wieder nach Deutschland brachte, waren streng geheim und führten über den Atlantik und den Rhein nach Deutschland. Doch wie kam es überhaupt dazu, dass das Gold, welches dem deutschen Staat gehört, über Jahrzehnte fast komplett im Ausland verwahrt wurde? Ab Mitte 1951 baute die Bank deutscher Länder als Vorgängerin der Bundesbank erste Goldreserven auf. In den Wirtschaftswunderjahren nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs der deutsche Goldschatz rasant. Der florierende Export brachte der Bundesrepublik viele US-Dollar ein, die bei der US-Zentralbank gegen Goldforderungen eingetauscht wurden.

Wurde das Gold zuerst als möglicher Puffer für Währungskrisen und angesichts der unsicheren geopolitischen Situation gerne im Ausland gehalten, hat sich nach der Deutschen Einheit die Lage weiter normalisiert. Wie Bundesbank-Vorstand Thiele betonte, sei die Verlagerung des Edelmetalls nunmehr möglich geworden, da sich Deutschlands Sicherheitslage klar verbessert habe. Um der Entstehung neuer Verschwörungstheorien vorzubeugen, setzt die Bundesbank nunmehr auf hochgradige Transparenz: Auf insgesamt 2.400 Seiten wird seit Ende 2015 öffentlich einsehbar jeder einzelne Barren aufgelistet, der zu den deutschen Goldreserven gehört. Die Abflüsse sind mehr als überschaubar: Etwa vier Tonnen Gold pro Jahr verwendet der amtierende Bundesfinanzminister zum Prägen von Sammlermünzen, ansonsten bleibt der Milliardenschatz der Bundesbank unangetastet im eigenen Tresor.

SJB FondsSkyline. Fazit. Wie weit ist die Rückholung der deutschen Goldreserven? Dass endlich mehr als die Hälfte der deutschen Goldreserven im Inland lagern und damit fremdem Zugriff oder Manipulationen entzogen sind, sorgt bei Deutschlands Bürgern zu Recht für ein gutes Gefühl. Zugleich bleibt ein Teil des Goldschatzes weiter in New York und London, was sich im Fall einer extremen Krise positiv auswirken kann. Käme der vollständige Crash des Euro, könnte an den wichtigsten Handelsplätzen des Devisenmarktes dort direkt Gold gegen den US-Dollar oder andere Währungen getauscht werden. Angesichts der guten Aussichten für einen fortgesetzten Kursanstieg des gelben Edelmetalls und der weiter unsicheren Perspektive bei der Einheitswährung gar kein schlechter Ausblick für den Goldschatz der deutschen Bundesbank!

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